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Bach: Goldbergvariationen [SACD] [SACD]

Murray Perahia Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (19 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der russische Gesandte am kursächsischen Hof zu Dresden, Graf Hermann Carl von Keyserling, litt an Schlaflosigkeit. Und so ließ er einen Schüler von Johann Sebastian Bach namens Goldberg antreten, damit ihm dieser die langen schlaflosen Stunden mit seinem Klavierspiel erträglicher mache. Der Graf bat Bach, ihm dafür einige Stücke zu komponieren und so entstand die schwierigste aber auch beliebteste Klavierkomposition Bachs: Die Goldberg-Variationen.

Bei Murray Perahia kommt der Graf erst recht nicht zur Ruhe -- denn zum Schlaflied taugt Perahias Interpretation der himmlischen Aria und ihren 30 Variationen nun wirklich nicht. Perahia beglückt durch große innere Ruhe und geradezu spirituellem Spiel. Unverwechselbar auch hier wieder sein lyrisch empfindsamer Anschlag, der organische Fluss seines Vortrags und die noble musikalische Geste -- man kann regelrecht von einem "Perahia-Sound" sprechen. Im Gespräch sagt Perahia: Ihn interessiere bei Bach zu erfahren, wie der Kontrapunkt zur Harmonie werde. Wichtig sei es, den Punkt zu finden, an dem die Stimmen zueinander gelangen. Deshalb betone er mehr das lineare, das melodische Element als das vertikale, das kontrapunktische.

Selten hat ein Künstler seine eigene Interpretation theoretisch so zutreffend beschrieben und dabei in der Praxis auch verwirklicht. --Teresa Pieschacón Raphael

Fono Forum, März 2001

Murray Perahia, dessen Spiel man fern aller Klischees wirklich als beseelt bezeichnen kann, beschreitet einen ganz eigenen Weg, indem er sich nicht analytisch kühl zurück hält, sondern sehr empfindsam die Balance zwischen Strukturzeichnung und Emotionalität auslotet. Natürlich ist er ein fabelhafter Techniker, der die Hände wahnwitzig hurtig übereinander schlagen kann - und das an einigen Stellen mit größter Eleganz dokumentiert. Viel entscheidender ist allerdings, wie dieser Künstler seinen ungeheuer facettenreichen Anschlag immer wieder differenziert, um aus den Variationen tönende Charaktere zu formen. Murray Perahia hält in dieser gipfelstürmenden Interpretation alles sinnstiftend zusammen. Er hat die Reife, sich ganz unaufgeregt mit diesem Zyklus auseinander zu setzten. Man darf ihn einen Schönspieler nennen. Sein Klang ist seine persönliche Note und macht süchtig. Nicht viele Pianisten spielen so.

Kulturnews, Februar 2001

Perahia versteht das Arienthema so zu gestalten, dass sich das Ensemble der einzelnen Variationen mit ihren unterschiedlichen tänzerischen und kontrapunktischen Stimmungen zu einem beziehungsreichen Kosmos entwickelt.

Stern, Musik-Spezial, 02/2000

Er lässt den Flügel singen, oft mit fast weicher, melodischer Stimme, zeigt eine unglaubliche Vielfalt von Farben und Schattierungen und setzt Lichter, als seien sie ihm unter den Händen zugeflogen. Bach in höchster Vollendung.
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