Aus der Amazon.de-Redaktion
Wie die Goldberg-Variationen genau zu ihrem Namen kamen, ist nicht einwandfrei belegt. Klar ist, dass dieser vierte Teil der
Clavier Übungen drei Jahre nach Bachs Berufung zum Thomaskantor in Leipzig entstand. Wahrscheinlich gilt die Widmung dem damals 14-jährigen Gottlieb Goldberg. Dem russischen Botschafter in Leipzig, Graf Hermann Karl von Keyserlingk, war Goldberg im Alter von 10 Jahren aufgefallen. Durch seinen Protegé bekam Goldberg schließlich Cemballounterricht bei Johann Sebastian Bach und seinem ältesten Sohn Wilhelm Friedemann. Es gibt einen Beleg, dass die Komposition der Goldberg Variationen später von Keyserlingk mit einhundert Goldtalern belohnt wurde.
Interpretiert wird dieses Werk, das in ganz besonderer Art und Weise von der Raffinesse und technischen Virtuosität Bachs zeugt, von der 1950 in Taiwan geborenen Pianistin Chen Pi-hsien. Ihre Karriere begann bereits im frühen Alter von fünf Jahren und schon mit neun kam sie nach Deutschland, um an der Musikhochschule in Köln zu studieren. Seitdem wurde sie mit Preisen überschüttet und spielte fortan mit fast allen großen Orchestern der Welt. Hier ist die Gelegenheit, ihr fast eine Stunde lang zuzuhören. --J. Schüring