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Bach: Das wohltemperierte Klavier I
 
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Bach: Das wohltemperierte Klavier I

26. Januar 2004 | Format: MP3

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Produktinformation

  • Anzahl der Disks: 2
  • Label: Universal Music Classics & Jazz
  • Copyright: (C) 2004 ECM Records GmbH, under exclusive license to Universal Music Classics & Jazz - a division of Universal Music GmbH
  • Erforderliche Metadaten des Labels: Musik-Datei enthält eindeutiges Kauf-Identifikationsmerkmal. Weitere Informationen.
  • Gesamtlänge: 1:54:36
  • Genres:
  • ASIN: B0049B6KOG
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 72.001 in MP3-Alben (Siehe Top 100 in MP3-Alben)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lurcanio auf 3. März 2004
Format: Audio CD
Der junge österreichische Pianist Till Fellner, längst kein unbeschriebenes Blatt mehr, sondern schon heute einer der besten Pianisten im klassische-romatischen Kernrepertoire (siehe seine wunderbaren Beethoven, Schumann, Mozart und Reubke Einspielungen), wendet sich auf dieser Doppel CD erstmals im Aufnahmestudio der Musik Bachs zu. Dabei legt er nun den kompletten ersten Band des wohltemperierten Klaviers vor, den er sich schon im Konzert Stück für Stück erarbeitet hat. Dass das ganze Unternehmen beim Top-Label ECM erfolgt lässt dabei einiges erwarten.
Um es gleich vorweg zu nehmen, die Erwartungen werden meiner Ansicht nach nicht enttäuscht. Fellner spielt einen sehr schönen, ungemein differenzierten und auch durchaus sehr individuellen Bach. Er findet seinen eigenen Ton für diese Musik, ohne dass es gezwungen oder gewollt klingen würde nach dem Motto "Hauptsache anders als alle andern". Man könnte sich vorstellen, dass Alfred Brendel, mit dem Till Fellner ja gelegentlich arbeitet, das wohltemperierte Klavier so spielen würde. Einen sehr klangschönen, ungemein gesanglichen Bach, sehr auf Strukturen bedacht. Was mich aber am meisten fasziniert ist die unglaubliche Transparenz. Ich kenne keine andere Bach-Aufnahme, die so durchhörbar, so klar ist wie diese. Selbst im kompliziertesten kontrapunktischen Geflecht klingt alles sehr natürlich und man kann immer alle Stimmen problemlos verfolgen. In diesem Zusammenhang gebührt auch den Aufnahmetechnikern ein ganz dickes Lob für die exzellente Klangqualität.
Stilistisch bewegt sich Till Fellner ansolut sicher und geschmackvoll durch die 24 Praeluden und Fugen. Technisch ist er ohnehin über jeden Zweifel erhaben.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Albrecht Winkler auf 11. Juni 2004
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Till Fellners Interpretation des Wohltemperierten Klaviers Teil I ist staunenswert und gehört zu den absoluten Höhepunkten der auf CD erhältlichen Interpretationen.
Fellner zeigt, dass strukturelle Klarheit der Interpretation, Darstellung bachscher Polyphonie und gleichzeitige klangliche Delikatesse keine sich ausschließenden Gegensätze sein müssen. Das wird schon im einleitenden C-DUR Preludium deutlich. Wie er hier deutlich artikuliert, aber dennoch nicht aufdringlich die Bassline ausspielt, ist großartig. Genial die Interpretation des Preludiums in d-moll. Hat Friederich Gulda in seiner damals wegweisenden Interpretation von 1972 dieses Preludium eher als virtuose Fingerübung exekutiert, so zeigt Fellner, wieviel musikalische Grazie und Spannung in diesem 1 Minute und 40 Sekunden dauernden Stück verborgen sind. Anders als Gulda, der die Bassline zum einzig strukturierenden Element seiner fast mechanisch klingenden Interpretation machte, baut Fellner über der der konsequent durchgehaltenen Bassline eine höchst subtile Melodie auf, die dem Hörer ein ganz neues Hörerlebnis eröffnet.
In Fellners Interpretation wird die transzendente Dimension des Bachschen Werkes deutlich vernehmbar.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Philip Goeth auf 22. Februar 2004
Format: Audio CD
Es ist müßig, hier viel zu schreiben über "das alte Testament" der Klavierliteratur - wer hier eine Rezension liest, der ist wahrscheinlich Insider... daher umso mehr über Till Fellners aktuelle Einspielung: an erster Stelle steht hier Transparenz, technische Genauigkeit und Mühelosigkeit, aber auch "klassische" Disziplin und manchmal sogar Zurückhaltung... Fellners Interpretationen sind nie aufdringlich, man kann tief hineinhören, und manchmal ist man erstaunt, wie lange hier Töne nachklingen und wieder erklingen - ganz nach dem Bach'schen Text, der hier vor allem in den schnelleren Passagen aufgefächert, ja fast gläsern klar wird... was demgegenüber nicht so gut ankommt sind die barocken Verzierungen und "Schnörksel"... spielerische Lebenslust ist - zumindest im hier interessierenden Kontext - nicht wirklich TFs Sache, was aber nichts daran ändert, dass hier in junger Pianist ein beeindruckendes Ganzes abgeliefert hat - das beste WTK1, das ich seit Andras Schiffs Aufnahme gehört habe. PG
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Asilomar auf 2. Mai 2009
Format: Audio CD
Das gibt es also doch noch: eine Neueinspielung des Wohltemperierten Klaviers, die nicht nur einzelne Stücke neu und gewinnbringend beleuchtet, sondern als Ganzes den Hörer von Beginn an fesselt durch ihre außerordentliche Musikalität und ihre uneitle, dem inneren Puls der Stücke nachspürenden Spielweise. So gelöst, so melodisch, nuancenreich und atmend habe ich lange kein Wohltemperiertes Klavier mehr gehört. Durch seinen modulationsfähigen, schmiegsamen Ton gewinnt Fellner den einzelnen Präludien und Fugen immer wieder neue Farben und Schönheiten ab. Die Entdeckungs- und Mitteilungsfreude dieses Künstlers entfaltet eine große suggestive Kraft, die den Hörer nie gleichgültig oder unbeteiligt lässt. Dabei macht die Versenkungskunst Fellners auch stets den Mystiker Bach (also gewissermaßen die Stille hinter den Tönen) hörbar. Sehr treffend trägt der Essay des Booklets das bekannte Zitat Goethes als Motto: "Als wenn die ewige Harmonie sich mit sich selbst unterhielte." Einzige Ausnahme (vielleicht): Das fragile, trauermarschartige b-Moll Präludium, das in Fellners Vergegenwärtigung nicht ganz jene Abgründigkeit und Reduktion erreicht, wie sie etwa einem Gould oder Edwin Fischer gelangen. Bereits die folgende Fuge jedoch findet wieder ganz zu sich selbst mit ihrer ätherisch-schwebenden Tongebung und der bestechenden Transparenz der Stimmen. Meinem Vorrezensenten Albrecht Winkler stimme ich insbesondere in der Beurteilung des d-Moll Präludiums zu, das unter Fellners Händen zu einem kleinen Mirakel an Sanglichkeit, Einfühlsamkeit und Stimmführung wird. Till Fellner- eine wunderbare Entdeckung!
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