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BWV 62 beginnt mit einem ähnlich feierlich-ernsten, aber dichter komponierten Choral und fährt dann mit einigen festlichen Solostücken fort. BWV 36, "Schwingt freudig euch empor", ist die längste und prächtigste der drei Kantaten. Während der glänzende Eröffnungschor diesmal nicht die "Nun komm"-Melodie anstimmt, kann man sie -- eingestreut in die Arien -- in den drei anschließenden Sätzen hören -- in gewisser Weise ähnlich jenen in der berühmten Osterkantate "Christ lag in Todesbanden". Besonders bemerkenswert davon ist das Sopran/Alt-Duett und das hinreißende Tenortrio (der den Choral singt) sowie zwei Oboen. Die Darbietungen auf dieser CD sind einfach atemberaubend, selbst an Philippe-Herreweghe-Standards gemessen. Seit 1996, dem Zeitpunkt dieser Aufnahme, haben die Sopranistin Sibylla Rubens und Mezzosopran Sarah Connolly einen Siegeszug durch die europäischen Opernhäuser gefeiert; ein Glück nun zu hören wie wohl sie sich hier fühlen und wie sehr sie zu diesem, auf alten Instrumenten gespielten Bach passen. Ganz so wie ihre auf diese Richtung spezialisierten Kollegen, die Spitzenkräfte Christoph Prégardien und Peter Kooy. Die Wärme, Präzision und tonale Schönheit des Collegium Vocale (sowohl des Chores als auch des Orchesters) ist -- wie üblich -- wunderbar. --Matthew Westphal
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5.0 von 5 Sternen
Spitzen-Interpretation,
Rezension bezieht sich auf: Bach: Adventskantaten (Audio CD)
Ich habe mir mittlerweile einige Kantaten von Bach zugelegt.Zuvor habe ich mehrere Interpretationen vergleichsweise nebeneinander angehört. M.E. ist die Interpretation der Adventskantaten von Philippe Herreweghe aus der Harmonia Mundi-Reihe die beste, die derzeit im Handel zu erhalten ist. Das gilt m.E. für alle anderen Kantaten auch, insbesondere das Magnificat. Die Einspielungen von Helmuth Rilling liegen da m.E. weit abgeschlagen. Ich bin zwar kein Musikwissenschaftler... Als Klassik-Interessierter, und selbst Musizierender beurteile ich nach "Gehör", d.h. u.a. mit Blick auf das Tempo, die Dynamik, die Stimmen der Solisten, den Klang von Instrumenten. Es mag sein, dass die Interpretationen von Herreweghe weniger "barock" sind als etwa die von Ton Koopmanns, Das macht m.E. aber auch den Reiz von Herreweghe aus. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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