Die hilfreichsten Kundenrezensionen
225 von 257 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Diese Ausgabe verdient den Titel "Uncut" nicht!, 2. Dezember 2008
Ich habe den Film im Kino gesehen. Der Film an sich ist genau das, was ich erwartet habe- ein visionäres Stück Filmkunst wie man es nur alle paar Jahre zu sehen bekommt, umgesetzt von einem großartigen Regisseur.
Jetzt kommt der Haken, der für meine Wertung von nur einem Stern verantwortlich ist:
Der Film wurde massiv zusammengeschnitten, aus Gründen die sich meiner Kenntnis entziehen. Offenbar handelt es sich um einen Streit zwischen Studio und Regisseur, es geht um Zielgruppen und vor allem eine möglichst große.
Durch den dilettantischen (Nachbearbeitungs-)Schnitt wurde der gesamte Film richtiggehend verstümmelt.
Die Story läßt sich stellenweise nur erahnen, im Drehbuch scheinen wichtige Szenen nur halb oder gar nicht enthalten zu sein und die meisten Schnitte tun demjenigen, der den Film ursprünglich geschnitten hat zutiefst Unrecht. Manchmal sieht man eine Szene in der gute Schnitte vorkommen, Schnitte die gut gesetzt sind, sauber ausgeführt- das war der eigentliche Schnitt. Doch dann hört die Szene unvermittelt und völlig unpassend auf- das ist der Studioschnitt. Manche Szenen fehlen wohl ganz, was man allerdings nur erahnen kann- nichtmal ich könnte allerdings ein Drehbuch so krude zusammenstoppeln.
Daher meine Empfehlung:
Kauft diesen Film nicht in der vorliegenden Form!!
Wartet bis er vollständig zu bekommen ist (laut IMDB wurden anscheinend fast 50% nachträglich entfernt- ihr seht also nur eine Art Vollpreis-werbung)- dann kann ich zugreifen nur wärmstens empfehlen.
Ich kann es kaum erwarten den Film in seiner originalen Fassung zu sehen zu bekommen, denn das was ich bisher gesehen habe war mutig, visionär, stylisch... was man sich eben von Mathieu Kassovitz erwartet.
Doch bis dahin heißt es warten und dem Studio zu zeigen: der Markt sind WIR, keine Statistiken.
Vielleicht wollen statistisch gesehen 13-jährige den Film auch sehen und es macht Sinn ihn für das Alter passend zurechtzuschneiden um mehr Kunden zu bekommen. Doch ICH will das dann nicht mehr sehen, rate allen davon ab diesen Schund im Kino anzusehen und kaufe nicht die DVD.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
93 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
bitte erst richtig informieren..., 5. Mai 2009
erst mal vorweg, ich fand den film gut. kein meisterwerk, aber auch nicht schlecht. gute stimmung und gut platzierte action. ich hätte mir zwar gewünscht, dass die kampfszenen etwas deutlicher rüberkommen, denn die sind schon sehr nah gefilmt und schnell geschnitten, aber auch so vollkommen ok.
nun zu den gerüchten über die fassungen:
Babylon A.D.
(cm) Ganz, ganz schlechte Nachrichten für den neuen Sci-Fi Actionfilm mit Vin Diesel. Nachdem der Film aus unbekannten Gründen eine ganze Zeit lang verschoben wurde und nun im Herbst bei uns anläuft, gibt es jetzt zwei äußerst schlechte Neuigkeiten. Zum einen fragte man Star Vin Diesel neulich in einem Interview nach Babylon A.D., worauf dieser antwortete, dass er schon seit rund 7 Monaten nichts mehr von dem Film gehört habe und man nicht mit ihm über die Veröffentlichung spricht. Noch schlimmer: er war erschrocken, als man ihm sagte, dass der Film in den USA nur rund 90 Minuten geht (in Europa 100 Min.). Scheinbar hatte er sich mit Regisseur Mathieu Kassovitz (Die purpurnen Flüsse) eher auf was großes, episches vorbereitet.
Diesel: "I haven't seen the cut of Babylon in what, six, seven, eight months? So I don't know what the hell happened. You guys saw the movie. Give me some feedback."
Q: "It's 93 minutes long ..."
Diesel: "No, it isn't?! "
Q: "It feels like pieces are missing, to be honest ..."
Diesel: Ninety-three minutes? Am I in the movie?"
Kassovitz hat die Befürchtungen nun leider bestätigt. Er sagt, man habe sich nicht mit den Produzenten verstanden, die urplötzlich eine PG-13 gemäßigte Familienversion verlangten und den Film auf diese kurze Nummer runterschneiden ließen. Der Film sei somit eine Katastrophe und er fände es schade, dass es dazu gekommen sei.
"I'm very unhappy with the film... I never had a chance to do one scene the way it was written or the way I wanted it to be. The script wasn't respected. Bad producers, bad partners, it was a terrible experience. (...) Fox was just trying to get a PG-13 movie. I'm ready to go to war against them, but I can't because they don't give a s--t." M. Kassovitz, Regie Babylon A.D.
quelle: bereitsgesehen.de
noch etwas hierzu:
Selten jedenfalls hat ein Filmemacher sein eigenes Werk noch vor dem Start so gnadenlos in der Luft zerrissen wie Kassovitz im Fall von 'Babylon A.D.'. In einem Interview mit dem amerikanischen TV-Sender AMC distanzierte er sich in einer Art und Weise, die kein gutes Haar mehr am produzierenden Studio ließ. Nichts als Dummheit und sinnentleerte Gewalt seien am Ende von seinem ursprünglichen Konzept übrig geblieben. Ständig habe ihm die Fox im Nacken gesessen, und zu keinem Zeitpunkt hätte er auch nur eine einzige Szene so drehen können wie vorgesehen. Schlimmer noch die Postproduktion: Ganze 15 Minuten seien dem Schnitt zum Opfer gefallen mit dem Ergebnis, dass die Geschichte nun entscheidende Elemente ihrer Schlüssigkeit verloren hätte (die europäische Fassung ist dabei immerhin noch 10 Minuten länger als die US-Version). Gerüchte von sogar 70 eliminierten Minuten hatten schon früher die Runde gemacht, waren aber von offizieller Seite schnell als Missverständnis abgemildert worden. quelle: wordpress.com (Thomas Lenz)
demnach wird es den director's cut vielleicht geben, vielleicht auch nicht. dieser version ist zumindest uncut mit sogar 10 minuten mehr als in den USA. sicherlich wären 70 minuten länger besser für den film gewesen, denn die atmosphäre ist sehr gut und wäre auf dauer noch besser zum tragen gekommen und man merkt, dass am ende etwas weggeschnitten wurde und der film im prinzip einfach aufhört. allerdings wurden die 70 minuten nie bestätigt, klar ist nur, dass einige minuten fehlen.
ich kann mich auch darüber aufregen, dass der film zerschnitten wurde, allerdings schon viel früher. dennoch ist babylon a.d. gut, auch wenn einige minuten schnitt natürlich spuren hinterlassen. ich kann mich den schlechten beurteilungen überwiegend nicht anschließen. im gesamten ist er einer der besseren filme in dieser richtung in den letzten jahren.
ich vergleiche übrigens filme nicht, die nichts miteinander zu tun haben. babylon jetzt mit star trek oder sonst was zu vergleichen nur weil sci-fi drauf steht, finde ich fehl am platz.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Postapokalyptisches Road-Movie mit einigen Schwächen, 27. April 2009
In der nahen Zukunft wird der Söldner Toorop (Vin Diesel) von Mafiaboss Gorsky (Gerard Depardieu) beauftragt, eine junge Frau Aurora (Melanie Thierry) innerhalb von 6 Tagen von Russland nach Amerika zu eskortieren. Schnell wird klar, dass die junge Frau etwas Besonderes an sich hat und der Auftrag kein Kinderspiel werden wird...
Regisseur Matthieu Kassovitz hat mit "Babylon A.D." ein postapokalyptisches Road-Movie geschaffen, dass vor allem in Sachen Optik beeindruckt. Kern dieses Actionthrillers ist ein transzendentes Motiv: Babylon die "Große Hure" der biblischen Mythologie, ein Ort des Lasters und der Sünde. Wie in der Bibel gipfelt sich die Geschichte in ein Messias-. Erlösungs- und Wiedergeburtszenario. So kritisiert "Babylon A. D." bewusst die Gesellschaft in einer nahen, fast greifbaren, aber nicht wünschenswerten Zukunft. Die Handlung rund um den knallharten und supercoolen Vin Diesel wirkt trotzdem phasenweise unausgegoren und offensichtlich stark geschnitten.
Viele gute Ansätze wie z. B. ein Russland das gänzlich im Chaos versinkt, Sekten als neue Staatsreligionen oder gar neue Fortbewegungsabläufe zünden phasenweise einfach nicht oder kommen kaum zur Entfaltung. Mehr davon wäre wünschenswert gewesen, zumal die Optik einen wichtigen Beitrag dazu geleistet hätte.
Die Darsteller gefallen im Großen und Ganzen. Vin Diesel erreicht zwar nie die Klasse eines Bruce Willis, wie in Das fünfte Element [Blu-ray], trotzdem lässt er es ordentlich krachen. Außerdem entwickelt sich seine Figur, vom egosistischen Söldner zum Schutzbefohlenen glaubwürdig weiter. Klosterschwester Rebecca (Michelle Yeoh) und Beschützerin von Aurora, bildet das moralische Gewissen und die emotionale Mitte der Figuren. Melanie Thierry als "Wunderkind" schafft eine gelungene Balance zwischen ihrer offensichtlichen Zerbrechlichkeit und ihren mächtigen Kräften. Gerard Depardieus Kurzauftritt als Mafiaboss ist wunderbar abscheulich und trotz seiner Kürze eindrucksvoll.
Fazit:
An den Darsteller liegt es eigentlich nicht, dass der Film am Ende mehr Fragen als Antworten liefert. Die Romanvorlage "Babylon Babies" von Maurice G. Dantec galt lange für unverfilmbar. "Babylon A.D." schafft es nicht die Buchvorlage in einen überzeugenden Film zu transferieren. Die eigentlich Stärke des Films, die postabokalyptischen Bilder und die zerbrechliche junge Frau mit ihren unbekannten Kräften dazwischen, oder die allmächtige Organisation im Hintergrund, kommen kaum überzeugend zur Entfaltung und selbst die mythischen Motive versinken irgendwann im immer schwächer-werdenden Plot. Am Ende gebe ich dem Film knappe drei Sterne, denn trotz zahlreicher Schwächen in der Handlung sind viele gute Ideen zu entdecken.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|