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Babyjahre Taschenbuch – Juni 2003


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Produktinformation


Mehr über den Autor

Remo H. Largo wurde 1943 in Winterthur in der Schweiz geboren. Er studierte Medizin und Entwicklungspädiatrie in Zürich und Los Angeles. Ab 1978 leitete er die Abteilung Wachstum und Entwicklung des Kinderspitals Zürich und habilitierte 1981 in Kinderheilkunde. Sein Wissen und seine Erfahrungen fasste er u. a. in den Büchern "Babyjahre" (1993) und "Kinderjahre" (1999) zusammen. Sie sind zu Ratgebern vieler Eltern geworden und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Der vielfach preisgekrönte Autor und Wissenschaftler achtet die Individualität des Kindes und warnt vor zu viel Förderwut: "Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht." Largo lebt heute mit seiner Familie im Kanton St. Gallen.

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Remo H. Largo, geboren 1943 in Winterthur, war bis zu seiner Emeritierung 2005 Professor für Kinderheilkunde. Fast drei Jahrzehnte lang leitete er die Abteilung für Wachstum und Entwicklung am Kinderspital in Zürich, wo er die bedeutendste Langzeitstudie über kindliche Entwicklung im deutschsprachigen Raum durchführte. Er ist Vater dreier Töchter und Großvater von vier Enkeln. Seine Bücher »Babyjahre«, »Kinderjahre«, »Glückliche Scheidungskinder« und »Schülerjahre« sind Klassiker. Zuletzt erschien von ihm »Jugendjahre« (mit Monika Czernin).

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Wie das allnächtliche Gewecktwerden überstehen?
Nächtliches Aufwachen kann, auch wenn es lediglich einige Wochen andauert, für Eltern zu einer großen Belastung werden.
Aus dem Schlaf gerissen zu werden weckt Aggressionen. Wenn ein Kind nachts ein- bis mehrmals über Wochen und Monate hinweg schreit, können die Nerven der Eltern arg strapaziert werden. "Wenn das Kind doch nur endlich ruhig wäre! " Und schließlich: "Wenn es mich jetzt nicht schlafen läßt, bringe ich es um!" Nicht wenige übermüdete Eltern werden in der Nacht von Haßgefühlen überfallen, die sie selber erstaunen und zutiefst erschrecken, die sie kaum je äußern und - Gott sei Dank - auch nicht in die Tat umsetzen. Gelegentlich belasten die "Nachtdienste" die Eltern dermaßen, daß es für sie undenkbar wird, weitere Kinder zu haben.
Schlimmer als das Aufwachen ist für manche Eltern, daß sie - einmal wach - nicht mehr einschlafen können. Ihr Kind schläft wieder selig, aber sie liegen hellwach im Bett und versuchen krampfhaft, den Schlaf wiederzufinden. Sie denken an den morgigen Tag, wie sie sich müde durch den Tag kämpfen werden, und sind zunehmend verstimmt. Sie versuchen "Schäfchen zu zählen", an nichts zu denken - der Schlaf aber läßt auf sich warten. Den Schlaf eher zurückbringen können Entspannungsübungen, eine Tasse Tee trinken, lesen, bis die Augen zufallen, Musik hören oder einige Minuten spazierengehen. Gelegentlich ist guter Rat teuer, so teuer wie der Schlaf, der ausbleibt.
Es lohnt also, sich Gedanken zu machen, wie man als Eltern diesen Härtetest am besten überstehen kann. Vorab das Wichtigste: Die Eltern sollten sich gegenseitig absprechen. Tun sie es nicht, kann es leicht geschehen, daß jede Nacht beide vom Geschrei des Kindes geweckt werden. Daraus entwickelt sich häufig ein sogenanntes edelmütiges Verhalten (Haslam): Wenn die Eltern vom Geschrei geweckt werden, tut jeder Teil so, als ob er noch schlafen würde, und hofft darauf, daß der andere aufstehen werde. Gibt schließlich der eine nach und steht auf, tut der andere so, als ob er gerade erwacht wäre, und bietet dem Partner an, aufzustehen. Dies wiederum in der Hoffnung, daß der Partner sein Angebot ausschlagen und ihn weiterschlafen lassen würde. Auf die Dauer ist solch "aufopferndes" Verhalten nicht durchzuhalten und vor allem: Es ist überaus ermüdend und führt zu unguten Gefühlen.
Die Eltern sollten sich überlegen, wie sie den "Nachtdienst" so einrichten können, daß beide zu möglichst viel Schlaf kommen. Manche Eltern teilen sich die Nächte auf, damit einer von beiden jede zweite Nacht ungestört schlafen kann. In gewissen Familien übernimmt der Vater jede dritte Nacht oder die Nächte am Wochenende, um nicht allzu übermüdet zur Arbeit zu gehen. Auch wenn der Vater nachts aufsteht, lastet die Hauptbürde zumeist auf der Mutter. Ein Teil der Mütter holt die versäumte Nachtruhe tagsüber nach, was allerdings nur beim ersten Kind zu bewerkstelligen ist.
Wird das Kind gestillt, kann die Mutter den Säugling in Reichweite zum Schlafen legen. Meldet er sich, nimmt ihn die Mutter, ohne aufzustehen, an die Brust, stillt ihn und legt ihn zurück in sein Bettchen. Auf diese Weise findet die Mutter den Schlaf rasch wieder, und der Vater nimmt häufig das nächtliche Stillen gar nicht wahr.
Für viele Eltern, deren Kinder nachts aufwachen, ist die - oft nur vermutete - Ruhestörung der Nachbarn eine zusätzliche Belastung. Die Nachbarn werden zudem in der Vorstellung der Eltern Zeugen ihres vermeintlichen Versagens: Denn nur die Kinder unfähiger Eltern - denken sie - wachen nachts auf und stören die Nachtruhe anderer Leute. Schuld- und Versagensgefühle können dazu führen, daß die Eltern Begegnungen mit den Nachbarn im Treppenhaus tunlichst vermeiden. Nun, gar so schlimm ist es meist nicht. Viele Nachbarn haben aus eigener Erfahrung Verständnis für die Nöte von Eltern, deren Kinder nachts aufwachen. Sie sehen das Problem weniger bei den Eltern als bei den ungenügenden Schallisolierungen im modernen Wohnungsbau. Einige Tips, wie man mit dem Problem "schlafgestörte Nachbarn" umgehen kann, finden sich im Kapitel "Schreiverhalten".
Abschließend einige Anmerkungen zu Ratschlägen, die häufig gemacht werden, deren Befolgen aber nicht zu empfehlen ist:
• Die Kinder schreien lassen. Säuglinge wachen in den ersten Lebensmonaten nachts auf, weil ihr Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht ausreichend entwickelt ist und sie auf die Nahrungszufuhr angewiesen sind: Sie können noch nicht durchschlafen. Es ist daher quälend und sinnlos, Säuglinge schreien zu lassen. Es gibt keinerlei Hinweise, daß Kinder eher durchschlafen, wenn die Eltern sie schreien lassen.
• Den Kindern Medikamente geben. Schlaf- und Beruhigungsmittel fördern in keiner Weise die Entwicklung des Schlafverhaltens. Im Gegenteil: Sie hemmen die zyklische Aktivität des Schlafes und beeinträchtigen die Aufmerksamkeit des Kindes, wenn es wach ist. Sie dämpfen seine Gehirnaktivität. Medikamente können gelegentlich für die Eltern dienlich sein, für ihre Kinder sind sie es mit Bestimmtheit nicht.
• Den Kindern abends vor dem Einschlafen angereicherte Flaschenmilch oder Brei geben. Verschiedene Studien haben gezeigt, daß angereicherte Flaschennahrung nicht zu einem früheren Durchschlafen führt (Grunwaldt u. a.). Es trifft zu, daß gestillte Kinder nachts häufiger aufwachen und in einem späteren Alter durchschlafen als Kinder, die mit der Flasche ernährt werden (vgl. "Schlafverhalten 4 bis 9 Monate").

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

288 von 297 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A.C. am 13. Juni 2002
Format: Taschenbuch
Remo Largo beschreibt in seinem Buch "Babyjahre" sehr anschaulich die Entwicklung des Kindes aus biologischer Sicht. D.h. er geht darauf ein, was für ein Kind möglich ist zu können innerhalb der jeweiligen Altersstufe. Häufig liest man ein Kind sollte/muss dies oder jenes in einem bestimmten Alter können/ zeigt diese oder jene Verhaltensweisen. Man liest auch, wie man mit einem Kind umzugehen hat. Remo Largo dagegen beschreibt sehr intensiv und für jedermann verständlich, wie sich ein Kind in den verschiedensten Bereichen entwickelt. Dabei umreißt er zunächst in den Kapiteln ganz allgemein die Themen "Beziehungsverhalten", "Motorik", "Schlafverhalten", "Schreiverhalten", "Spielverhalten", "Sprachentwicklung", "Trinken und Essen", "Wachstum" und "Trocken und sauber werden" und arbeitet sich jeweils in den Entwicklungsstufen voran: "Vor der Geburt", "0-3 Monate", "4-9 Monate" und "10-24 Monate". Er gibt als kleine Einführung vor jedem Thema und zu jeder Altersstufe ein kleines Beispiel das direkt aus dem Leben stammt.
Das Buch regt den Leser an, sein Kind genau zu beobachten und nicht in ein bestimmtes Schema "F" zu pressen, sondern dem Kind innerhalb seiner individuellen Entwicklungsschritte die notwendige Unterstützung zu geben.
Remo Largo gibt keinesfalls Ratschläge mit erhobenem Zeigefinger, sondern regt den Leser an, einen eigenen Weg zu finden, einen eigenen Erziehungsstil individuel für das Kind zu finden und dabei möglichst das Kind nicht zu überfodern noch zu unterfordern, sondern in der Entwicklung sich nach dem Kind zu richten. Er unterscheidet Dinge, die individuell sind und solche, die man an-/aberziehen kann.
Ich persönlich bin der Meinung, dass dies ein hervorragendes Buch ist, das alle Eltern oder die die es werden wollen, unbedingt lesen sollten.
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104 von 108 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von K-Kritik am 19. April 2001
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Der Schweizer Professor für Babyheilkunde Remo H. Largo bietet mit der neuen Auflage von Babyjahre einen hervorragenden Einblick in die ersten Jahre eines Babys. Auf der Suche nach Babyliteratur bekamen wir eine ältere Version der Babyjahre ausgeliehen. Das gebrauchte Buch entwickelte sich schon schnell zu dem Handbuch bei allen Belangen rund um unsere kleine Tochter. Der didaktische geschickte Aufbau des Erziehungs- und Pflegebuchs lässt schnell Antworten auf alle relevanten Probleme rund um das Baby und den verbundenen Fragen nach Gesundheit, Ernährung, Schlaf, etc. finden. Die neun Hauptkapitel `Beziehungsverhalten, Motorik, Schlafverhalten, Schreiverhalten, Spielverhalten, Sprachentwicklung, Trinken und Essen, Wachstum und Trocken werden' sind jeweils nach der Entwicklung des Kindes vom Zeitpunkt der Geburt (0 - 3 Monate) in Phasenabschnitten bis zum 2jährigen Kind geschildert. Dabei stützt sich Largo auf seine eigenen wissenschaftliche Forschung, zahlreichen Beobachtungen und lässt seine eigenen Erfahrungen als dreifacher Vater einfliessen. Durch die lockere Art der Schilderung, gestütz auf viele empirische Befunde, wird auf den Leser weder durch traditionelle strenge Pflegegrundsätze, noch durch übertrieben liberale Erziehungsregeln ein Druck ausgeübt. Vielmehr versucht das Buch Richtschnur für eine offene kindgerechte Erziehung unter Berücksichtigung der Vielfalt unterschiedlichster Babybedürfnisse zu geben. Largo muntert so zur ausgewogenen, spielerischen Früherziehung und Pflege abseits von einengenden Idealen auf. Wir haben Babyjahre mittlerweile selbst schon empfohlen, verschenkt und auch die Neuausgabe gekauft.
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98 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Jutta Biskup am 18. Juli 2001
Format: Taschenbuch
Largo' s "Babyjahre" ist übersichtlich gegliedert, sehr informativ, und respektiert die Individualität der Kinder und ihrer Familien. Es wird deutlich, wie sich einem Kind die Welt auf bestimmten Altersstufen darstellt und auch fortwährend verändert. Damit ermöglicht der Autor den Lesern, Ihre Kinder richtig zu "lesen", zu verstehen und somit, bei Problemen angemessen reagieren zu können. Der Largo ist Aufklärung im besten Sinne, und nicht durch Ideologien verbrämt, wie es ja gerade bei Erziehungsratgebern leider häufig der Fall ist. Dazu trägt auch die an die wissenschaftliche Literatur angelehnte Zitierweise bei, die auch in einem Buch für Laien eine angenehme Transparenz schafft. Ich wünsche mir, daß mehr Eltern dieses Buch kauften.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Übersetzerin am 13. Oktober 2005
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
für alle, die sich einen überblick über die entwicklung ihres babys im ersten und zweiten lebenshalbjahr verschaffen wollen, gehört dieses buch meines erachtens zur standardliteratur. ich habe das buch nicht komplett, sondern kapitelweise gelesen und schaue heute noch gern nach, wenn ich wissen möchte, wieviel z.b. kinder in einem entsprechenden alter zunehmen, um nochmal über das schlafverhalten nachzulesen usw. auch die gewichtstabellen und entwicklungstabellen sind sehr übersichtlich und was ganz wichtig ist: sie machen keine angst. die angegebenen spannen sind sehr großzügig gehalten und man bekommt keine angst, wenn ein kind mit 8 monaten noch nicht durch die wohnung krabbelt. also etwas für alle, denen das stirnrunzeln der bekannten angesichts eines "faulen" kindes anlass zur sorge bereitet. hier findet man eine gute quelle der beruhigung.
das buch ist sehr umfassend, doch da es alle bereiche der kindesentwicklung beschreibt, ist klar, dass vieles nur oberflächlich angerissen wird. als einführung in die entsprechendenen themen ist es aber sehr gut und durch die literaturhinweise erhält man gleich hinweise, wo man mehr zu einem bestimmten thema erfahren kann.
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