Janna und Kai sind schon längst nicht mehr zusammen, als Janna entdeckt, dass sie schwanger ist. Jannas Mutter hält ihre Tochter für reichlich weltfremd. Sie hatte schon seit einiger Druck gemacht, dass es in der 10. Klasse für Janna langsam Zeit werde, die Stellenanzeigen in der Zeitung zu lesen. Obwohl Jannas Mutter damals mit Janna selbst ungeplant schwanger wurde und ihre Tochter allein erzieht, fällt es Janna sehr schwer, sich ihrer Mutter anzuvertrauen. Janna möchte das Kind gern zur Welt bringen und träumt vom gemeinsamen Familienleben mit Kai. Erst als ihre Mutter und Janas Freundin Gizem aktiv werden, rafft sie sich zu den nötigen Behördengängen auf.
Jannas schwieriger Weg zu einer Entscheidung wird treffend und einfühlsam beschrieben. Enttäuschend finde ich, dass der Schwangerschaftskonflikt auf die Entscheidung gegen oder für das Kind reduziert wird. Ohne ein überzeugendes Rollen-Vorbild für das Leben einer 15-Jährigen mit ihrem Kind könnte der falsche Eindruck entstehen, dass sich alle Probleme schon lösen werden, wenn das Kind erst da ist.