Ähem. Räusper. Was Frau Westermann hier fabriziert hat, ist mit das Schlechteste, was ich überhaupt je gelesen habe. Krampfhaft um Witz und Leichtigkeit bemüht, merkt man im Gegenteil immer ganz genau, wann Frau Westermann Anlauf zum nächsten Oberlacher nimmt. Hier wäre weniger ganz klar mehr gewesen, denn der Leser braucht keinen zweiseitigen Leuchtpfeil "Achtung, jetzt kommt gleich ein Witz!" und dann erst recht keine ausführliche Erklärung, was genau jetzt so wahnsinnig komisch war, sondern ist durchaus in der Lage, zwischen den Zeilen zu lesen.
Zum Inhalt:
Die Protagonistin des ersten Bandes "Baby, wann heiratest Du mich?" erfreut uns mit einem totaaaal witzigen Tagebuch/Monolog an Gott, in dem sie ihr bisheriges, männerverschlingendes Leben Revue passieren lässt. Unglaubwürdig und unwitzig erzählt (siehe oben). Dabei haben die Männergeschichten durchaus Potenzial zu absurdem Witz, aber leider hat Frau Westermann nicht wirklich Ahnung, wie man solche Geschichten erzählt. Und zwar so, dass man schmunzelt oder nachdenkt und nicht gleich einschläft. Den zweiten Band habe ich dann auch mir und meinen Nerven erspart.