Wer die hallesche Band Baby Universal einmal live gesehen hat, wird das so schnell nicht vergessen. Wenn die Jungs auf der Bühne loslegen, dann bekommt man ein Feuerwerk aus ehrlichen Rock n Roll geboten. Dazu ein Sänger, der mit einer durchdringenden Stimme und seiner Präsenz auf der Bühne alle Konzertbesucher fesselt. Bei solch einer leidenschaftlichen Darbietung kann sich selbst ein Tanzmuffel nicht der mitreißenden Musik entziehen. Nun kommt man endlich auch in den Genuss, die Musik der Jungs auf Platte hören zu dürfen. Neben den packenden Songs "Bye bye Love", "Mother" und "Dance Radio" sind es jedoch vor allem die gelassenen Songs, die mich beim Lauschen in ihren Bann ziehen. Da wird man gleich beim ersten Song "Heartrightout" von einem lässigen Bass und der melancholischen Stimme von Sänger Cornelius Ochs verzaubert, gefolgt von dem bittersüßen "Alright in the Air" und einem sehnsüchtigen "Girls of Mars". Die Songs werden mit viel Leidenschaft und Stärke gesungen und gespielt, aber dennoch schwingt in vielen ein wenig Melancholie und Zerbrechlichkeit mit. Und genau dieser Spagat zwischen kraftvollen Rock und romantischer Schwermut macht das Album facettenreich und somit besonders hörenswert.
PS: Bestehen dennoch Unsicherheiten, sollte man sich durch einen Besuch eines BBU-Konzertes überzeugen lassen. Da wird dann auch der restliche Zweifel weggerockt...