Da landet nicht nur der Pfeil aus der Spielzeugpistole von Silvis(Lara Flynn Boyle) Sohn, sondern auch ein paar Gags aus Brian Herzlingers Komödie -Baby on board-. Schon wie in -Last minute baby- scheint Heather Graham auf die Rolle der werdenden Mutter spezialisiert zu sein. -Baby on board- hat mich dabei genau so positiv überrascht wie das Baby in letzter Minute. Vor allem die Dialoge und die deutsche Synchronisation sind hervorragend. Worüber da gesprochen wird und was da so alles passiert, das ist für einen US-Film schon ziemlich derbe Comic. Aber wem es gefällt, wie mir zum Beispiel, der kann sich perfekt unterhalten lassen.
Angela(Heather Graham) arbeitet in einem Kosmetikkonzern. Sie will eine eigene Parfumserie herausbringen. Das Geschäft kann sie weit nach vorn bringen, oder für ihren Rauswurf sorgen. Da wird es nicht leichter, als sich Angela plötzlich elend fühlt und seltsame Fressattacken bekommt. Schwangerschaft? Niemals! Zunächst mal will Angela noch keine Kinder und dann benutzt ihr Mann, der Anwalt Curtis(Jerry O'Conell)immer gleich zwei Kondome.
Die Überraschung ist dann wirklich riesengroß, als Angela schwanger ist. Wie so eine Ehe mit Kinder nicht funktioniern kann, dürfen Angela und Curtis bei ihren Freunden Silvi und Danny(John Corbet) erleben. Die beiden lieben und hassen sich in einzigartiger Weise. Als die beiden sich trennen, kriselt es auch bei Angela und Curtis. So wird ein- und ausgezogen, nicht mehr miteinander gesprochen und sich das Leben schwer gemacht. Bis...ja bis...ach, schauen sie sich das lieber selbst an.
Herzlinger nimmt in seinem Drehbuch wirklich kein Blatt vor den Mund. Was da an Sprüchen kommt, ist wirklich gnadenlos. Kleines Beispiel gefällig? Nach der Geburt ihrer Kinder sagt Silvi zu Angela: "Da war alles vorbei! Meine Vagina war so groß, darin hätte ich Mexikaner über die Grenze schmuggeln können."
So deftig und ab und an unter der Gürtellinie -Baby on board- auch daherkommt, so liebenswürdig, charmant und gut gespielt ist Herzlingers Film ebenfalls. Heather Graham, Jerry O'Conell, Lara Flynn Boyle und John Corbet spielen die abgedrehten Paare mit absoluter Klasse. Da bleibt kein Auge trocken. -Baby on board- beginnt etwas verhalten, steigert sich dann aber beachtlich.
Mein Fazit: Auch wenn Herzlinger kein Klischee auslässt, die Story alles andere als neu ist und es hier und da vielleicht ein bisschen wüst zugeht, mir hat -Baby on board- sehr gut gefallen. Es sind vor allem diese Szenen, wenn z.B. Mrs. Jenkins ihrem Mann die Glatze leckt oder die Pointe mit dem Arzt Dr.Bob, die mich vor Lachen fast vom Sofa fallen ließen. Schauen sie sich den Spaß einfach mal an und entscheiden sie dann, wie ihnen dieser Parforce-Schwangerschaftsritt gefällt.