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Babel
 
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Babel

Brad Pitt , Cate Blanchett , Alejandro González Iñárritu    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (115 Kundenrezensionen)
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Rezensionen

Amazon.de

Brillant konzipiert, herausragend inszeniert und wundervoll geschauspielert ist Babel unbestreitbar einer der besten Filme des Jahres 2006. Regisseur Alejandro Gonzáles Inárritu und sein Co-Autor Guillermo Arriaga (die zwei arbeiteten auch schon bei Amores Perros und 21 Gramm zusammen) weben die unterschiedlichen Fäden ihrer Geschichte zu einem fein gesponnenen Ganzen zusammen, bei dem es nur scheinbar um grundverschiedene Menschen geht, die nichts miteinander zu tun haben: Ein amerikanisches Ehepaar (Brad Pitt und Cate Blanchett) wird während eines Urlaubs in Marokko zum Mittelpunkt eines internationalen Zwischenfalls, der die Familie eines armen ortsansässigen Bauern (Mustapha Rachidi) zu zerreißen droht. Ein kalifornisches Kindermädchen (Adriana Barraza), deren Arbeitgeber nicht rechtzeitig zurückkommen können, trifft die folgenschwere Entscheidung, ihre beiden kleinen Schützlinge mit nach Mexiko zur Hochzeit ihres Sohnes zu nehmen. Und ein taubstummes japanisches Teenie-Mädchen (die außergewöhnliche Rinko Kikuchi) versucht nach dem tragischen Tod ihrer Mutter mit ihrem Verhältnis zu ihrem Vater und der Welt im Allgemeinen klar zu kommen.

Es ist vielleicht nicht überraschend oder besonders originell, dass ein Gewehr das Verbindungsglied zwischen all diesen Menschen und ihren Geschichten ist. Doch Babel ist nicht bloß ein Film über Gewalt und ihre tragischen Konsequenzen. Es geht hier um Kommunikation, und ganz besonders das Fehlen davon – sowohl zwischen den Kulturen, indem Themen wie Terrorismus und Immigration behandelt werden, als auch innerhalb einer Kultur, wo Ehemänner nicht richtig mit ihren Frauen reden können und Eltern ihre Kinder nicht verstehen. Inárritus handwerklicher Umgang mit seinem Medium ist in Bild und Ton meisterhaft. Die Kameraarbeit ist mal zurückhaltend, mal sprüht sie vor kinetischer Energie; die Musik passt stets hervorragend zu den Szenen; der Schnitt ist dicht aber nicht verwirrend, und so füllt sich der Film (immerhin mit einer beachtlichen Lauflänge von 143 Minuten) mit einer ganzen Reihe von unvergesslichen Momenten. Viele davon sind karg und trostlos, und kaum jemand wird behaupten, dass dies alles zu einem “Happy End” führt, aber dennoch gibt es am Schluss ein Gefühl der Versöhnung, vielleicht sogar mit guten Vorsätzen. “Wenn du verstanden werden willst ... hör zu", so sagt die Werbezeile des Films. Und wenn du einen Film willst, der dich zum Nachdenken anregt, dann ist Babel unverzichtbar. -- Sam Graham

Movieman.de

Das Episodendrama reizt nicht nur durch sein herausragendes Cast (Cate Blanchett, Brad Pitt, Gael Garcia Bernal), auch Regisseur Alejandro González Iñárritu ist ein Garant für anspruchsvolles wie markantes Kino, das man auch mit "Babel" wieder vorfindet. Die Verstrickung der Geschichten wird meisterhaft vollführt und die Charaktere werden so lebensnah wie außergewöhnlich inszeniert, dass man gar nicht anders kann als staunen. Dabei handelt es sich natürlich um keine gewöhnlichen Ereignisse. Die Tragik der Schicksale ist so tiefgründig wie die vermeintlichen kulturellen Unterschiede der Protagonisten und Handlungsorte. Hinzu kommen eine imposante Bildsprache und nicht zuletzt hervorragende Darstellerleistungen, die sich nicht bloß auf die Stars unter den Mitwirkenden beschränken. Wieder einmal ein Meisterwerk, Hut ab Herr Iñárritu.

Moviemans Kommentar zur DVD: Wenn die Disc auch optisch ein wenig mehr drauf haben könnte, so vermag sie dies doch akustisch wieder auszugleichen, indem sie eine riesige Bandbreite an Stimmungen durch einen äußerst atmosphärischen Soundtrack und eine Vielzahl an unterschiedlichen Sprach- und Kulissensignalen transportiert. Auch die Extras erschlagen geradezu durch ihre Vielfalt. Toll!

Bild: Im Detail und im Sonnenlicht und in guter Ausleuchtung präsentiert sich das Bild, welches in naturgerechten Farben angelegt ist, hoch auflösend (Gesicht, 00:46:20). Lediglich in Innenräumen könnte die Farbpalette ein wenig mehr Strahlkraft beinhalten (stumpfe Farben des Kinderzimmers, 00:11:37). Hier stellt sich auch ein Schärfeproblem dar, denn auch schon auf weniger Distanz lösen sich hin und wieder Gesichter leicht auf (Kindergesichter rechts und links, 00:12:45). Auch macht sich in dunkleren Innenräumen schon mal leichtes Rauschen auf helleren Wänden breit (hellblaue Tapete, 00:11:48). Artefakte wie Grieseln oder Pixelbildungen bleiben leider nicht aus. Die Bildwerte sind sehr wechselhaft angelegt, könnten insgesamt aber deutlich besser ausfallen.

Ton: Der akustische Part der DVD bietet sowohl leise, fein abgestimmte Passagen als auch krachende Effekte und einen bisweilen sehr dicht bepackten Soundtrack. Der Abwechslungsreichtum ist enorm und durch die diversen Sprachen wird auch stimmlich eine große Vielfalt geboten. Deshalb ist es auch nicht sonderlich ausschlaggebend, ob man sich Original oder Synchronisation ansieht. Kulissengeräusche werden pointiert ausgespielt und dabei kaum der Hintergrund vergessen, so dass stets eine tiefe und erfüllende Räumlichkeit gewährleistet ist (Musik, 01:08:02).

Extras: Auf der Hauptdisc befindet sich eine Trailershow. Die eigentlichen Extras kommen mit DVD 2 und gestalten sich folgendermaßen: Neben „Common Ground: Under Construction Notes“, einem Making Of (87:45 Min.), das sich dem Titel des Filmes, dem Casting und den verschiedenen Sets widmet, gibt’s ein Interview mit Regisseur Alejandro González Inárritu (8:34 Min.), eine B-Roll mit Aufnahmen aus Marokko, Mexiko und Japan (16:57 Min.) sowie Featurettes „zu allen drei Ländern (11:46 Min.) und den jeweiligen Drehorten. --movieman.de

VideoMarkt

Im Hinterland Marokkos fällt ein Schuss, abgefeuert von einem Hirtenjungen. Die Kugel durchschlägt die Scheibe eines Reisebusses, in dem ein kalifornisches Ehepaar sitzt. Schwer getroffen sinkt die Frau zusammen. In Mexiko schmuggelt derweilen ihre Nanny deren zwei Kinder über die Grenze, während im fernen Tokio ein stummes Teenager-Mädchen heftig gegen ihren Vater rebelliert. Der hatte einst nach Beendigung des Wüstenurlaub ein altes Gewehr an seinen einheimischen Jagdführer verschenkt.

Video.de

Wie immer beim Mexikaner Alejandro González Iñárritu ("21 Gramm") sind Glück und Unglück, Freud und Leid genauso untrennbar miteinander verbunden wie Leben und Tod. Dieses Wechselspiel thematisiert er nun auch in seinem in Cannes mit dem Regiepreis ausgezeichneten Werk, dem Abschluss seiner Trilogie über Zufall und Schicksal, Ursache und Wirkung, Schuld und Sühne. Ein visionärer Film mit unkonventioneller Bildsprache, handverlesen besetzt und hyperrealistisch inszeniert. Ein veritables Arthouse-Juwel.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Ensembledrama über vier Gruppen von Menschen, deren Leben vom selben Gewehrschuss für immer verändert wird, ohne dass sie einander jemals treffen.

Stern

Alfonso Cuaróns?Zukunftsszenario "Children of Men", Guillermo del Toros?Anti-Kriegs-Fantasy "Pans Labyrinth" und „Babel“, dieses grandiose?Ensemblestück von Alejandro González Iñárritu - Viva Mächiko!??Das hat in den vergangenen Jahren wohl kein Land geschafft: gleich drei Regisseure hervorzubringen, die mit ihren visuellen und erzählerischen Ideen das internationale Kino so beeindruckend aufgemischt haben. Die drei sind beste Kumpels und beraten sich stets gegenseitig. Was auch nicht immer hinhaut:??"Alejandro hat zwei Stunden versucht, mir `Blade 2` auszureden", verrät del Toro. Vergebens.??Aber jeder hat mal einen schlechten Tag. --Bernd Teichmann

Kurzbeschreibung

Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben ...

Produktbeschreibungen

Universum Film Babel, USK/FSK: 16+ VÃ--Datum: 06.08.07
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