Produktinformation
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Es ist vielleicht nicht überraschend oder besonders originell, dass ein Gewehr das Verbindungsglied zwischen all diesen Menschen und ihren Geschichten ist. Doch Babel ist nicht bloß ein Film über Gewalt und ihre tragischen Konsequenzen. Es geht hier um Kommunikation, und ganz besonders das Fehlen davon sowohl zwischen den Kulturen, indem Themen wie Terrorismus und Immigration behandelt werden, als auch innerhalb einer Kultur, wo Ehemänner nicht richtig mit ihren Frauen reden können und Eltern ihre Kinder nicht verstehen. Inárritus handwerklicher Umgang mit seinem Medium ist in Bild und Ton meisterhaft. Die Kameraarbeit ist mal zurückhaltend, mal sprüht sie vor kinetischer Energie; die Musik passt stets hervorragend zu den Szenen; der Schnitt ist dicht aber nicht verwirrend, und so füllt sich der Film (immerhin mit einer beachtlichen Lauflänge von 143 Minuten) mit einer ganzen Reihe von unvergesslichen Momenten. Viele davon sind karg und trostlos, und kaum jemand wird behaupten, dass dies alles zu einem Happy End führt, aber dennoch gibt es am Schluss ein Gefühl der Versöhnung, vielleicht sogar mit guten Vorsätzen. Wenn du verstanden werden willst ... hör zu", so sagt die Werbezeile des Films. Und wenn du einen Film willst, der dich zum Nachdenken anregt, dann ist Babel unverzichtbar. -- Sam Graham
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Das Ende einer Trilogie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
"Der Herr zerstreute sie von dort aus über die ganze Erde und sie hörten auf, an der Stadt zu bauen. Darum nannte man die Stadt Babel, denn dort hat der Herr die Sprache aller Welt verwirrt, und von dort aus hat er die Menschen über die ganze Erde zerstreut." (Genesis 11, 5-6)
So endet also die Trilogie des Regisseurs Alejandro González Iñárritu... Babel erzählt 4 Geschichten, welche im 1. Moment nichts miteinander zutun haben. Doch im Laufe des Filmes klärt sich ein Rätsel nach dem anderen und man erfährt das große Ganze. Es erzählt jedoch auch die Geschichte des Unverständnisses das die Menschen sich gegenseitig zeigen. Sie verstehen sich nicht mehr, und dies ergibt auch den Titel dieses Filmes. Ich will aber in dieser Rezension nicht auf die Geschichte des Filmes eingehen, sondern darauf, dass Babel einer der besten Filme 2006 war, wenn nicht sogar der Beste (aus meiner Sicht). Denn diese Erzählweise die Inarritu benutzt ist einfach nur Klasse und zieht den Zuschauer in seinen Bann. Doch nicht nur die Erzählweise ist Klasse, sondern auch die ausdrucksstarken Bilder die er sich bedient und die tragischen Momente in diesen Geschichten. Sei es der Diskobesuch der taubstummen Japanerin (die Klasse von Rinko Kikuchi gespielt wird) oder der verzweifelte Kampf des Amerikaners um seine Frau (Brad Pitt und Cate Blanchett). Das sind diese Momente des Filmes die den Zuschauer fesseln und ihn nachdenken lassen, das sind diese Momente die diesen Film zu etwas besonderem machen, aber das sind auch diese Momente diese Trilogie auszeichnen. Jedem dem Babel gefällt, wird auch 21 Gramm und Amores Perros gefallen und natürlich gilt auch der Umkehrschluss. Alles in allem muss man aber sagen, dass Babel, obwohl er ein super Film ist meiner Einschätzung nach nicht an die Vorgänger heranreicht, da diese diese Knotenpunkte zwischen den Geschichten eindringlicher gestaltet haben und die Geschichte dort mehr eine Einheit darstellte... Trotzdem von mir eine klare Kaufempfehlung :) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Großes, packendes und gefühlvolles Meisterwerk,
Von
Rezension bezieht sich auf: Babel (Deluxe Steelbook) [Deluxe Edition] [2 DVDs] (DVD)
Es gibt Filme, deren emotionalem Sog man sich kaum entziehen kann. Filme, die einen aufrütteln und nicht mehr loslassen.
"Babel" ist ein solcher Film. Nach "Amores Perros" und "21 Gramm" erschafft der mexikanische Regiekünstler Alejandro González Inárritu sein Meisterstück. Mit diesem Film vollendet der Filmemacher seine Trilogie über Schuld, Sühne, Schicksal und Zufall. Doch während seine ersten beiden Werke, die ohnehin schon zu den faszinierendsten dieses Jahrzehnts gehören, noch kleinere Schönheitsfehler aufwiesen, erweist sich "Babel" nun als prinzipiell vollkommenes Werk. Es kommt nur wirklich selten vor, dass man als Zuschauer von einer Geschichte vom ersten Moment an so fasziniert ist und somit über die gesamte Laufzeit emotional völlig involviert bleibt. Inárritu gelingt dieses Kunststück. Die episodenhafte Struktur hat der Regisseur auch schon in seinen vorigen Werken angewandt. An und für sich ist diese Art des Filmemachens gewiss nichts neues, denkt man da beispielsweise an Tarantinos Filme, vor allem natürlich "Pulp Fiction" oder auch an die von Robert Altman ("Short Cuts") und Paul Thomas Anderson ("Magnolia"). Doch nicht nur, dass einzig und allein echte Meister diese Technik beherrschen, führt Inárritu diesen Stil auf eine neue Ebene. "Babel" umfasst die miteinander verwobenen Schicksale verschiedener Menschen über den gesamten Globus verteilt. Zugrunde liegt dieser wie auch schon in "21 Gramm" nicht chronologischer Struktur die Theorie des Schmetterlingseffekts. In diesem Fall ist es der versehentlich ausgelöste Schuss aus einem Gewehr zweier marokkanischer Hirtenjungen, der eine amerikanische Touristin (Cate Blanchett) trifft. Diese ungewollte Tat löst eine Kette dramatischer Auswirkungen auf drei verschiedenen Kontinenten aus. Inárritu schafft es ohne Zweifel auf meisterhafte Weise, diese heikle Geschichte nicht nur plausibel, sondern auch emotional dicht und extrem intensiv zu erzählen. Ihm gelingt es, Emotionen für das Publikum wirklich spürbar zu machen. Der häufig dokumentarisch wirkende Inszenierungsstil wirkt spontan und ungemein direkt, sodass der Zuschauer wirklich voll und ganz bei der Sache ist. Die Atmosphäre der jeweiligen Länder, so unterschiedlich wirkenden Länder kann man so fast schon schmecken. Kameramann Rodrigo Prieto, der wohl zu den besten seiner Zunft gehört, erschafft diese Bilder mit unglaublicher, fast schon selbstverständlich scheinender Bravour. Inárritu drehte "Babel" über die Zeitspanne von ganzen 101 Tagen, sicherlich ein enorm ambitioniertes Unterfangen, das die Crew immer wieder vor logistische Probleme stellte. Teilweise ohne Dreherlaubnis (Tokio) und mit Laiendarstellern gefilmt, ist es erstaunlich, wie Inárritu all diesen Problemen trotzte und gemeinsam mit seinem Cutter einen großartigen Film formte. Sein Stil führt zudem stets zu Höchstleistungen der Darsteller. Besonders Entdeckung Rinko Kikuchi brilliert als stummer Teenager in der Japan-Episode. Ihre Darstellung wirkt so authentisch und gefühlvoll, dass der Zuschauer keinen Moment an ihrer Behinderung und an ihren Gefühlen zweifelt. Ihr gehört auch der ungemein kraftvolle Schluss des Films, der den Zuschauer sprachlos und wie gelähmt zurücklässt. Ach Brad Pitt beweist eindrucksvoll mit seiner gewagten Performance, dass er ein wirklich außergewöhnlich talentierter und nuancierter Darsteller ist. "Babel", der 2007 für sieben Oscars nominiert und schließlich nur die Auszeichnung für die beste Musik von Gustavo Santaolalla gewinnen konnte, ist einer der wirklich großen Filme der letzten Jahre, ein auch politisch brisantes Werk, das in schlechten Zeiten eine Botschaft der Hoffnung vermittelt und das Publikum so aufs Tiefste berührt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wir sind alle vernetzt miteinander...,
Von Tom Netzer (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Babel (DVD)
Babel hat mich noch lange nach dem abendlichen Anschauen beschäftigt.Der Film gehört sicher nicht zu der Kategorie feierabendlichen-Unterhaltungskinos,in ihm stecken viele Aussagen.
Mit einer geschickt inszenierten Handlungsaufteilung, die erst im Laufe des Filmes den Gesamtkontext ergibt,erreicht Babel Spannung. Die Handlung an sich ,ist aufgeteilt in das Schicksal verschiedener Menschen,die mit kulturellen, wirtschaftlichen und vor allem zwischenmenschlichen Problemen zu kämpfen haben.Ein amerikanisches Ehepaar befindet sich auf einer Reise in Marokko( Brad Pitt und Cate Blanchet).Ihre Ehe ist zerrüttet, wie die weite Wüste,in der sie mit einem Reiseunternehmen,jene Bustour starten, auf der eine Gewehrkugel die Fensterscheibe durchschlägt.Die Ehefrau wird dabei lebensgefährlich verletzt. Zwei Jungen haben diesen Schuss ausgelöst,beim Testen ihres Gewehres,mit dem sie die Ziegenherde des Vaters vor Schakalen bewachen sollten. Parallel dazu,wird das Kindermädchen,des amerikanischen Ehepaares in eine schwierige Lage gebracht.Eine Hochzeit,der in Mexico beheimateten Familie findet statt,dabei müssen die Kinder mit über die Grenze von Kalifornien zu Mexico genommen werden.Ein dritter Handlungsstrang findet auf der anderen Seite der Erdkugel statt.In Japan,lebt ein gehörloses,pubertierendes Mädchen,alleine,nach dem Tod der Mutter,mit dem Vater zusammen.Der Vater ,ein Grossunternehmer hat kaum Zeit für das Mädchen. Die dargestellten Charaktere setzen sich also aus den unterschiedlichsten Menschen,an so verschiedenen Orten und in gänzlich anderen Lebenssituationen zusammen.Doch, sie sind verbunden ,vernetzt durch das Gewehr, den Schuss,durch eine spontane Situation.Hier fiel mir das Sinnbild des Schmetterlinges ein,der auf der anderen Seite der Erde ein Erdbeben auslöst. Die Bildsprache des Films ist beeindruckend. Auf der einen Seite sehen wir eine karge Wüstenlandschaft,in der die Menschen früh altern und Kinder schon mit vielzuviel Verantwortung konfrontriert werden.Demgegenüber steht eine eher künstliche,dichtbevölkerte Metropole,in der eine permanente Reizüberflutung und Oberflächlichkeit herrscht.Eine Kultur, die befremdlich wirkt.Die Szenerie in Mexico ist eher amerikanisch,mit ihrer Justiz,dem Umgang mit Ein und Auswanderung an der Grenze. Jede Person trägt in Babel ein Schicksal,ein Lebensproblem, auf eigene Weise .Menschliches Leid wird hier auf verschiedensten Ebenen deutlich. Die leidtragenden sind die Kinder, die mit den Problemen der Erwachsenen nicht umgehen können und so desorientiert werden. Babel, ein Film mit einerseits Starbesetzung und auch unbekannten Darstellern. Die Ereignisse rund um den Globus wurden in ihrer jeweiligen Kultur vernetzt,zu einem Geschehen, das erst in den letzen Filmminuten zusammenläuft. Untertitel ersetzen die Synchronisierung zum Teil, um den Charakter der Landeskultur zu wahren. Herausragend empfand ich die Darstellung,der Erlebenswelt,des gehörlosen Mädchens. Hier wurde der Ton zum Teil weggenommen,und wir als Zuschauer,erleben die Situation quasi auch gehörlos.Nur ein dumpfes Rauschen bleibt,wie der Blutstrom im Innenohr. Dieser Film erhält in meiner Bewertung alle fünf Sterne. Ich empfehle ihn aber nicht,um abends abzuschalten und danach in Ruhe den Tag zu beenden. Mich hat er beschäftigt. Ein Meisterwerk. Tom Netzer Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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