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Babbitt. Roman
 
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Babbitt. Roman [Taschenbuch]

Sinclair Lewis , Daisy Brody
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 519 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: N.-A. (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499136368
  • ISBN-13: 978-3499136368
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 624.441 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Babbitt
OT Babbitt OA 1922 DE 1925Form Roman Epoche Moderne
1926 sorgte Sinclair Lewis für einen damals beispiellosen Skandal: Als ihm der Pulitzerpreis für Dr. med. Arrowsmith (1925) zugesprochen wurde, lehnte er diesen ab; er hatte ihn für Babbitt erwartet, nachdem er bereits zuvor mit Main Street (1920) am Veto des Stiftungskuratoriums gescheitert war.
Entstehung: Geschult am Journalismus, setzte Lewis die Tradition des »muckracking« – einem auf die Kritik an politischen, wirtschaftlichen und sozialen Missständen gerichteten Enthüllungsjournalismus – fort; Lewis arbeitete allerdings mit subtileren Mitteln als etwa sein Zeitgenosse Upton R Sinclair und sezierte statt der proletarischen die bürgerliche Welt. Dem Schreiben ging eine gründliche Recherche in der Geschäftswelt voraus, ein Verfahren, das Lewis auch bei späteren Romanen anwandte. Besonders die exakte Wiedergabe der jeweils typischen Sprache wurde zum Stilmittel, um verschiedene Schichten und Berufsgruppen zu kennzeichnen und zu entlarven.
Aufbau: Die ersten sieben Kapitel, etwa ein Viertel des Romans, schildern bis in die kleinsten Details hinein einen einzigen typischen Tag im Leben Babbitts vom Aufstehen bis zum Schlafengehen und machen den Leser mit dessen zuweilen manisch anmutenden Gewohnheiten und Anschauungen bekannt. Dieser Teil endet mit einer Collage aus Szenen, die sich gleichzeitig anderswo abspielen – eine Technik, die John R Dos Passos wenig später zum Erzählprinzip seiner Trilogie U.S.A. (1930–36) erhob – und die Figur Babbitt in einen universellen Rahmen stellen. In den folgenden zwölf Kapiteln wird Babbitts Porträt durch weitere Situationen (Dinnerparty, Angelausflug etc.) präzisiert, bevor die eigentliche dramatische Handlung im letzten Drittel des Romans einsetzt.
Inhalt: Der monotone Alltag des konformistischen, ganz auf Konsum, Karriere und Fortschritt fixierten Spießbürgers George F. Babbitt, 46, Vater von drei Kindern und Immobilienmakler in der fiktiven Industriestadt Zenith, Winnemac, beginnt an jenem Februartag des Jahres 1921 aus den Fugen zu geraten, als er während einer Geschäftsreise in Chicago zufällig seinen besten Freund Paul Riesling beim Fremdgehen ertappt. Wenig später versucht Paul seine eigene Frau, deren zänkisches Wesen er nicht länger ertragen kann, zu erschießen und kommt ins Gefängnis. Babbitts Welt, »die ohne Paul für ihn bedeutungslos geworden war«, bricht zusammen. Er rebelliert gegen die Enge seines bisherigen Lebens, indem er seine Frau Myra betrügt; er vernachlässigt Freunde und Geschäft und verkommt zusehends. Doch der bald bereute Ausbruchsversuch ist nur von kurzer Dauer. Als Myra erkrankt, kehrt er in sein altes Leben zurück und alles ist wieder so, wie es immer war.
Wirkung: Lewis wurde aufgrund der minutiösen Milieuschilderung in seiner Prosa als »größter Romanfotograf Amerikas« bezeichnet; babbitt ging als Synonym für den »selbstzufriedenen Spießer« in den Sprachgebrauch ein. Die Verleihung des Nobelpreises an Lewis empörte weite Teile der US-amerikanischen Öffentlichkeit. In Europa haben die Übersetzungen seiner Werke erheblich zu einer kritisch-distanzierten Sichtweise der USA beigetragen. Später gab John R Updike dem Antihelden seiner Rabbit-Tetralogie (1960–90) in Anspielung auf dessen Prototyp den Spitznamen »Rabbit«. A. C. K.

Kurzbeschreibung

Der monotone Alltag des konformistischen, ganz auf Konsum, Karriere und Fortschritt fixierten Spiessbürgers George F. Babbitt, 46, Vater von drei Kindern und Immobilienmakler in der fiktiven Industriestadt Zenith, Winnemac, beginnt an jenem Februartag des Jahres 1921 aus den Fugen zu geraten, als er während einer Geschäftsreise in Chicago zufällig seinen besten Freund Paul Riesling beim Fremdgehen ertappt. Wenig später versucht Paul seine eigene Frau, deren zänkisches Wesen er nicht länger ertragen kann, zu erschiessen und kommt ins Gefängnis. Babbitts Welt, >>die ohne Paul für ihn bedeutungslos geworden war<<, bricht zusammen. Er rebelliert gegen die Enge seines bisherigen Lebens, indem er seine Frau Myra betrügt; er vernachlässigt Freunde und Geschäft und verkommt zusehends. Doch der bald bereute Ausbruchsversuch ist nur von kurzer Dauer. Als Myra erkrankt, kehrt er in sein altes Leben zurück und alles ist wieder so, wie es immer war.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Anfang der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts spielt dieser Roman, in dem imaginären Industriestädtchen Zenith in den USA. Es ist die Geschichte des halbgebildeten Babbitt, der eines Tages beschließt, seinem Gefühl der Unzufriedenheit nachzugeben und aus seinem geordneten Leben auszubrechen. Zwar wird er selber am Ende scheitern, doch in seinem Sohn sind Ansätze des Rebellen zu erkennen, der zu sein Babbitt nie den Mut hatte. Man braucht viel Zeit, um diesen Roman zu lesen. Man muss endlose Seiten überwinden und sich auf den Tagesablauf des George F. Babbitt einlassen, um die Tragweite seiner Entscheidung zu erfassen, seinem Drang nach Freiheit nachzugeben. Dieser Roman ist nicht nur die manchmal satirisch-ironische Darstellung des Spießertums in den USA, das zwischen Geschäft und Kirche existiert. Es ist auch die Geschichte einer tragischen Persönlichkeit, die sich ungewollt in Konventionen verstricken muss, um in der kapitalistischen Welt überleben zu können. Lewis gelingt eine gekonnte und bis ins kleinste Detail stimmige Darstellung des amerikanischen Mittelstandes. Leider bedient er sich dabei mitunter Handlungssträngen, die lächerlich wirken, wenn er sich zum Beispiel lang und breit über die abfälligen meinungen höher gestellter Personen über Babbitt auslässt und Babbitt anschließend exakt das Selbe über niedriger gestellte Personen sagen lässt. Das sind überflüssige Kunstgriffe. Lewis hatte gehofft, für diesen Roman den Pulitzerpreis zu bekommen. Er bekam ihn nicht und war sauer. Zu unrecht, wie ich finde. Es gibt deutlich bessere Romane von diesem Autor. Trotzdem ist auch dieser ein Roman, den man lesen sollte, wenn man das Wesen des reichen Durchschnitts-Uncle-sams ein wenig besser erfassen möchte.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Ein Klassiker, der ungeheuer amüsant und mit sehr feinem Gespür für mittelstandsbürgerliche Denkungsart einen amerikanischen Mann in den besten Jahren und seine Stadt beschreibt. Geschrieben in den Zwanzigern, hat es für mich ungeheure Aktualität. Oft dachte ich, dass sich die Dinge nicht verändern, besonders die, die "mann" tief in sich herumträgt. Ein Muss für den midlifecrisis-geplagten Familienvater, der noch über sich selbst lachen kann und will. Herrlich!
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viel zu langatmig 27. Oktober 2003
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Inhaltsangabe klang ja recht interessant und nachdem ich Lewis' "Main Street" verschlungen habe, erhoffte ich mir auch von "Babbitt" vergnügliche Lesestunden. Doch leider weit gefehlt: Der Roman kommt derart langsam in die Gänge, dass mir nach 1/3 die Luft raus ausging. Sorry, doch wenn ein Buch so lange braucht die Handlung aufzubauen, ist mir das nur ein Stern wert.
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