Für diessen Film erhielt Schweighöfer den Preis im Fernsehfilmfest Baden Baden von 2004.
Er stammt aus der Reihe der Theather-Edition des ZDF Theatherkanals wie z.B auch die Neufassung von Peer Gynt mit Robert Stadlober oder Kabale und Liebe.
Uwe Janson setzt Baal in die Neuzeit wie im Brecht-Drama versucht der junge Baal sich als Dichter und Musiker durchzuschlagen ohne jedoch in der Gesellschaft wirklich Fuß zu fassen.
Das besondere am Film ist, dass alle Dialoge Original aus Brechts Baal stammen. Dabei wirkt nichts künstlich oder aufgesetzt da die Konflikte denen sich Baal ausgesetzt sieht auch in der heutigen Zeit bestand haben. Im Gegensatz zum Hörbuch Baal von M. Schweighöfer werden Brechts Songs vornehmlich von E-Gitarren und Schlagzeug begleitet. Hier bemerkt man die animalische und zornige Seite des Baal besser als in der Hörbuchfassung.
Bereichert wird der Film auch durch herrliche Naturszenen, die Baals einzigartige Bindung zur Welt darstellen.
Dieser Film unerscheidet sich aber von den üblichen Filmen Schweighöfers wie Schiller, Friendship oder auch der Reich Biographie und der Rote Baron. Baal ist wesentlich ernster und triebhafter, sodass das Bild des symathischen Jungschauspielers ins Wanken geraten könnte. Aber genau das zeichnet einen vielseitigen Schauspieler aus.
Für mich ist das der beste Schweighöfer Film bis heute.