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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Innovatives Konzept - die Duographie, 22. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Baader und Herold. Beschreibung eines Kampfes (Taschenbuch)
Baader und Herold - diese beiden Namen stehen für eines der spannendsten und zugleich dunkelsten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Das Leben von Andreas Baader, einem der führenden Köpfe der Roten Armee Fraktion (raf), und Horst Herold, dem Chef des BKA, bildet genug spannenden Stoff für mindestens ein Buch. Gerade die vergleichende Gegenüberstellung macht dieses Buch jedoch so unvergleichlich intereessant. Durch die Beschreibung des Lebenswegs dieser beiden Protagonisten des deutschen Herbst wird schnell klar, dass sich die unversöhnlichen Feinde so unähnlich gar nicht waren. Es kommt einem schon bald der Verdacht, dass nur Zufälle den einen in den Untergrund trieben und den anderen sich zur Verteidigung der Staatsmacht berufen fühlen machten. Dadurch gelingt es der Autorin eine überzeugende Erklärung - wenn auch natürlich nicht Rechtfertigung - für das Abdriften vormals hoffnungsvoller junger Menschen in den Untergrund, zu liefern. Der immer wieder zwischen den beiden Leben hin- und hersrpingende Erzählstil macht dieses Buch so ungeheuer lesenswert. Mit dem neuen Konzept der Duographie ist Dorothea Hause eines der wenigen wirklich uneingeschränkt zu empfehlenden Werke über die Entstehung und die Geschichte des deutschen Herbst und der raf gelungen. Und die günstige Taschenbuchausgabe ist ein weiterer Grund, sich das Buch zuzulegen.
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4.0 von 5 Sternen
Keine überraschende neuen Fakten, 22. August 2009
Wer Stefan Austs Baader Meinhof Komplex gelesen hat, der wird in diesem Buch nicht sehr viel Neuigkeiten entdecken. In eine Rezension wird über "unversöhnlichen Feinde" geschrieben. Ich empfand dies im Gelesenen nicht so. Eigentlich kann man fast von gegenseitlichem Respekt sprechen. Aussagen Horst Herolds wie "Eine Frage ist, ob der Terrorismus in seinen Erscheinungsformen in Deutschland, wie aber auch in der ganzen Welt, ein Produkt der Hirne der Täter ist [...] Oder ob der Terrorismus eine Widerspiegelung gewisser gesellschaftlicher Situationen der westlichen Welt ist, dass der Terrorismus gewissermaßen die Probleme reflektiert, die objektiv bestehen." bezeugen eine gewisse Empathie für die erste Generation der RAF. Andererseits wurden Herolds Schriften zur Terrorismusbekämpfung von Baader zur Pflichtlektüre der RAF gemacht. Folgerichtig stimmt wohl auch Herolds Aussage: "Baader war der einzige, der mich jemals richtig verstanden hat. Und ich bin der einzige, der ihn jemals richtig verstanden hat." Und dies obwohl sich beide nie persönlich getroffen haben. Trotzdem ist es interessant zu lesen, dass es in der Tat gewisse Prallelen in beiden Bibliographien gibt. An einer Kreuzung drifteten dann halt die Lebenswege auseinander. Während Baader sich für die Gewalt entschied, entschied sich Herold für den Rechtsstaat mit all seinen objektiven Mängeln. Dies wird im Buch ganz ordentlich herausgearbeitet.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Interessantes Konzept - eine "Duographie", 14. September 1999
Von Ein Kunde
Baader und Herold - diese beiden Namen stehen für eines der spannendsten und zugleich dunkelsten Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Das Leben von Andreas Baader, einem der führenden Köpfe der Roten Armee Fraktion (raf), und Horst Herold, dem Chef des BKA, bildet genug spannenden Stoff für mindestens ein Buch. Gerade die vergleichende Gegenüberstellung macht dieses Buch jedoch so unvergleichlich intereessant. Durch die Beschreibung des Lebenswegs dieser beiden Protagonisten des deutschen Herbst wird schnell klar, dass sich die unversöhnlichen Feinde so unähnlich gar nicht waren. Es kommt einem schon bald der Verdacht, dass nur Zufälle den einen in den Untergrund trieben und den anderen sich zur Verteidigung der Staatsmacht berufen fühlen machten. Dadurch gelingt es der Autorin eine überzeugende Erklärung - wenn auch natürlich nicht Rechtfertigung - für das Abdriften vormals hoffnungsvoller junger Menschen in den Untergrund, zu liefern. Der immer wieder zwischen den beiden Leben hin- und hersrpingende Erzählstil macht dieses Buch so ungeheuer lesenswert. Mit dem neuen Konzept der Duographie ist Dorothea Hause eines der wenigen wirklich uneingeschränkt zu empfehlenden Werke über die Entstehung und die Geschichte des deutschen Herbst und der raf gelungen. Und die günstige Taschenbuchausgabe ist ein weiterer Grund, sich das Buch zuzulegen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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