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BKA. Die Reise nach Beirut. Ein politischer Tatsachenroman.
 
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BKA. Die Reise nach Beirut. Ein politischer Tatsachenroman. [Gebundene Ausgabe]

Dieter Schenk
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: EA, (1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498062433
  • ISBN-13: 978-3498062439
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,6 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 974.214 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dieter Schenk
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Kurzbeschreibung

Ein Rauschgiftfahnder des BKA ger„t in Beirut in die Gewalt von Terroristen. Dieter Schenk, frherer Kriminaldirektor beim Bundeskriminalamt, erz„hlt, minuzi÷s recherchiert, die Geschichte einer Entfhrung und schreibt authentisch ber Karriere und Verzweiflung eines Polizisten im politischen Gestrpp der obersten deutschen Polizeibeh÷rde. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Broschiert
"Der Beamte neigt zu Widerspruch...."
(aus einer Beurteilung)

Der damals 52jährige Autor Dieter Schenk schied aus eigenem Wunsch im Jahre 1989 wegen unüberbrückbarer Gegensätze, insbesondere der Ignoranz des BKA gegenüber Menschenrechtsverletzungen in Folterregimen, aus dem aktiven Dienst als Kriminaldirektor aus. Bereits die Jahre zuvor hatte er das Schreiben als eine Möglichkeit zur Verarbeitung von Konflikten in und mit seinem Beruf genutzt. Als nunmehr freier Publizist veröffentlichte Schenk 1990 sein "BKA. Die Reise nach Beirut", die er als "politischen Tatsachenroman" kryptiert....

....zusammen mit Friedrich Huber, dem Leiter der Terrorismusabteilung beim BKA, gerät Schenks Romanheld und "Alter Ego" Kriminalhauptkommissar Michael Gehrich im Jahre 1989 in die Gewalt einer extremitischen Splittergruppe, die beide neun Monate als Geiseln in Beirut festhält.

Während seiner Gefangenschaft erinnert sich Gehrich an seine zahlreichen Reisen in lateinamerikanische, afrikanische und asiatische Staaten, ebi denen er auf politische Zustände traf, mit denen er sich nicht länger arrangieren kann und will. Unter dem Vorwand, den Demokratisierungsprozess zu fördern werden Millionen in den Aufbau von Polizeiapparaten investiert. Tatsächlich wird dadurch jedoch nur der Polizeiapparat von Diktaturen gestärkt, Militär und Todesschwadrone unterstützt. Nach den Erfahrungen des Protagonisten ist das Bundeskriminalamt an dieser Art von Entwicklungshilfe weltweit beteiligt.
Auch die Kritik feindliche Atmosphäre innerhalb der Behörde lässt gehrich nocheinmal gedenklich passieren. In diesem Klima führt ein alles überragendes Karrieredenken zu einer Anpassung, die schließlich eine vollständigen Verbiegung der Persönlichkeit nach sich zieht. Sozialer Druck und Gruppendynamik erzeugen Law-and-Order-Denken und Kameraderie.
Als besonders schlimm erachtet der Titelheld "eine Bildheit auf dem rechten Auge" (die der Autor später in "Die braunen Wurzeln des BKA: Dokumentationen" und der Biographie "Der Chef. Horst Herold und das BKA." aufgreifen wird.)

Der spannende Roman bietet jedoch nicht nur eine Vielzahl politischer und historischer Hintergründe der ausgehenden 1980er Jahre, sondern zeichnet mit Gehrich und Huber zwei hochdifferenzierte Charaktere, die sich während ihrer Geiselhaft menschlich näher kommen. Gehrich wird mit allen seinen Emotionen,
Wut, Angst, Eifersucht, Hoffung und Verzweiflung pp. zu einer lebendigen Person.
Als Leser hat man mitunter nicht nur Sympathien und Mitgefühl, sondern man meint mitten im Geschen dabei zu sein. Die Diskussionen zwischen Abteilungsleiter und Sachbearbeiter sind mitreißend, das Verhältnis zu ihren Bewachern manchmal angespannt, manchmal gar freundschaftlich. Die in der Gefangenschaft gefundene Sympathie, Nähe und Solidarität der beiden Hauptpersonen, ist verschwindet jedoch sofort nach deren Freilassung in der Deutschen Botschaft von Damaskus, als der Abteilungsleiter in den wieder in den Vordergrund tritt....

Mit "BKA. Die Reise nach Beirut" ist Dieter Schenk, der 2003 von der Humanistischen Union mit dem "Fritz-Bauer-Preis" ausgezeichnet werden sollte, nicht nur ein spannend zu lesender Roman, sondern auch eine kritische und und zum Nachdenken anregende, politische-zeitgeschichtliche Analyse gelungen, die mit 5 Amazonsternen zu bewerten ist.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
unbedingt lesen !! 8. März 2009
Format:Gebundene Ausgabe
'BKA' von Dieter Schenk.

Eher aus Zufall kam ich an das Buch.
Gelegentlich lese ich die Zeitschrift 'Business Crime', die von Prof. Hans See herausgegeben wird und an der Herr Schenk mitarbeitet.
Aus dieser Ecke kommen oft spannende Romane und gute Sachbücher.
Dem Verlag sei gedankt.

Nach dem trockenen Vorwort von Prof. Hans See erwartete ich einen informativen Bericht, geschriebenen mit erhobenem Zeigefinger.
Aber ganz im Gegenteil: Es folgt eine spannende und unterhaltsame Geschichte, die ich keine Minute aus der Hand legen wollte.

Der Protagonist, ehemaliger Polizist und nun Beamter bei BKA, war wegen häufigen Abweichungen von der Linie der Behörde zu einem Bürojob beim BKA verdonnert worden. Als vermeintlichen Kenner des Landes hat es ihn erwischt, den hohen Beamten des BKA (Huber) auf einer Mission nach Beirut zu begleiten. Im Libanon herrscht Bürgerkrieg und diverse Ausländer sitzen in Geiselhaft.

Beide geraten in Gefangenschaft einer radikalen Bewegung.
Mann kennt sich von früher und hat keine besonders guten Erinnerungen daran, muss sich aber miteinander arrangieren.

In Erinnerungen an seine früheren Auslandsreisen als Rauschgiftfahnder berichtet der Erzähler von üblen Polizeimethoden in 'befreundeten' Staaten der 3. Welt. Huber, der Profi, muss sich das alles anhören und äußert dazu seine eigenen Ansichten.
Die Beiden werden von Gefängnis zu Gefängnis verlegt, der Erzähler ist kurz davor, an der Situation seelisch zu zerbrechen.
Natürlich geht die Sache halbwegs gut aus.

Verstöße gegen die Menschenrechte finden im Prinzip in jedem Lande der Welt statt. Da braucht man nur die Zeitung zu lesen, auch die BRD ist davon nicht ausgenommen. Darauf hat Prof. Hans See in vielen seiner Publikationen hingewiesen.

Was für mich das Buch besonders interessant macht:
Die Legitimierung dieser Zustände durch Huber auf der einen Seite und die Haltung Hubers (im Gegensatz der des Erzählers) zu seiner eignen Gefangenschaft: Er hält die gewissermaßen für gerechtfertigt.

Leider hat das Buch, das nicht nur spannend ist, sondern auch sprachlich einige Höhepunkte hat, wenig Verbreitung gefunden.

Herr See sollte bedenken, dass ein zu langes Vorwort den einen oder anderen Leser dazu bringt, das Buch zu früh aus der Hand zu legen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein erschreckendes Buch 25. Dezember 2008
Format:Gebundene Ausgabe
das deutlich zeigt, dass sowohl die deutschen Geheimdienste wie auch die deutschen Regierungen akzptieren dass weltweit gefoltert wird.
Nicht nur, dass Folterregimen weiterhin polizeitechnische "Entwicklungs hilfe" geleistet wird, im Fall der USA werden beide Augen zugedrückt, Hinweisen nicht nachgegangen und deutsche Staatsbürger, die von der CIA verschleppt wurden, im Stich gelassen.
Die Doppelmoral der deutschen Offiziellen wird deutlich; siehe El-Masri, Abdel-Halim Khafagy, Murat Kurnaz.
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