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BKA: Die Jäger des Bösen
 
 
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BKA: Die Jäger des Bösen [Gebundene Ausgabe]

Michael Jürgs
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (8. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570100081
  • ISBN-13: 978-3570100080
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 186.912 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Jürgs
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein ganz faszinierendes Buch" (ZDF Markus Lanz )

„Jürgs ist einer der großen Namen im deutschen Journalismus. Beeindruckende Kriminalliteratur.“ (Tagesspiegel )

"Michael Jürgs nimmt seine Leser mit auf eine reflektierende und manchmal auch hautnahe Reise durch die Schattenwelt“ (Hamburger Abendblatt )

Kurzbeschreibung

Die erste umfassende Darstellung der Arbeit des BKA

Die Jäger des Bösen – die Mitarbeiter des Bundeskriminalamts und ihre Kollegen bei EUROPOL und Scotland Yard – kommen aus allen Berufen. Um das moderne Verbrechen zu besiegen, braucht es nicht nur Ermittler, Zielfahnder, Mobile Einsatzkommandos, sondern Techniker, Wissenschaftler, Psychologen. Im 21. Jahrhundert ist die Organisierte Kriminalität sowohl in der realen Welt als auch in der virtuellen des Internet zu einem globalen Geschäft geworden. Die Kriminellen haben aufgerüstet, aber ebenso die Polizei. Michael Jürgs recherchierte innerhalb und außerhalb des BKA den Wandel von der verstaubten Behörde zur Schaltstelle nationaler und internationaler Ermittlungsarbeit, studierte bei Scotland Yard, wie Verbrechen geographisch erfasst und als »Landkarten des Verbrechens« gestaltet werden, und erfuhr bei EUROPOL, wie Terrorismus, Waffenhandel und Menschenschmuggel über alle Grenzen hinweg bekämpft werden.

Michael Jürgs erhielt als erster Sachbuchautor Zugang ins Innere der Behörde und Einblick in die internationale Form der Verbrechensbekämpfung. Er ist einer der bekanntesten investigativen Journalisten.


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nur bedingt zu empfehlen 24. Juni 2011
Von WM2000
Format:Gebundene Ausgabe
Im folgenden Buch hat der Autor versucht einen Überblick über das Bundeskriminalamt zu geben. Das ist eine sehr schöne Sache, allerdings ist es meiner Meinung nach nicht ganz gelungen.

Das Buch ist durchaus spannend geschrieben, so dass ich es dann auch recht schnell durchgelesen habe. Als erster Überblick über die Arbeit des BKA, Europol und Scotland Yard ist es auch zu empfehlen.

Negativ aufgefallen ist mir jedoch, dass das Buch einen roten Faden vermissen lässt. Es ist zwar in verschiedene Kapitel unterteilt, innerhalb dieser lässt sich aber keine richtige Struktur erkennen. Es liest sich manchmal so, als ob der Autor gerade das geschrieben hat, was ihm eingefallen ist. Das hat den Lesespaß für mich getrübt.

Als ärgerlich habe ich die Sprache empfunden, derer der Autor sich manchmal bedient. So wurden Kriminelle und andere Menschen in einigen Situationen als "Vollidioten", "Dumpfbacken" oder als "hemmungslos verblödet" bezeichnet als auch Konstruktion wie "was zum Teufel..."verwendet, was ja sicherlich auch richtig und in manchen Situationen verständlich sein mag, nur gehört es sich nicht für ein Sachbuch und deutet auf eine Distanzlosigkeit des Autors hin.

Zudem ging mir das redundante Reflektieren über den Berufsstand des Autors, die vierte Gewalt, wie er ihn immer wieder nennt, irgendwann auf die Nerven. Das gleiche gilt für den Fakt, dass er aus irgendeinem Grund immer wieder von der "Firma" oder "Festung" BKA redet.

Im Kapitel über Scotland Yard geht es dann eigentlich nur um "Crime Mapping", was an sich sehr interessant ist. Allerdings scheint es so als hätte der Autor sein gesamtes Wissen zu diesem Sujet von einer zufällig bei Scotland Yard arbeitenden Deutschen erhalten, so dass sich dann auch alles nur um diese Sonderdisziplin dreht.

Ein ganzes Kapitel widmet der Autor Maddy McCann, die 2007 entführt wurde. Da ich mich noch nie mit dem Thema beschäftigt hatte, fand ich es sehr interessant. Was dieses Kapitel aber mit den vorherigen Kapiteln oder dem Buch im Allgemeinen zu tun haben soll, wollte mir nicht so recht einleuchten, da lediglich der Fall mit all seinen Widersprüchen dargelegt wurde, ohne jedoch in das Thema BKA, Europol, Scotland Yard eingebettet zu werden.

Irritiert war ich dann endgültig, als ich mir die Bibliografie angesehen habe. Es scheint als habe der Autor nur Bücher zum Thema Internetkriminalität zu Rate gezogen und einige kriminalistische Fachzeitschriften konsultiert. Für ein Buch mit über 300 Seiten und verschiedenen Themenkomplexen erschien mir das doch irgendwie zu oberflächlich.

Abschließend lässt sich sagen, dass man das Buch gut für eine erste Orientierung verwenden kann, dass der Lesespaß aber immer wieder durch die Art und Weise getrübt wird, wie der Autor seine Recherche in Worte gefasst und wie er die Kapitel zusammmengesetzt hat.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Law and Order in Europa 7. März 2011
Format:Gebundene Ausgabe
"Auch die sogenannten Guten sind gegen das Böse nicht immun. Es lauert in ihnen. Bricht jedoch nie aus. Hoffentlich".

Dieses Zitat aus der Einleitung des Buches zeigt, in Verbindung mit der Eingrenzung des Themas, welchem Duktus Michael Jürgs in seinem neuen Buch folgt. Nicht das moralische oder ethische Verwerfliche ist Ziel der Ermittlungsarbeit länderweiter und teils grenzüberschreitender Ermittlungsarbeit, sondern die Taten sind es. Da, wo aus inneren Haltungen gesetzesbrechende Taten entstehen, dort setzt die Arbeit der kriminalpolizeilichen Dienste an und versucht, die Täter einer systementsprechend gerechten Strafe zuzuführen.

Michael Jürgs, ehemaliger Chefredakteur des Stern und an sich bisher eher dem linken politischen Spektrum zuzuordnen, hat sich der rechtbewahrenden Seite des gesellschaftlichen Lebens zugewandt. Sorgfältig recherchiert führt er auf gut 340 Seiten die moderne Arbeit der Kriminalpolizei vor. Interessanterweise wird schon in der Einleitung deutlich, dass dieser Blick auf die Arbeit der Ermittler Jürgs selber nicht unbeeindruckt und unverändert gelassen hat. Verständlich sicherlich, dass im Zuge seiner Recherchen für ihn immer deutlicher wurde, dass viele der Opfer jener Straftaten "fürs Leben gezeichnet sind". Jürgs verlässt so durchaus hier und da den Status des reinen Beobachters, auch zwischen den Zeilen wird seine zunehmende Hochachtung (zwar verständlich, dennoch aber ein Manko für eine kritische Reportage, das sich ab und bemerkbar macht, wo die Distanz des Journalisten nicht mehr vorhanden zu sein scheint) vor der verwickelten Ermittlungsarbeit und der Motivation der Beamten deutlich.

Eine Arbeit, die sich mittlerweile deutlich von althergebrachten Vorstellungen aus Romanen, Thrillern und Fernsehserien unterscheidet. Digital ist sie geworden, die Verbrecherwelt, jeden Winkel des Web nutzend und digital sind daher ebenso die Verfolgungsmethoden zur Aufdeckung von Straftaten geworden. Beileibe aber nicht nur trockene Erläuterungen zu Dienststunden vor den Rechnern der Dienststellen sind es, die Jürgs dem Leser nahebringt. Vielfältige kriminelle Methoden, Fallbeispiele, Berichte von der "Jagd auf das Böse" fließen in das Buch ein und ergeben so ein erschreckend offenkundiges Bild von einer sich deutlich stärker (und geschickter) kriminalisierenden Gesellschaft mit vielfältigen technischen Möglichkeiten. Den Kernbereich des Buches bilden die deutschen Dienste, BKA und Landespolizei, zurecht ist das BKA im Titel auch groß gedruckt.

Seine Stärken hat das Buch vor allem in der ganz praktischen Veranschaulichung der Arbeit der Ermittler und der Methoden der Kriminellen. Das Kapitel über verdeckte Ermittler, Untersuchungen gegen Rockerbanden und Menschenschmuggler macht dezidiert auf die Kleinteiligkeit der Ermittlungsarbeit und die realen Gefahren für die Ermittler aufmerksam, ebenso treffend wendet sich Jürgs der digitalen Welt in seiner präzisen und lebendiger Sprache zu.

So verbleibt am Ende ein hochinteressanter Einblick in die moderne Welt der sich ausbauenden Kriminalität von allen Seiten her, ein "bekehrter" Journalist, der seine vorhergehenden Vorurteile gegen eine zu breite gesetzliche Ausweitung der Polizeirechte aufgegeben hat und ein Zeugnis für den Leser, dass in Bezug auf Kinderpornographie, Wirtschaftskriminalität und jedweder anderen Form skrupelloser Verbrechen eine Polizei notwendig ist, die alle Möglichkeiten zur Verfügung hat.

Mitsamt einer Prüfung übrigens auch von allzu milden Gerichtsurteilen gerade im Bereich der Kinderpornographie. Dieser Passus zeigt hochgradig die erstaunliche Wendung des Journalisten Michael Jürgs, die aus dem Buch heraus aber allzu verständlich wird. Es ist zudem durchaus der Ehren wert, wenn ein Journalist bereit ist, sich eines anderen belehren zu lassen als seiner vorhergehenden Annahmen. Auch wenn diese Sinnesänderung natürlich in der Bewertung eine persönliche Geschmacksfrage des jeweiligen Lesers sein wird. Sie verdeutlicht aber vor allem, dass Jürgs nicht von vorneherein mit feststehenden Ergebnissen an seine Recherchen gegangen ist und er somit das, was er gesehen hat, durchaus aktuell zu reflektieren verstand. Empfehlenswert.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Martin TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Vorneweg das Lob: Michael Jürgs kann wirklich gut und spannend schreiben. Man merkt dem Buch an, dass hier ein geübter Journalist am Werke war, denn ist ist im Stil einer guten Zeitungsreportage verfasst. Die 350 Seiten sind sehr informativ, aber der Autor erspart uns Ausflüge in die Sprachwelt der Cyber-Experten.
Ausgehend von der Computerisierung des BKA durch den damaligen Präsidenten zu Zeiten der RAF-Rasterfahndung führt Jürgs seine Leser zum heutigen Abwehrkampf der Experten von BKA, Scotland Yard und Europol gegen die kalte Schattenwelt des Internets. Von Menschenhandel, Online-Betrug, Waffengeschäften, Rauschgiftschmuggel bis zur Kinderpornografie reicht die Spannweite krimineller Aktivitäten, wobei Jürgs klarmacht, dass hier neben skripellosen Einzeltätern vor allem die organisierte Kriminalität die Fäden zieht.
Jürgs ermöglicht mit seiner peniblen Recherche einen Einblick in die Arbeit der Ermittler und die Methoden der Kriminellen. Dabei zeigt er die Gefahren von Undercover-Ermittlungen ebenso auf wie die mühseligen, kleinteiligen Ermittlungen in den unübersichtlichen Datenströmen des Internets.

Die wesentliche Erkenntnis von Jürgs aus seinen Recherchen ist, dass sich Deutschland wegen zu großer Liberalität, zu viel Datenschutz und zu lascher Rechtsprechung zum Mekka für Online-kriminelle aller Art wandelt, die hier ungestört ihren Geschäften nachgehen können. Vor allem im Bereich der Kinderpornografie sieht Jürgs hier Schwachstellen in der Gesetzgebung, bei der Überwachung und bei der Rechtsprechung. Da Jürgs, ehemals Chefredakteur des STERN sich jahrelang gegen zuviel staatliche Überwachung augesprochen hat, überrascht diese Ansicht erstmal. Sie macht aber seine Erkenntnisse auch sehr glaubwürdig, denn nichts wirkt mehr als ein Mensch der angesichts der Fakten seine vorherige Meinung ändert.

Diese politische Schlussfolgerung ist jedoch meiner Ansicht nach auch die Schwachstelle des Buches: Jürgs hat sich zu sehr mit seinen Hauptpersonen und deren Arbeit identifiziert und dabei die notwendige journalistische Distanz verloren. Er ist im Agumentationsssystem der Befürworter von Sperren und lückenloser Überwachung im Internet hängengeblieben. Natürlich kann niemand etwas gegen eine konsequente Bekämpfung von Kinderpornos oder der organisierten Kriminalität haben, doch werden die hierfür geschaffenen Instrumente beim BKA dann nur für den ursprünglich gedachten Zweck genutzt ? Wenn man die technischen und rechtlichen Möglichkeiten schafft, um private Computer auszuspähen, wird der Apparat sich auf die Kinderschänder beschränken oder ist irgendwann auch der politisch missliebige Kernkraftgegner im Visier der Fahnder ?
Wer die Geschichte vor allem des Kampfes gegen die RAF kennt, kann diese Frage beantworten. Namen wie der Atomforscher Klaus Traube, der wegen vermeintlicher Nähe zu Terroristen einem großen Lauschangriff unterzogen wurde, sollte auch Michael Jürgs kennen.
Quis custodit custodes? ( Wer bewacht die Wächter? ) war schon im alten Rom die Frage. Wenn einer staatlichen Institution große Gewalt gegeben wird, ihre Bürger zu überwachen, wer kontrolliert die Institution und wie kann man das ?
Diese Frage beantwortet Jürgs leider nicht.
Wer dazu etwas lwissen will, sollte die Bücher von Dieter Schenk zum BKA als Gegenpol zu Jürgs lesen. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

Fazit: Ein hochinteressanter Einblick in die moderne Welt der Kriminalität und ihrer polizeilichen Bekämpfung. Spannend und faktenreich, für jeden Leser ein Gewinn. Nur die politische Schlussfolgerung sollte man dann nicht dem (hier) zu unkritischen Autor überlassen.
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