Funktion 18 hat eine Unmenge von Funktionen, insbesondere zu geometrischen Fragen. Die meisten Konstruktionen sind exotisch und realitätsfern, wird im Schulunterricht nicht gebraucht. Z. B. braucht niemand ein "Voronoi-Diagramm" oder eine "Steiner-Kette" oder ca. 100 andere solcher Figuren.
Dagegen sind die Lösungen der Standardprobleme mit dem Programm nur nach intensiven Suchen, wenn überhaupt, zu finden:
5 Schüler mit guten Leistungen hatte ich gebeten, mit dem Programm Winfkt.18 eine 6seitige Pyramide oder ein 3seitiges Prisma mit vorgegebener Höhe und Seitenfläche das Volumen und die Oberfläche (Mantelfläche) also: geg. a,h , ges.: V, Ao. sowie eine Raumdiagonale nach Vorgabe der 3 Seiten a,b,c eines Quaders zu ermitteln.
Die Lösung hatten wir nach 30 Minuten gefunden, aber eigentlich nur ganz zufällig: Register Stereometrie, Unterprogramm Polyeder, dort die Optionen "Teilprogramme angeben" aktivieren, dann dort "Polyeder" anklicken, und tatsächlich - da stehen die Quader "ganz zufällig" unter 50 besonderen anderen Körpern aufgelistet, u.a. standen dort auch "sechsseitige Pyramide" und "dreiseitiges Prisma", nur hätte man sie dort alle nie erwartet und normalerweise auch nicht gefunden. Ich hatte erwartet, dass ich die Berechnungen im "großen" Eintrag "Quader" bzw. Prisma/Pyramide des Registers "Stereometrie" finden kann. Aber dort ist es nur möglich, die Größen mit Schieberegler ungenau zu variieren, aber die konkreten Vorgabewerte sind da nicht einzugeben und Berechnungen kann man da auch nicht ermitteln.
Ein arithmetisches Algorithmus (Abzählproblem, nach dem Prinzip ein Abzählbarreim mit festgesetzten Anzahl von Silben, z.B. "Ich und du, du und Kuh...und du musst raus") haben wir gefunden, wieder nur zufällig und nach 30 Minuten unter Arithmetik, Unterregister Anwendungen, Unter-Unter-Register Josephus-Problem. Wenn man nicht exakt weiß, unter welchem Stichpunkt man suchen muss, kann man fast unmöglich die gesuchte Anwendung zu finden.
Das ist leztlich der Hauptmangel des Programms: Eine unsystematische und unübersichtliche Menüstruktur. In einer neuen Version müsste die Anordnung der Menüstruktur völlig überarbeitet werden.
Nächster Punkt: Ein Vollgrafik wäre sehr wünschenswert. Mit höherer Auflösung, über 1900*1080 Pixel oder höher, wird ein relativ kleines Fenster dargestellt, das nicht größer zuziehen ist.
Letzter Kritikpunkt: Die winzig kleinen Icons in den oberen Listen sind nicht intuitiv zu erfassen. Die Icons sind klein, nicht mal zweckmäßig und im Look von Windows95 dargestellt. Ich fände es schön, wenn die Icons größer wäre und man den Icons ansehen kann, was sie bedeuten. Orientierung: die Symbole so wie in den Registern von MS-Office ab 2007.
Weitere Idee: Eine Exportfunktion von Ergebnissen nach MS-Word oder MS-Excel oder PDF-Format ("Speichern unter" in docx, xlsx oder pdf-Format), Erweiterung von Finanzmodelle (neues Registermenü) und als Spielvariante würde ich ein Labyrinthspiel wie im berühmten Spiel "winmaze" bekommen, also Labyrinthe nach Zufallsgenerierung, die man ausdrucken kann. Den Lösungsweg kann man auf dem Papier (vielleicht als alternative Beschäftigung in einer langweiligen Mathematikstunde) oder im PC heraustüfteln kann bzw. dass der PC die Lösung selbst berechnet.
positiv: Die Primzahl-Algorithmen und die arithmetischen Analyseprogramme sind hervorragend, ebenso die grafischen Funktionen im Analysisteil, insbesondere für Differential- und Integral-Berechnungen. Ausbaufähig wäre allerdings die rechnerischen und grafischen signifikanten Punkte für dreidimensionale Funktionen (z = f(x,y)), auch grafische und rechnerische Analyse von Lösungen nach Nebenbedingungen, etwa ein Ring, der auf einem Kegelmantel "schief" angeordnet ist.
Positiv ist auch, dass die Anwendungen der früheren separaten Programme (Win-Physik, Ch, Bio, Astro, Inform.) nun in ein einziges Programm integriert wurden.
Schön und nett sind letztlich noch zahlreiche Spiele, u.a. Klassiker wie Mind, Tetris oder Sokoban sowie die Chaos-Spiele (u. a. "Käfer" oder der Klassiker "Hai und Fische"). Man kann viel Zeit verbringen, die Auswirkungen der Population nach der Variation der Parameter zu erforschen.
Auch völlig neue sinnvolle und sehenswerte Funktionen sind zu finden:
- Simulation der Aufgabenlösungen mit mechanischen Hilfsmitteln (Rechenstab, Abakus)
- Konvertierung der Zahlen in 60 exotischen Zahlsystemen (u.a. in Maya-, Runen-, Hyroglyphen, Blinden- und Morse-Schrift, Klingonenschrift) --> Arithmetik, Unterprogramm "Zahlzeichen"
- schriftliches Rechnen: für Schüler, die gar nicht mehr lernen, wie man schriftlich rechnet und nur noch auf dem TR tippen, werden Aufgaben für Multiplikation und Division schriftlich vorgerechnet.