24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vom Lachkrampf zu Melancholie, 18. Juli 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Edna bricht aus (Computerspiel)
Nach überwundenem Grafikschock gab es für mich nur vier Abende, an denen ich mich köstlich amüsiert habe. Für mich als Fan von echten Adventures ein echtes Highlight. An Stellen, bei denen man bei adventures verzweifelt nach einer Lösung sucht, hat sich bei mir die "AMA-Methode" entwickelt. Man versucht Alles Mit Allem zu kombinieren und erhält dann nur vier oder fünf stereotype ablehnende Kommentare an den Kopf geworfen. Das ist hier gänzlich anders und auch der eigentliche Reiz am Spiel. Man kann wirklich alles mit allem ausprobieren und es gibt zum Teil wirklich köstliche Antworten - Man ist wieder selbst Teil des Spieles. Ednas Stimme ist einfach süß und so emotional!
Über technische Mängel sieht man eigentlich automatisch hinweg. Gut, die Musik ist zum Teil zu laut und lässt sich nicht manuell leiser stellen.
Der letzte Teil ist jedoch gänzlich anders gestrickt und man verlässt das Spiel doch in etwas gemischter Stimmung. Sicher, die Story ist stimmig, doch musste sie so enden? Für Kinder ist der letzte Teil wahrlich nicht zu empfehlen.
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65 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ENDLICH, ein Adventure wie man es sich wünscht!, 6. Juni 2008
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Edna bricht aus (Computerspiel)
Ich habe mich schon sehr lange auf dieses Spiel gefreut. Nach all den Entäuschungen der letzten Zeit (Runaway 2, So Blonde usw.) kann man jetzt auch aufatmen. Das kleine Team von Deadalic hat ein unglaublich schönes, wenn auch rustikales ("Verben-Point&Click"), Adventure geschaffen. Das beste ist, dass "Edna bricht aus" auch toll vertont wurde, fast jeder Gegenstand lädt zur Intaraktion ein und wird entsprechend kommentiert, einfach klasse. Der Humor ist auch sehr gelungen, seit Monkey Island 2 hat mich kein Spiel mehr sooo zum Lachen gebracht! Die Rätsel sind bis jetzt fordernd aber immer machbar, freude am Dialog sollte man jedoch mitbringen. Was bei meinen Lobreden nicht vergessen werden sollte ist auf jeden Fall der nicht vorhandene Kopierschutz, der TOP Preis und die SEHR geringen Anforderungen (1Ghz, 512MB RAM, 64MB Grafik und 7GB Festplatte), für heutige Verhältnisse Ultra-Low-End.
Bleibt mir nur noch zu sagen:
Wer Adventures auch nur ansatzweise mag kommt an Edna nicht vorbei!
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45 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Großartiges Retro-Adventure mit ärgerlichen technischen Mängeln, 19. Dezember 2008
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Edna bricht aus (Computerspiel)
Wer Monkey Island mochte, wird in diesem Spiel voll auf seine Kosten kommen: Endlich wieder mal ein echtes Adventure im "alten" Stil, in dem man sich wie anno dazumal auf (durchaus ansprechend) gemalten 2D-Bildschirmen bewegt und Sätze zusammenklickt. An der Story und den Rätseln gibt es nicht viel zu kritisieren: Abgesehen von zwei ziemlich unverschämten und fast unlösbaren Rätseln (WC und Zen) sind alle auftauchenden Problemstellungen logisch, und die liebevolle Detailarbeit, die aufgewandt wurde, um jede auch noch so abwegige Aktion (z.B. "Rede mit Schlüssel") mit eigenen, oft äußerst witzigen Reaktionen der Protagonistin Edna zu vertonen, weiß den Spieler durchweg zu motivieren.
Zumindest für Fans der Monkey-Island-Reihe steckt "Edna bricht aus" mühelos die zahlreichen auf Hochglanz polierten, seelenlosen und glattgeschliffenen Fließbandprodukte der "großen" Spieleschmieden in die Tasche, was umso erstaunlicher ist, wenn man bedenkt, dass es sich dabei ursprünglich nur um eine Diplomarbeit einer Einzelperson handelte.
Was mir allerdings wohl auf ewig ein Rätsel bleiben wird, ist, wie auf der technischen Seite bei einem Spiel, in dessen Handlung und Ideen soviel Herzblut floss, derart heftig geschlampft werden konnte. Wenn die Grafiken auf Papier gemalt und dann eingescannt wurden, warum hat man sie nicht in einer sehr hohen Auflösung gescannt, die dann bei Bedarf immer noch auf niedrigere Auflösungen heruntergerechnet werden kann? 800 mal 600 Punkte waren auf 15-Zoll-Bildschirmen üblich - das ist ein wenig zuviel des Retro-Charme. Auch hätte man sich schon wenigstens für die Protagonistin Edna mehr als 2 oder 3 Animationsstufen bei den doch sehr hölzern wirkenden Bewegungen gewünscht - das konnten schon die LucasArts-Adventures vor ewigen Zeiten besser, und hier kann man eben doch spüren, dass praktisch nur eine einzige Person für die meisten Inhalte des Spiels verantwortlich zeichnet.
Weitaus störender noch sind einige handwerkliche Fehler: Der Vorspann mit den beiden Herstellerlogos lässt sich nicht abbrechen, ich hatte einen Absturz im letzten Drittel des Spiels, und vor allem sind die Lade- und Speicherzeiten unter aller Kanone. Dass ein Spiel, das - vielleicht mit ein paar kleineren Abstrichen bei der Grafik - problemlos auf einem uralten Pentium-100 laufen können müsste, auf einem 3-Ghz-Core 2 Duo mit 8 GB RAM über 20 Sekunden zum Speichern oder auch Laden eines Spielstands braucht und es dabei noch nicht einmal für nötig hält, dem Spieler eine Rückmeldung über den Speicherfortschritt zu geben, so dass dieser den Eindruck gewinnt, das Spiel sei bereits abgestürzt, das ist beim besten Willen nicht einzusehen; umso mehr, als dann statt dem Einbau eines Fortschrittsbalkens einfach in der Readme darauf hingewiesen wird, dass man wegen der langen Lade- und Speicherzeiten ohne Rückmeldung des Systems nicht glauben solle, dass das Spiel abgestürzt sei.
Sorry, liebe Programmierer, Java hin oder her: Ich würde mir doch gern mal ansehen, was für Datenstrukturen Ihr Euch da zusammengefrickelt habt, denn nach meinem Dafürhalten dürfte ein Spielstand höchstens einige KB groß sein. Oder packt Ihr einfach ALLE Objekte in den Serialisierer? Rein theoretisch müssten Speicher- und Ladeoperationen bei den technischen Voraussetzungen der Spielgrafik auf aktuellen Maschinen in Sekundenbruchteilen stattfinden können.
Ein Wechsel per Alt-Tab zu Windows bei laufendem Spiel funktionierte bei mir ebenfalls nicht; auch hier nur ein lapidarer Hinweis in der Readme, anstatt dass das (bekannte) Problem behoben wird. Und wenn man die Texteinblendungen abgeschaltet hat (was angesichts der sehr guten Sprachausgabe ja sinnvoll ist), wird diese Einstellung nicht mit gespeichert - nach dem Laden eines Spielstandes sind die Einblendungen erneut aktiv und müssen wieder abgeschaltet werden. Der Einbau einer solchen Funktion dürfte einen versierten Programmierer weniger als fünf Minuten kosten! Wieso derart offensichtliche Fehler nicht korrigiert wurden, bleibt mir schleierhaft. Zudem habe ich eine Pausefunktion vergeblich gesucht, und in bestimmten Situationen (z.B. Dialoge) lässt sich das Menü nicht öffnen, d.h. das laufende Spiel nicht beenden und kein anderes laden.
Äußerst störend wirkt sich auch aus, dass einige Tonspuren mit stark schwankendem Pegel aufgenommen wurden (vor allem der "König"), so dass die Musik nicht selten die Sprachausgabe übertönt und man kaum noch etwas versteht. Dem hätte man schon durch eine einfache Dynamikkompression und Normalisierung entgegenwirken können.
Zur technischen Seite bleibt also leider festzuhalten, dass das Spiel gnadenlos ineffizient mit Ressourcen umgeht und die Implementierung der Engine laienhaft anmutet. Dem gegenüber steht eine inhaltliche Ausgestaltung des eigentlichen Spieles, die ihresgleichen sucht und langanhaltenden Spielspaß garantiert.
Abschließend sollte nicht unerwähnt bleiben, dass der heitere Tonfall in der ersten Hälfte des Spiels später einer eher melancholisch-düsteren Stimmung weicht, die auch nicht an drastischen Schockeffekten spart - und auch das Ende fällt nicht gerade positiv aus. Mir hat das sehr gefallen, weil es dem Adventure eine enorme emotionale Tiefe verleiht, aber Eltern auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken seien hiermit gewarnt: Trotz der bunten Packungsgestaltung und der - mir unerklärlichen - Freigabe ohne Altersbeschränkung gehört dieses Spiel nicht in Kinderhände. Allerdings besteht ohnehin kaum die Gefahr, dass Kinder die - mitunter recht knackigen - Rätsel lösen und bis zum düstereren Teil des Adventures gelangen, ohne vorher das Interesse an dem doch sehr auf Erwachsene zugeschnittenen Humor und den eloquenten, aber mitunter anspruchsvollen Dialogen (unter anderem liefert sich Edna an einer Stelle einen Wettstreit im Latein-Durchdeklinieren mit einem anderen Charakter) zu verlieren. Alle anderen dürften sich jedoch diebisch freuen über die eingestreuten popkulturellen Referenzen und die Seitenhiebe auf gesellschaftliche Themen wie die "Killerspiel"-Debatte.
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