Die neue CD von B.B. King: Für viele ist sie, wie vielleicht auch die letzten Alben seit Blues from the Bayou ein Dorn im Auge. Zugegeben, sie ist sehr steril aufgenommen, der rauhe, erdige Blueston von früheren Scheiben (man erinnere sich an Live from the Regal oder Live in Japan) fehlt. Allerdings gleichen das die von BB eingeladenen Gäste um ein vielfaches wieder aus. Auch wenn seine Stimme und sein Gitarrenspiel vielleicht nicht mehr so frisch klingen, so stellt sich für viele die Frage: wer kann den schließlich mit 80 Jahren behaupten noch so gute und vielseitige Musik zu machen? B.B. King, die lebende Legende zeigt hier wieder einmal, wie er verschiedenste Musiker in den Bann des Blues ziehen kann und getreu dem Motto: weniger ist mehr kribbelt es bei jedem Ton von Lucille! Dieses Album ist ein weiterer Meilenstein, der Bluesgeschichte schreibt, man muss dieses Album auch nicht mit älteren vergleichen, es ist ein Stück für sich! Der Beale Street Blues Boy bleibt seinen Wurzeln treu, das läßt hoffentlich noch auf weitere Alben und vielleicht sogar noch eine weiter Abschiedstournee in Deutschland hoffen!