Der Amerikanische Bürgerkrieg - auch Sezessionskrieg genannt - bezeichnet den militärischen Kampf zwischen den aus der Union der Vereinigten Staaten ausgetretenen Südstaaten (auch Konföderation genannt) und den in der Union verbliebenen Südstaaten. Ausgang des Konflikts war die wirtschaftliche, soziale und politische Kluft zwischen beiden Staaten. Dies zeigte sich ganz besonders beim Thema der Sklaverei, die der Norden vehement ablehnte und nach und nach schließlich abschaffte. Dieser Prozess war jedoch erst 1965 - mit dem Ende des Krieges - abgeschlossen. Als Sieger aus dem Kampf gingen die fortschrittlicheren Nordstaaten hervor. Und genau dieser Konflikt wird in dieser spannenden Edition hervorragend in Szene gesetzt:
In
Civil War von 2006 wurden drei der bekanntesten und kontroversesten Versionen zum Amerikanischen Bürgerkrieg verfilmt. Die Geschichten stammen aus der Feder des damals sehr populären Journalisten, Schriftsteller und Satiriker Ambrose Bierce (1842-1914). Civil War ist kein typischer Kriegsfilm. Natürlich gibt es Kriegs- und Actionszenen zu sehen, aber zudem ist er sehr gefühlvoll und warmherzig inszeniert. Und er hält sich streng an die historischen Tatsachen. Campbell Scott, der den Ambrose Bierce – den Chroniker der Zeit – spielt, füllt seine Rolle mit großer Menschlichkeit und Würde. Er ist Erzähler und gleichzeitig Vermittler zwischen überlieferter Geschichte und Einzelschicksalen. Die Serie besteht aus drei Teilen:
One Kind of Officer,
Story of a Conscience und
Occurence at Owl Creek Bridge. Der letzte Film basiert auf der wohl berühmtesten Geschichte Bierces . Alle Teile haben die Absicht des Autors zum Inhalt, zu zeigen, was für ein absolut dummes, törichtes und fehlgeleitetes Wesen der Mensch doch ist. Mit dem Krieg als dem schlagkräftigsten Beweis für diese Tatsache. Menschen müssen verrückt sein, wenn sie Krieg führen. Und – es macht Spaß, wie Bierce mit seinem Arbeitgeber und Erzfeind William Randolph Hearst (gespielt von Nathan Darrow) zu diesem Thema immer wieder aneinander gerät. Großartiges Kino, das die Regisseure Don Maxwell und Brian James Egen da auf Zelluloid gebannt haben.
In der Tradition von
Gettysburg und
Gods And Generals kann man
The Last Confederate sehen. Gewaltige und brutale Schlachten zeichnen diesen Film. Und auch das: Eine herzzerreißende Romanze während des Amerikanischen Bürgerkrieges (1861-65): Für Freunde von Filmen wie
Unterwegs nach Cold Mountain,
Glory oder
Vom Winde verweht - dem Hollywood-Klassiker schlechthin (10 Oscars) – ist dieses Movie garantiert das Richtige! Noch heute berührt dieser so genannte
Sezessionskrieg die Gemüter, denn es war der verlustreichste Krieg, der je auf dem Boden der USA ausgefochten wurde. Er forderte mehr US-amerikanische Todesopfer als jeder andere Krieg, an dem das Land im Laufe seiner Geschichte beteiligt war. Und das soll schon einmal etwas heißen, zumal auch noch eigene Landsleute gegeneinander in die Schlacht zogen, um ihr Bild von einem amerikanischen Staat zu verteidigen.
Die Regisseure A. Blaine Miller und Julian Adams nahmen sich 2005 in
The Last Confederate – Kampf um Blut und Ehre dieser amerikanischen Tragödie auf beeindruckende Art und Weise an. Vor allem Julian Adams steckte sein ganzes Herzblut in diesen Film: Das Leben seines Ur-Ur-Großvaters Robert Adams, der in diesem Krieg kämpfte, diente ihm als Vorlage zu
The Last Confederate. Neben der Regie, schrieb er auch das Drehbuch und spielte ebenfalls die Hauptrolle als sein eigener Urahn. Sein verdienter Lohn für soviel Einsatz: Beim Publikum kam die Bürgerkriegs-Romanze hervorragend an. Nicht weniger als zehn Auszeichnungen heimste der Film bei diversen Filmfestivals ein. Was zum einen an der hervorragenden Besetzungsliste mit Alfred Hitchcock-Muse Tippi Hedren (
Die Vögel,
Marnie), Amy Redford (
Manhattan Love Story,
Giving it up) oder Mickey Rooney (
Frühstück bei Tiffany,
Elliot, das Schmunzelmonster) liegt. Zum anderen aber auch an der tragischen und emotionsgeladenen Story: Robert Adams (Julian Adams) ist ein friedfertiger Farmer in den Südstaaten, als er sich in die kluge und freundliche Lehrerin Eveline (Gwendolyn Edwards) aus den Nordstaaten verliebt. Doch das Schicksal meint es nicht gut: Der ausbrechende Bürgerkrieg trennt die beiden Liebenden. Robert muss als Soldat der Südstaaten-Armee in den Krieg ziehen. Hier gilt es vornehmlich sein eigenes Leben zu verteidigen, und außerdem werden die Nordstaatler, die eigenen Landsleute, plötzlich zu erbitterten Feinden. Das stellt seine Liebe zu einer Frau aus dem Norden natürlich auf eine ganz harte Probe. Zudem schlägt das Schicksal unbarmherzig zu. Nachdem er inhaftiert, sein bester Freund getötet und seine Heimatstadt dem Erdboden gleich gemacht wird, hat Robert alles in seinem Leben verloren. Nur die Liebe zu Eveline lässt ihn noch an das Gute glauben. Doch als der Norden unaufhaltsam weiter nach Süden marschiert, muss der stolze Patriot die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen: Gibt er seine Heimat auf oder seine Liebe? Wird er daran schließlich zerbrechen? Der Krieg kennt eigentlich keine Gnade.