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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kaiser in der Zeitenwende,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Bürger-Kaiser: Wilhelm II: Anmerkungen zu Wilhelm II (Gebundene Ausgabe)
Mit Joska Pintschovius' Der Bürgerkaiser Wilhelm II." liegt nun bereits die vierte Neuerscheinung zum 150. Geburtstag Kaiser Wilhelms II. vor. Ähnlich wie Eberhard Straub und Christopher Clarke sieht auch dieser Autor die bisher übliche Dämonisierung und Diffamierung des Kaisers und seiner Epoche als völlig überholt und nicht faktenbasiert an.
Der ideologiebefrachteten Geschichtsschreibung des 20. Jahrhunderts" (Pintschovius) stellt der 1941 geborene Volkskundler und Sozialhistoriker eine solide, gut lesbare, keineswegs unkritische 500-Seitenbiographie entgegen. Sie zeichnet den Monarchen vor allem als modernen, fast bürgerlichen Volkskaiser und konstitutionellen Herrscher, der den Frieden in Europa bewahren wollte und dabei 25 Jahre lang erfolgreich war. Es dominiert die innenpolitische und kulturpolitische Dimension. Detailliert und umfassend schildert der Autor die Vielseitigkeit des Kaisers: Architektur, Wissenschaft, Kunst, Kirchenbauten, selbst Wilhelms Unterstützung der Polarexpeditionen und dessen Interesse an Astronomie sind Thema des Buches, das das Leben Wilhelms II. vor dem Hintergrund der Zeitenwende" des 19./20. Jahrhunderts lebendig erzählt. Sehr lobenswert sind die zahlreichen Zitate aus Reden, Memoiren (Erinnerungen des Kronprinzen Wilhelm", Ereignisse und Gestalten") und anderen Zeitdokumenten, die dem heutigen Leser damit zugänglich sind. Besonders ergiebig sind die Ausführungen zum oft verheerenden kontraproduktiven Einfluß der agitatorischen Verbände und Parteien im kaiserlichen Deutschland, auf die der Monarch gezwungenermaßen Rücksicht nehmen mußte. Der Autor hat sich umfassend durch die Quellen gearbeitet; so werden durchweg viele interessante, heute weitgehend vergessene Tatbestände aufgezeigt, wie z.B. die Ernennung des bürgerlichen Außenseiters Johannes Miquel zum Finanzminister im Jahre 1890 -- eine der ersten Amtshandlungen des jungen Kaisers, die eine tiefgreifende Steuer- und Finanzreform zur Folge hatte, die die Basis für den weiteren wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands legte. Mit dem Ende des 1. Weltkrieges und dem Ende der Monarchie bricht das Buch abrupt ab, was verkraftbar ist, schließlich sind die Jahre des Ex-Kaisers im Exil anderswo ausführlich beschrieben. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Beste Biographie über unsern Willi!,
Rezension bezieht sich auf: Der Bürger-Kaiser: Wilhelm II: Anmerkungen zu Wilhelm II (Gebundene Ausgabe)
Ich muss sagen, ich lese viel. Jedes Jahr stolpere ich über ein paar wenige Bücher, die ich absolut nicht missen möchte und glücklich bin sie, gelesen zu haben.
So ein Buch ist diese Buch von Joska Pintschovius. Das über 500 Seiten lange Buch hat mich 2 Wochen lang bestens in den Freistunden in der Schule unterhalten und weitergebildet. Es ist entstpannend einfach geschrieben und der Lesefluss ist sehr schnell. Es wird das Leben seiner Kaiserlichen Majestät Wilhelms II. in etwas weniger als 30 Kapteiln geschildert, wobei nicht sein Leben als Prinz und König bzw. Kaiser dargestellt wird. Also Wilhelms Exil wird nicht mehr beschrieben. Dabei geht Pintschovius detailliert auf einzelne Episoden seines Lebens ein. So wird der Kaiser einmal von Augenzeugen als Lehrer an einem Gymnasium dargestellt (,der viel Humor hatte). Interessant ist, dass Pintschovius sogar den französischen, politsch tätigen Chef-Historiker von 1890-1936 Jaques Bainville erwähnt. Wilhelm II. wird hier Gott sei Dank objektiv betrachtet und nicht - wie es gängig ist ' wie ein größenwahnsinniger, kriegslustiger Hunne, der verantwortlich für alles Übel auf der Welt ist. Stattdessen wird das Bild gezeichnet von einem christlichen, modernen, (für damalige Verhätlnisse) liberalen oder aufgeschlossenen Mann, der seiner Zeit einiges voraus hatte, z.B. Sein dauerndes Bestreben den Frieden Europas zu sichern, und den weiße Weltherrschaft aufrecht zu halten. Aber Wilhelm konnte nur 7 Kriege verhindern. Mit dem Sieg der Entente im 1.Weltkrieg begann der Untergang Europas und Deutschlands ' und somit ist es nicht verwunderlich wenn der Autor hier auch sein Buch über Wilhelm II. enden lässt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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