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am 22. Juli 2009
Rebecca Niazi-Shahabi liefert kein ordinäres Machwerk, in dem Sexvorlieben von Politikern thematisiert oder Polit-Promis und deren One-Night-Stands geoutet werden, sondern berichtet diskret von ihrer einjährigen Recherche und Suche nach Männern in diversen Ortsvereinen. Und ihre Erfahrungen sind extrem lustig, so erklärt ihr ein leidenschaftlicher Liebhaber von der SPD bei einem romantischen Dinner unvermittelt sein Punktesystem, nach dem er seine Freundinnen einordnet. Dabei scheint es ohnehin schon schwierig genug, innerhalb von Ortsvereinen auch nur ansatzweise passende Männer zu finden: Bei den Linken schnauzt man sich gerne an und legt wenig Wert auf Umgangsformen, bei den Grünen kommt es sogar zu einem Handgemenge, FDPler sind häufig schwul oder selbstgerecht, bei einem CDU-Ortsverein sind einige Mitglieder schon am Beginn der Veranstaltung betrunken und in der SPD bringt Herta Däubler-Gmelin der Autorin zwar einen Apfelsaft, aber das männliche gut aussehende Personal ist dünn gestreut. Durch ihre Besuche in den Ortsvereinen erfährt man Interessantes über die Arbeitsweise und Zustände dort ' allerdings verliert man dadurch auch die Lust, sich dort jemals zu engagieren. Sehr lustig ist die Beschreibung von Günter Nooke, der seinen Ortsverein sehr streng leitet und dabei seine Brille öfter auf- und wieder absetzt, als andere mit den Augen blinzeln. Oder dass ein Zuhörer es als Labsal für sich bezeichnet, wenn Wolfgang Gerhardt Teebeutelsprüche rezitiert. Die Autorin beobachtet sehr genau, man merkt, sie ist lustig und intelligent und findet wohl auch deshalb in den Parteien nur schwer ein passendes Gegenüber.
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am 18. Juli 2009
Rebecca Niazi-Shahabi hat sich auf den Weg in die deutsche Parteienlandschaft gemacht, um nachzuprüfen, ob sie dort, wo sich viele Männer bewegen, auch ein passables Exemplar für sich finden kann. Das ist schwierig, stellt sie fest, wenn man nicht auf 60 plus steht. Und jüngere Männer in den Parteien sind zu selbstverliebt, als dass sie sich ernsthaft für eine Frau interessieren.
Deutlich kommt heraus, wie frau stundenlang in sinnlosen Diskussionen ihre Zeit vergeudet. Zu Recht fragt sich die Autorin, warum so viele Leute auf Parteiveranstaltungen rennen. Ob sie nichts zu tun haben, keine Freunde, keine Familie? Doch noch mehr Zeitvergeudung scheint mir die Auseinandersetzung mit dem männlichen Geschlecht auf der Suche nach dem Richtigen, Mr. Right, zu sein. Frau windet sich in die Tiefen der männlichen Psyche hinein, um dann bestenfalls festzustellen, das dort nur Bier, Fußball oder Schweinebraten sind. Das ist bei politisch Aktiven nicht anders als bei der Restmännerwelt.

Das Buch ist amüsant und gut geschrieben. Als politisch Aktive erkennt man mehr wieder als einem lieb ist. Es geht bei Niazi-Shahabis Parteienbewertung nicht nur um Äußerlichkeiten, sondern durchaus auch um politische Inhalte. Von dem Buch können alle Parteien lernen, besonders was Manieren und den Umgang mit Neuen angeht.
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