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Bücherspuren: Das Schicksal von Elise und Helene Richter und ihrer Bibliothek im »Dritten Reich«
 
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Bücherspuren: Das Schicksal von Elise und Helene Richter und ihrer Bibliothek im »Dritten Reich« [Gebundene Ausgabe]

Christiane Hoffrath
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Böhlau Köln; Auflage: 1 (Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3412202843
  • ISBN-13: 978-3412202842
  • Größe und/oder Gewicht: 24,4 x 17,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.824.551 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eroberten sich Elise und Helene Richter einen Platz in der akademischen und kulturellen Welt Wiens. An ihrem Lebensabend konnten sie auf eine erfolgreiche Karriere als Wissenschaftlerinnen und Publizistinnen zurückblicken. Mit dem Anschluss Österreichs an das »Deutsche Reich« 1938 waren Elise Richter, die erste Universitätsprofessorin Österreichs, und Helene Richter, die Anglistin und Theaterhistorikerin, als Jüdinnen den Verfolgungen der Nationalsozialisten ausgesetzt. Am Ende blieb ihnen nur noch ihre umfangreiche, bedeutende Privatbibliothek. Sie verkauften ihre Bücher in der Hoffnung, damit die fälligen Judenabgaben bezahlen zu können und der drohenden Deportation zu entgehen. Das Buch schildert den Lebensweg der Schwestern, der 1943 in Theresienstadt endete. Zugleich geht es der Frage nach, wie es dazu kam, dass sie den größten Teil ihrer Bücher 1941 an die tausend Kilometer entfernte Universitäts- und Stadtbibliothek Köln veräußerten. Detektivische Kleinarbeit und die Suche nach Spuren in tausenden von Büchern der größten Bibliothek Nordrhein-Westfalens waren nötig, um die Geschichte der Schwestern und ihrer Bibliothek schreiben zu können.

Über den Autor

Christiane Hoffrath ist als Diplom-Bibliothekarin an der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln für die NS-Provenienzforschung zuständig.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bevor ich das Buch zur Hand nahm sagten mir weder NS Provenienzforschung noch die beiden Richter Schwestern irgend etwas. Aber so ging es wohl auch der Autorin, bis sie erstmals ein Buch aus der ehemals umfangreichen Bibliothek in der Hand hatte, die mittlerweile über Deutschland und Österreich verteilt in diversen Instituten verstreut ist. Man spürt beim Lesen wie die Autorin in akribischer Recherchearbeit auf Entdeckungsreise gegangen ist.

Doch in diesem Werk geht es um mehr als diese Bücher, es geht auch um den Lebensweg zweier jüdischer Schwestern, die sich gegen eine Welt durchsetzten in der Karrieren - vor allen Dingen wissenschaftliche - noch weitestgehend Männern vorbehalten war und die letztendlich nur am intollerantesten aller Systeme scheitern mussten und in Theresienstadt umkamen.

Wer neben dem Erwerb und Lesen dieses Buches die Gelegenheit haben sollte eine Lesung der Autorin besuchen zu können, dem sei dies aufs Wärmste empfohlen. Frau Hoffrath schafft es, das Thema so lebhaft rüberzubringen, als habe sie die beiden Schwestern persönlich gut gekannt - was natürlich rein rechnerisch gar nicht möglich ist.
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