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In 80 Büchern um die Welt - Eine literarische Reise: Aufbaustudiengang Buchwissenschaft der Ludwigs-Maximilians-Universität
 
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In 80 Büchern um die Welt - Eine literarische Reise: Aufbaustudiengang Buchwissenschaft der Ludwigs-Maximilians-Universität [Broschiert]

Aufbaustudiengang Buchwissenschaft der Ludwigs-Maximilians-Universität , Feridun Zaimoglu (Vorwort)
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: Thiele Verlag GmbH (16. Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3851791576
  • ISBN-13: 978-3851791570
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 16,8 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 238.750 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Lesen erweitert den Horizont, Reisen überschreitet ihn. Lesen und Reisen ergänzen sich, haben aber auch vieles gemeinsam. In diesem in jeder Hinsicht originellen Buch werden achtzig spannende, ergreifende Romane moderner Autorinnen und Autoren vorgestellt - nach dem Motto: Entdecke Orte, Länder, Kontinente durch Literatur! So erzählt Jógvan Isaksen von seltsamen Unfällen auf den Faröer Inseln. Amitav Ghosh begleitet eine Familie durch die Wirren der Geschichte des heutigen Myanmar. José Eduardo Agualusa durchquert das südliche Afrika auf den Spuren eines angolanischen Musikers, während Carlos Fuentes immer wieder die Grenze zwischen den USA und Mexiko überschreitet. In kompakter Form bietet dieser lebendig geschriebene und aufregend illustrierte literarische Reiseführer Zugang zu den Kulturen und Lesewelten verschiedenster Länder und Kontinente. Eindrucksvolle Fotos, Zitate und Informationen zu Land, Werk und Autor ergänzen die Texte. Länderspezifische Literaturtipps runden die Empfehlungen ab. Die Buchwissenschaftler der Universität München, Feridun Zaimoglu und der Thiele Verlag wünschen eine spannende Lesereise rund um die Welt!

Über den Autor

Feridun Zaimoglu (geboren 1964) ist ein deutscher Schriftsteller und bildender Künstler türkischer Herkunft. Als Journalist schreibt er Literaturkritiken und Essays, unter anderem für Die Zeit und Die Welt. In seinem vielfach preisgekrönten Werk sind die Romane Kanak Sprak (1995), Leyla (2006) und Liebesbrand (2008) besonders hervorzuheben. Feriun Zaimoglu lebt heute in Kiel.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Botts
Ich habe diesen Band in einer Stadtbibliothek gefunden, und da er sehr anspruchsvoll gestaltet ist und ich gerne Literatur aus verschiedenen Ländern lese, ihn gleich ausgeliehen.

Vom Konzept her eigentlich eine gute Idee - Studenten der Buchwissenschaft schreiben einen Schwung von Buchvorstellungen aus der ganzen Welt um Leseratten auf Reisen zu nehmen und sie für Autorinnen und Autoren zu begeistern, von denen sie sonst nichts gehört hätten.

Schauen wir einmal in das Buch. Das Format ist handlich, es gibt viele Bilder, die aber aus Bilddatenbanken stammen und teilweise Klischeehaft sind. Natürlich ist bei Europa ein historisches Gebäude zu sehen, bei Afrika dagegen Landschaften mit Elefanten, man erwartet also schon freudig die Erfüllung von Klischees, aber dazu später mehr. Feridun Zaimoglu, der als einziger der Autoren eine Vita bekommt - die Studenten werden lediglich aufgelistet, so dass man nicht einmal erfahren kann, wer nun welches Buch vorgestellt hat - hat das Vorwort geschrieben, was eine Anekdote ist, die relativ wenig mit dem Rest des Buches zu tun hat. Er wurde eindeutig nur als Zugpferd genutzt. Dann beginnen auch schon die Buchvorstellungen, natürlich mit Europa, und Europas Länder bekommen auch mehr Platz als jeder andere Kontinent, so als habe Asien keine Literatur oder sei Afrika tatsächlich der Kontinent der Elefanten. Was ich hier sehr vermisst habe, ist irgendeine Einleitung von Seiten der Studierenden, irgendwelche Hinweise, wie sie die Bücher oder AutorInnen ausgewählt haben, was es für Kriterien gab (außer dass alle Bücher in deutsch oder deutscher Übersetzung vorliegen müssen). Mich hat zum Beispiel gewundert, das oft Bücher für Länder stehen, die von Außenseitern - Autoren die dort zu Gast sind, Reiseliteratur - geschrieben wurden. Natürlich kann so ein Blick von Außen auch interessant sein, aber warum wird er bei einigen Ländern gewählt, bei anderen nicht? Wäre nicht gerade bei Deutschland so ein Blick von Außen spannend gewesen?

Was mich sehr gestört hat, ist dass viele der Buchbeschreibungen mit Klischees von den Ländern arbeiten und sich die ersten paar Sätze manchmal wie Werbetexte aus der Touristik lesen. "Australien, da denkt man an soundso" "Russland das Land von soundso" (keine Zitate, ich habe das Buch bereits zurückgegeben, aber diese Formulierung tauchte häufiger auf) Andere Bücher werden dagegen stolz als "fern der Klischees" vorgestellt, wobei ich mich immer fragte, warum auch jeweils einheimische Autoren überhaupt klischeehaft über ihre Länder schreiben sollten. Die Bilder helfen hier nicht, denn auch sie bilden oft nur Klischees ab.

Wie andere Kritik bereits bemerkten, wären mehr Auszüge aus den Romanen hilfreich gewesen. Tatsächlich habe ich mir einige Bücher als Lesenswert aufgeschrieben, aber oft nur, weil mich das Land ohnehin interessiert. Auch wären neben den Verlagshinweisen hinten bei den Copyrights konkrete Angaben bei den jeweiligen Buchbesprechungen zu Verlag, Erscheinungsjahr, Originaltitel (viele Bücher sind im Original auf englisch oder französisch, kann man ja durchaus auch lesen wollen) spannend gewesen.

Ein Buch, welches eine wirkliche literarische Weltreise präsentiert, müsste... eine Karte mit den Stationen haben, Übergänge zwischen den Abschnitten haben und die Länder müssten nach Lage sortiert sein - es ist z.B. bei Afrika etwas irritierend, wenn man ständig zwischen Maghreb und Westafrika springt, nur weil das Alphabet das so vorgibt. Statt der Anekdote die sich "Vorwort" nennt bitte lieber etwas mehr darüber, wie das Buch zustande kam und wer dahinter steht!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Dem Klappentext ist zu entnehmen, dass das vorliegende Buch von belesenen und vielgereisten Absolventen des Aufbaustudiengangs Buchwissenschaft an der Ludwig-Maximilian-Universität geschrieben und gestaltet worden ist. Das Vorwort zum Buch hat der Journalist, Essayist und Literaturkritiker Feridun Zaimoglu verfasst.

In der Einleitung erfährt man, dass das Buch dazu einladen möchte, die Welt lesend zu erkunden und sich auf diese Weise in ferne Länder und fremde Kulturen zu träumen. Die Lesereise führt den geneigten Leser von Europa nach Asien, von da nach Ozeanien und weiter nach Afrika, Südamerika und schließlich auch nach Nordamerika.

Vorgestellt werden im Rahmen von beispielhaften Buchbesprechungen 80 große Romane des 20. Jahrhunderts, die in bestimmten Ländern und dort an bestimmten Orten spielen. Neben den Buchbesprechungen wird stets auch der Autor kurz vorgestellt und es ist nicht selten ein Notabene angefügt, dem man Wissenswertes entnehmen kann.

Es führt zu weit alle Romane und Autoren jetzt aufzulisten. Gefallen hat mir, dass man immer ein paar Zeilen aus dem jeweiligen Buch zitiert hat und man auch immer wieder zwischendurch mit einladenden Bildern zum gedanklichen oder gar tatsächlichen Reisen verlockt wird, aber auch zum Kauf des ein oder anderen Buches, nachdem man sich in die entsprechenden Zusammenfassungen vertieft hat.

Auf Seite 73 ff fand ich eine Buchzusammenfassung des Romans "Am Hang" von Markus Werner, den ich vor einigen Jahren auf Amazon rezensiert habe. Der Verfasser dieser Buchzusammenfassung hat die Essenz des Buches sehr gut wiedergegeben. Dass man schon nach der Buchbesprechung Lust bekommt in das Tessin zu reisen, steht außer Frage und so sieht es bei allen anderen Buchbesprechungen ebenfalls aus. Fernweh stellt sich ein, man möchte schnell die Koffer packen und beispielsweise nach Paris reisen und tut es gedanklich ohne hin sofort.

Hemingway schreibt: "Eines Tages traf ich Joyce, der den "Boulevard Saint Germain" entlangkam, nachdem er allein in einer Matinee gewesen war. Er hörte den Schauspielern gerne zu, wenn er sie auch nicht sehen konnte. Er forderte mich auf, etwas mit ihm zu trinken, und wir gingen in die "Deux Magots" und bestellten herben Sherry, obschon sie immer lesen werden, dass er nur Schweizer Weißwein trank." (Zitat: S. 29) Mir gefallen diese eingeschobenen Zitate aus den Büchern, die besprochen werden, weil sie noch neugieriger auf den Text machen. Wie schön muss es sein morgens, wenn die Sonne schon scheint, hellwach in einem Hotelbett in Saint Germain zu liegen und ein wenig in Hemingways " "Paris - ein Fest fürs Leben" zu lesen, um anschießend im "Deux Margot" seinen ersten Kaffee zu genießen.

Sehr gut zusammengefasst sind auch Canettis "Stimmen von Marrakesch". Man erfährt u.a., dass man durch Canettis Augen eine reizvolle Innenansicht der orientalischen und jüdischen Gesellschaft erlebt und dass er sich dabei keiner Klischees bedient, sondern das alltägliche Leben nachzeichnet, (vgl.: S.183). Stimmt und es stimmt auch, dass "Stimmen von Marakesch" mehr als nur eine Reisebericht ist. Es ist wahr, es handelt sich tatsächlich um eine Sammlung von Momentaufnahmen eines präzisen und wissbegierigen Beobachters, (vgl.: S.183).

Mein großes Lob gilt der Zusammenfassung von Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marquez. Es war sicher nicht einfach, bedenkt man wie vielschichtig der Roman ist. Zu recht wird daran erinnert, dass der Roman fast ein enzyklopädisches Werk ist. Dieses auf noch nicht einmal vier Seiten zusammenzufassen und keine Wesentlichkeit zu vergessen, ist eine Meisterleistung. Respekt.

Obschon ich nicht gerade wenig lese, kenne ich die meisten der besprochenen Romane nicht und schon gar nicht jene, die in den Kurzbesprechungen zum Weiterreisen aufgelistet sind. Die Buchbesprechungen machen mich aber sehr neugierig auf die beschriebenen Fremdheiten in Ozeanien, jenem Paradies, das mich besonders inspiriert. "Rückkehr durch die Hintertür" werde ich ganz bestimmt lesen. Es handelt sich um eine Satire, die auf Tonga in der Südsee spielt. Der Autor Epili Hau `ofa war der Privatsekretär des Königs von Tonga.

Auch Ahdaf Soueifs "Die Landkarte der Liebe" möchte ich lesen. Die Liebesgeschichte, die erzählt wird, scheint packend zu sein.

Meine Rezension möchte ich mit einem Zitat beenden, das aus einem Buch stammt, welches auf den Seiten 171 ff besprochen worden ist. Es handelt sich dabei um eine Textstelle aus "Schuld des Tages an die Nacht" von Yamina Khadra, die ich so berührend finde, dass ich sie mitteilen möchte: "Was ist die Liebe, wenn sie nur Schmerz gewährt? Was taugen ihre Mythen und Legenden, Siege und Wunder, wenn die Liebenden unfähig sind, über sich selbst hinaus zu wachsen, dem Zorn des Himmels zu trotzen, die ewigen Freuden fahren zu lassen für einen Kuss, eine Umarmung, einen Moment der Nähe?" (Zitat S. 174)

Empfehlenswert, weil das Buch Neugierde weckt, zum Träumen anregt und wirklich beispielgebende Buchbesprechungen enthält.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider hat der sehr interessante Buchtitel nicht gehalten was er versprochen hat.
Von den 80 Büchern wird lediglich die Inhaltsangabe geschrieben, was sehr enttäuschend ist und unbedingt nach mehr verlangt.
Für mich sehr unbefriedigend.
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