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Böses Mädchen
 
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Böses Mädchen [Gebundene Ausgabe]

Amélie Nothomb , Brigitte Große
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1 (2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257064713
  • ISBN-13: 978-3257064711
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 365.896 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Amélie Nothomb
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

„Ich war sechzehn. Ich hatte nichts ... Keine Freunde, keine Liebe und noch nichts erlebt.“ Blanche studiert an der Uni Brüssel, fühlt sich als Mauerblümchen, ist mit 16 noch Jungfrau und himmelt die umschwärmte Christa an, mit der sie gerne befreundet wäre. Als sich die Freundschaft tatsächlich ergibt, zeigt Christa plötzlich ein ganz anderes Gesicht. Es ist zu spät, stellt Blanche verzweifelt fest: „Ich hatte verloren ... Es hatte mich nie gegeben.“

Das Buch erinnert stark an den damaligen, beachtlichen Erstlingserfolg von Anne- Sophie Brasme Dich schlafen sehen. Auch hier spielt die Freundschaft von zwei ungleichen Mädchen die zentrale Rolle, auch hier ist die Ich-Erzählerin die schwache, die, die unterworfen, beherrscht, dominiert wird. Dennoch hier anders, nicht im Tagebuchstil, sondern lebhafter, viele Dialoge, viel innerer Gedanken-Disput, rege Rede und Gegenrede, wenn Gut und Böse miteinander streiten. Die Seelenqualen einer 16-jährigen, mitten in der Pubertät, literarisch dargestellt in Form einer Protagonistin, die sehr überzeugt, in ihrem Leiden, Empfinden, ihrer Wut und Enttäuschung glaubhaft und sehr real erscheint. Christa, die zur „Antichrista“ wird, das ist das „Miststück“, die „Besatzerin“, die mit dem „Expansionsbedürfnis“. „Ihre Falschheit verschlug mir die Sprache. Die Freude über die gewonnene Traum-Freundin schlägt schnell um, als Blanche die perfiden Absichten der nach außen Perfekten und Schönen erkennt. Wer bis zur völligen Unterwerfung alles hinnimmt, sinnt eben irgendwann auf Rache: „Ich werde dich zerschmettern wie einen Wurm ... Die Apokalypse war nahe!“

Es ist die ganz eigene und so erfolgreiche Art der Amélie Nothomb: ungemein unterhaltsam, dabei niveauvoll, zutiefst boshaft, aber hinreißend und reizvoll, ausgesprochen klug konstruiert und dabei den Anschein erweckend, als sei der Roman einfach wie nebenbei locker hingeschrieben. Die 140 Seiten lesen sich einfach viel zu flott weg. --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Blanche und Christa sind Freundinnen. Bis Blanche das wahre Gesicht ihrer Freundin erkennt: Sie ist die Antichrista. Gekommen, nicht um sie zu erretten, sondern um sie zu zerstören.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwarzfischerei 20. November 2010
Von Magda
Format:Broschiert
Punkt 1: Was ist von der Lektüre hängengeblieben?

Ich weiß jetzt, dass man mit 16 (!) beginnt seinen Körper zu entdecken (découvrir son corps, wie der Franzose sagt). Da steht man schon mal mit der viel attraktiveren, selbstbewussten und neurotischen Unikollegin vor dem Spiegel und betrachtet seine Brüste. Auch wenn Mutti dazukommt, ist das kein Problem. Sind ja schließlich unter Frauen. So ist es. Das andere Geschlecht.

Punkt 2: Was steckt dahinter?

Dass es sich bei Blanche Hast (welch Namensgebung! Staunen!) wohl um das Alter Ego der allseits geschätzten Amélie Nothomb handelt, schmeiße ich jetzt mal so in den Raum. Die Geschichte der von der attraktiven Selbstbewussten unterdrückten Hässlichen wurde in der Literaturgeschichte bereits unzählige Male unzerkaut geschluckt und dann stückchenweise wieder hochgewürgt, in für den Leser mundgerechten Stückchen. Selbst zweimal aufgewärmte Suppenterrine schmeckt besser. Derartige Analyseversuche sollten Menschen wie Nothomb sich doch bitte künftig verkneifen oder sie ihrem Tagebuch anvertrauen.

Ich habe dieses Buch sowohl im französischen Original, als auch in der im Diogenes-Verlag erschienenen Übersetzung gelesen. Stilistisch sind beide katastrophenhaft. Amélie Nothomb versucht dem Leser verzweifelt unter Beweis zu stellen, wie bewandt sie doch in Literatur und Philosophie ist. So werden auch Namen wie Nietzsche, Kant, und Begriffe wie "Psychoanalyse" hochgewürgt. Völlig zusammenhangslos taucht da plötzlich und unterwartet Alfred Jarrys PATAPHYSIQUE auf. Wildert da jemand in fremden Gewässern? Amélie Nothomb sollte vielleicht zunächst den Angelschein machen, bevor sie sich an derartige Fische wagt.

Selbst ein Stern ist für diesen Schund noch zu viel!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
1. Geben Sie den Protagonisten lächerliche Namen, die Sie eventuell auch für Pkt.3 (Mystik) weiterverwenden können, etwa 'Blanche Hast' und 'Christa Bildung'. (Alternativen wären bspw. 'Frieda Bleichkäs' und 'Lilith Böswurst'.) Thomas Mann hat es vorgemacht - Sie können das auch!

2. Sparen Sie nicht an Klischees und Stereotypen. Schöne, beliebte Menschen sind immer übel - wer keine Freunde und mit 16 noch einen vorpubertären Körper hat, liest viel - sozial Abgeschiedene sind irgendwie auch selbst schuld an ihrer Situation - rekapitulieren Sie Ihr Halbwissen über 'Lehrer', 'Fabrikant', 'Professor' und ähnliche Typen. Verlassen Sie sich auf Täter/Opfer- und Gut/Böse-Schemata. Ambivalenzen sind störender Krampf und daher zu vermeiden.

3. Zur Verstärkung der in Pkt.2 erwähnten Schemata eignet sich plattmystischer Wurstsalat. Ein angemessen schaler Nachgeschmack bleibt beim Leser zurück, wenn die böse Antiheldin zur dämonischen, ja ANTICHRISTLICHEN Figur heraufgemurkst wird, die alle anderen in ihre Gewalt bringen will und dazu kein Mittel scheut. Spielen Sie nicht allzu subtil auf Besessenheit u.ä. an und bedienen Sie einen biblisch anmutenden Sprachduktus.

4. Demonstrieren Sie Ihr eigene Belesenheit! Spielen Sie auf Marcel Proust, Heinrich v. Kleist, Voltaire, Alfred Jarry an, werfen Sie Namen wie Kant, Hegel und Nietzsche ein. Nicht jeder Leser wird die Anspielungen verstehen, und wer sie versteht, dem werden sie wahrscheinlich albern erscheinen - Wirkung aber erzielen Sie auf jeden Fall!

Auf kleiner Flamme zwei bis fünf Stunden köcheln lassen, den Schaum abschöpfen und der geneigten Leserschaft mit einem leichten Weißwein servieren. Alle Lacher sind Ihnen sicher!

(Schließe mich sonst in allen Punkten der Vorrezensentin an. Dies Buch ist ein rechter Schmarrn, bei dem ich als Leser zwischen Heiterkeit und Ärger schwanke.)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Intrigantin 8. April 2008
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Amélie Nothombs Roman "Mit Staunen und Zittern" hat mir schon sehr gut gefallen, aber auch dieser hier hat etwas: er lässt einem eine kalte Gänsehaut über den Rücken laufen. Studentin Blanche ist 16 Jahre alt, sehr zurückhaltend und mit ihrem Körper völlig uneins. Die Kommilitonin Christa nistet sich bei ihr ein und bestimmt immer mehr Blanches Leben. Wie das von statten geht, ist schon erstaunlich: sie suggeriert Blanches Eltern, dass sie Christa dankbar sein müssten, ist hinterlistig und intrigant. Blanche wehrt sich nicht, nimmt aber wahr, dass Christa immer mehr zur eigentlichen Tochter ihrer Eltern wird.

In den Augen von Blanches Eltern ist Christa eine Heilige, weil sie es versteht, Blanche auf alle nur erdenklichen Arten schlecht zu machen. Dies tut sie auf sehr frevlerische und perfide Weise. Die Eltern sind begeistert, dass die attraktive und lebenslustige Christa ihre Tochter zur Freundin gewählt hat und merken nicht, was gespielt wird. Doch "Antichrista", wie Blanche sie insgeheim nennt, verachtet im Grunde ihre Wohltäter. Sie liebt niemanden, außer sich selbst. Sie dichtet Hymnen auf sich selbst.

"Böses Mädchen" liest sich sehr schnell und hinterlässt einen schalen Nachgeschmack: so, als ob man dem Bösen in dieser Welt nicht widersagen kann, so, als ob es von einem Besitz ergreifen könnte, wenn man nicht Gegenmaßnahmen ergreift ...
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Die neuesten Kundenrezensionen
Rezension im Hinblick auf das Original "Antéchrista"
Ich habe mir das Buch gekauft, um die französische Ausgabe besser verstehen zu können. In dieser Hinsicht ist natürlich dieses Buch eine hilfreiche Investition. Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von lurchi1149 veröffentlicht
Böses Mädchen
Ich hab dieses Buch gekauft, weil ich das französische Buch "Antéchrista" für das Abitur lesen musste. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Katharina veröffentlicht
War alles in Ordnung
Was soll ich damit anfangen, es ist ein notwendiges Buch für die Schule und fertig
Veröffentlicht am 8. März 2010 von G. Reinhart
Warum?
Amelie Nothomb beherrscht ihr Metier. Sie schreibt wundervolle Romane in einer klaren und ausdrucksstarken Sprache und verdient dafür Bewunderung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2009 von Manfred Küper
Amélie Nothombs bestes Buch...
... von allen, die ich bisher gelesen habe!

Ich finde ihre Bücher grundsätzlich gelungen, aber dieses ganz besonders. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. August 2009 von Jo
Die Antichrista
Blanche, die graue Maus, kommt einer überaus geschickten Intrigantin auf die Schliche, Christa - die Antichrista.1 Christa beherrschte das ganze Leben von Blanche. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juni 2009 von Benjamin Sailer
Amélie Nothomb - Böses Mädchen
"Böses Mädchen" war mein erster - aber sicher nicht mein letzter - Roman von Amélie Nothomb. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juni 2009 von hasewue
Böses Mädchen - Böser Nothomb-Roman
Amelie Nothomb schreibt wundervoll ironische Romane, die die Fähigkeit haben, mitzureißen, zum Lachen zu bringen und den/die Leser/in immer mitten im Geschehen zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Februar 2008 von Kate
Leider etwas kurz geratene Charakterstudie
Blanche, eine schüchterne Einzelgängerin, beginnt bereits mit 16 (viel zu früh) ein Studium der Politikwissenschaften an der Brüsseler Universität. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2007 von Else Kling
Teenager-Tagebuch-Stil
"Am ersten Tag sah ich sie lächeln. Ich wollte sie unbedingt kennenlernen."

Blanche ist sechzehn und ihre Vorzüge sind nicht offensichtlich. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. September 2007 von Helga Kurz
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