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Für viele war Katja Lange-Müllers Liebesgeschichte zweier Außenseiter im Westberlin der Vorwendezeit der heimliche Gewinner des Deutschen Buchpreises 2007. Vermutlich hätte sie ihn bekommen, wäre das von der Autorin selbst eingelesene Hörbuch mit in die Wertung eingegangen. Denn mit ihrem spröden Vortrag nimmt Lange-Müller der Romanze jeden Kitschverdacht. 1986 gelangt die 40-jährige Ostberlinerin Soja in den westlichen Teil der Stadt und verliebt sich in den drogenabhängigen und HIV-positiven Exsträfling Harry. Obwohl der ihre Gefühle nur bedingt erwidert, versucht sie eine neue Therapie für ihn zu organisieren und lässt bis zu seinem Tod und auch darüber hinaus nicht von ihm ab. "Böse Schafe" ist ein langer Abschiedsbrief an den bereits verstorbenen Geliebten, kombiniert mit einigen wenigen Tagebucheinträgen Harrys. Durch diese Konzeption kann die Autorin die kompromisslose Liebe ihrer Protagonistin mit wüsten Beschimpfungen und zärtlichen Liebkosungen zeichnen, auf peinliches Pathos aber verzichten. Als einziger Kritikpunkt bleibt der nervige, weil etwas überstrapazierte 80er-Jargon. Und den kann selbst Katja Lange-Müllers Lesung nicht ausräumen. (cs)
Pressestimmen
Dieses Buch hat eine Wucht, ohne pathetisch zu sein. (…) Sehnsüchtig, aber nie sentimental. Es erzählt von der Liebe, aber es schaudert einem dabei. (…) Es ist eine nackte Wahrheit, doch diese Nacktheit ist eine poetische Kraf.t (…) Ihre Sprache ist von der größten Extravaganz. (Ijoma Mangold, Süddeutsche Zeitung, 01.09.07)
In Ihrem neuen Roman erzählt Katja Lange-Müller eine Liebesgeschichte voll unheimlicher Spannung und Dynamik, ein psychologisches Meisterporträt. (…) Das Glück, denkt man vielleicht, das ist jemand wie Soja. Bis es einem irgendwann aufgeht. Dieses Buch selbst ist ein Glück. (Ingo Schulze, Der Spiegel, 03.09.07)
In Ihrem neuen Roman erzählt Katja Lange-Müller eine Liebesgeschichte voll unheimlicher Spannung und Dynamik, ein psychologisches Meisterporträt. (…) Das Glück, denkt man vielleicht, das ist jemand wie Soja. Bis es einem irgendwann aufgeht. Dieses Buch selbst ist ein Glück. (Ingo Schulze, Der Spiegel, 03.09.07)
