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Böse Schafe [Audiobook] [Audio CD]

Katja Lange-Müller
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD
  • Verlag: Dhv der Hörverlag; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867171750
  • ISBN-13: 978-3867171755
  • Größe und/oder Gewicht: 14,4 x 12,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (25 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 498.310 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Katja Lange-Müller
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Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Für viele war Katja Lange-Müllers Liebesgeschichte zweier Außenseiter im Westberlin der Vorwendezeit der heimliche Gewinner des Deutschen Buchpreises 2007. Vermutlich hätte sie ihn bekommen, wäre das von der Autorin selbst eingelesene Hörbuch mit in die Wertung eingegangen. Denn mit ihrem spröden Vortrag nimmt Lange-Müller der Romanze jeden Kitschverdacht. 1986 gelangt die 40-jährige Ostberlinerin Soja in den westlichen Teil der Stadt und verliebt sich in den drogenabhängigen und HIV-positiven Exsträfling Harry. Obwohl der ihre Gefühle nur bedingt erwidert, versucht sie eine neue Therapie für ihn zu organisieren und lässt bis zu seinem Tod und auch darüber hinaus nicht von ihm ab. "Böse Schafe" ist ein langer Abschiedsbrief an den bereits verstorbenen Geliebten, kombiniert mit einigen wenigen Tagebucheinträgen Harrys. Durch diese Konzeption kann die Autorin die kompromisslose Liebe ihrer Protagonistin mit wüsten Beschimpfungen und zärtlichen Liebkosungen zeichnen, auf peinliches Pathos aber verzichten. Als einziger Kritikpunkt bleibt der nervige, weil etwas überstrapazierte 80er-Jargon. Und den kann selbst Katja Lange-Müllers Lesung nicht ausräumen. (cs) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Vollständige Lesung, 5 CD, Sprecherin: Katja Lange-Müller Westberlin im Jahr 1987: Die leichtlebige DDR-Aussiedlerin Soja trifft den Westberliner Harry: groß, still-entschlossen, abgründige Vergangenheit, düstere Zukunft. Und fortan bestimmt sein Schicksal ihr Leben. Geblieben ist ein Schulheft mit undatierten Einträgen, in denen Harry festhielt, was ihn beschäftigte. Vieles kommt vor, eine fehlt: Soja. Jahre später macht sie sich daran, die gemeinsame Geschichte zu erzählen. Geist und Sinnlichkeit gehören bei Katja Lange-Müller zusammen wie Ein- und Ausatmen - eine Lesung, die Herz und Verstand erobert und noch lange im Hörer nachhallen wird.

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72 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kaputte Gemütlichkeit 19. September 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Einen Menschen lieben und im nachhinein nicht wissen, wer er eigentlich war: Unzählige Romane voller Klischees sind zu diesem Thema geschrieben worden - selten allerdings derart berührend wie in Böse Schafe, dem neuen Buch der Berliner Schriftstellerin Katja Lange-Müller.
Die Autorin treibt die Fremdheits-Konstellation auf die Spitze. Soja, die Aushilfsblumenhändlerin, liebt einen Mann, von dem sie erst später erfährt, dass er drogenabhängig ist. Sie entdeckt sein Tagebuch und muss erkennen, dass sie in diesem überhaupt nicht vorkommt. Behutsam nähert sich Soja in dem Roman ihrem Du, einem gewissen Harry, der wie sie aus der DDR stammt. Behutsam, denn Katja Lange-Müller vermeidet die Charakterisierung ihrer Hauptfigur mit allzu großem Selbstmitleid.

Dabei taucht sie ein in das Westberlin vor dem Mauerfall. Der Leser erkennt die kaputte Gemütlichkeit einer Welt wieder, in der die Aussteiger und noch nicht die ehrgeizigen Hauptstädter das Szene-Bild dominieren. Sprachwitz und Schnodderschnauze statt austauschbarer Urbanität: Katja Lange-Müller, die 1984 aus der DDR nach Westberlin übersiedelte, beherrscht viele Tonlagen virtuos. Und sie schafft in diesem wunderbaren Roman etwas, was nur die wenigsten können: Sie lässt den Figuren ihre Würde - bemerkenswert angesichts des Tabu-Milieus, in dem die Handlung spielt.

Am Ende bleibt Soja der Traum von einer gemeinsamen Vergangenheit, die kein später gefundenes Tagebuch zerstören kann: "Wir haben einander und Zeit; nichts sonst, doch davon ganz viel, obwohl es scheint, als existiere sie gar nicht mehr."
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ungeheuere Nähe 12. Oktober 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Katja Lange-Müller gelingt mit diesem Buch das Kunststück, eine Liebesgeschichte von derart authentisch wirkender Intimität zu erzählen, die vergessen lässt, dass es sich um einen Roman und nicht etwa um reale Tagebuchaufzeichnungen oder Briefe handelt. Nichts an diesem Text wirkt gekünstelt oder gar konstruiert, nichts gefühlsduselig oder gar anbiedernd, und gerade dadurch erzeugt sie eine ungeheuere Nähe zu ihrer Protagonistin, eine Nähe, die einen sämtliche emotionalen Wechselbäder durchleiden lässt, die die Liebe zu einem heroinsüchtigen Menschen mit sich bringt, eine Liebe, die in doppeltem Sinne stärker und schmerzhafter ist als die Sucht.
Dabei ist Böse Schafe" alles andere als ein betroffenheitsschwangerer "Drogenroman". Es ist ein von großer Empathie gezeichnetes Bild zweier sich durch das Leben mogelnder Existenzen im Westberlin der Vorwendezeit, die auf ebenso komische wie tragische Weise eine Symbiose eingehen. Dass Katja Lange-Müller trotz ihrer pointierten Milieuschilderungen jener Nach-68er-Loser-Boheme nahezu alle linksromantischen Klischees zu umschiffen vermag, ist nicht minder bemerkenswert.
Bleibt zu hoffen, dass Katja Lange-Müller auf diesem Weg weitermacht, auch wenn sie angekündigt hat, dass mit Böse Schafe" ihre Berlin-Trilogie" abgeschlossen sei. Es gibt reichlich Themen für eine Autorin, die so klasse schreiben kann.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
... ist dieser großartige Roman. Er ist so wie die Mauern von Macchu Picchu, die ohne Mörtel aufgeführt sind und in deren Fugen man bis heute kein Blatt Papier stecken kann.

Katja Lange-Müller hat ein Meisterwerk geschrieben, über ein Sujet, das so psychologisch stimmig wie verstörend ist: Die Liebe einer jungen tatkräftigen Frau zu einem Mann, dessen Charakter von der Rauschgiftsucht zerfressen ist. Jeder, der sich überlegt, ob er sich mit einem Junkie zusammentun will, sollte unbedingt dieses Buch lesen. Außerdem gibt der Roman die Stimmung einer Kindheit in der DDR wieder und die Atmosphäre von Westberlin kurz vor dem Mauerfall. So echt und lebensnah, dass das Buch einen Ehrenplatz in der Hausbibliothek verdient, weil es zu seiner packenden Handlung auch noch das Zeitdokument eines Lebensgefühls ist. Dies hat die Autorin gekonnt eingefangen und so glaubhaft eingesetzt, dass es ganz selbstverständlich den Roman mitträgt und die Handlungen der Figuren überhaupt nachvollziehbar macht.

Dass "Böse Schafe" ganz wunderbar geschrieben, und auch noch etwas für den Leserausch ist, muss ich hier auch noch unbedingt erwähnen. Man sollte allerdings nicht darauf hoffen, dass man sich bei der Lektüre wohl fühlt. Dazu ist die Geschichte einfach zu verstörend. Hinter jeder Idylle tut sich in diesem Buch das Grauen auf. Und ein Happyend gibt's auch nicht, das ist von Anfang an klar. Dies ist ein großartiges, logisches, hartes Buch voll innerer Wahrheit, das man trotzdem unbedingt gelesen haben muss.
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Veröffentlicht am 24. Mai 2010 von Büchervampir
Liebe macht blind aber trotzdem irgendwie glücklich.
Der Roman 'Böse Schafe' von Katja Lange-Müller erzählt die Liebe-macht-blind-Geschichte von Soja und Harry. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2009 von hith
Buch wurde in einwandfreien Zustand übergeben
es gibt für mich kein Grund zur Beanstandung, was das Produkt betrifft.
Trotzdem möchte ich in Zukunft keine Bücher mit dem Thema Ost/West kaufen bzw. lesen.
Veröffentlicht am 29. März 2009 von Helke Meier
Enttäuscht...
Ich war ehrlich gesagt etwas enttäuscht von dem Buch, das in den Kritiken so hoch gelobt wurde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Juni 2008 von libri1902
Schade um die Zeit
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Veröffentlicht am 28. April 2008 von Leserin
Großartige Lektüre mit kleinen Macken
Ein sehr guter Roman, sprachlich wunderbar, und besonders apart ist der Imperfekt! Ich habe die anrührende Geschichte gerne gelesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. April 2008 von ein nebelstreif
Ach wäre es doch ein guter Roman geworden!
Die Geschichte, so unspektakulär sie auch ist, hätte das Zeug zu einem richtig gutem Roman. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. April 2008 von Ada
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