oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
oder
gegen einen Amazon.de Gutschein über EUR 0,25 eintauschen?
Böse Mütter: Meine mütterlichen Sünden, großen und kleinen Katastrophen und Momente des Glücks
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Böse Mütter: Meine mütterlichen Sünden, großen und kleinen Katastrophen und Momente des Glücks [Gebundene Ausgabe]

Ayelet Waldman , Isabel Bogdan
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 17,95 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 3 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Dienstag, 29. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ayelet Waldman hat ein wunderbares Buch über (angebliche) mütterliche Sünden geschrieben."Freundin, 14.7.2010

Kurzbeschreibung

Gegen das schlechte Gewissen der Mütter

Warum ist es so schwer, eine gute Mutter zu sein? Wegen der unerfüllbar hohen und widersprüchlichen Erwartungen, sagt die vierfache Mutter Ayelet Waldman. Und wegen all der Frauen, die nichts Besseres zu tun haben als andere Mütter schlecht zu machen. Ebenso unterhaltsam wie schonungslos ist dieser Lebensbericht einer bösen Mutter: ein Befreiungsschlag gegen den Gute-Mütter-Terror.

Klappentext

Mit viel Verve und Witz berichtet Ayelet Waldman von ihren Schwächen, Fehlern und Missgeschicken bei dem Versuch, eine perfekte Mutter zu sein: Ist es okay, den Ehemann mehr zu lieben als die Kinder? Hat fehlender Sex in der Ehe etwas mit mangelnder männlicher Hausarbeit zu tun? Und warum ist das Verhältnis zwischen Müttern und ihren Schwiegermüttern nicht nur im Märchen schwierig? Traurig und berührend ist der Bericht von dem Entscheidungsprozess für eine Abtreibung nach dem schlechten Befund einer Fruchtwasseruntersuchung. Befreiend wirkt die Angriffslust der Autorin gegenüber der Böse-Mütter-Polizei, die immer alles besser weiß. Waldman ertappt sich auch bei ihren eigenen Vorurteilen und erzählt von neuen Erfahrungen, die ihre alten Überzeugungen über den Haufen warfen.

Über den Autor

Ayelet Waldman, geboren 1964,war zunächst Strafverteidigerin, bis sie nach der Geburt ihres ersten Kindes mit dem Schreiben begann. Neben einer Reihe von Krimis schrieb sie den mit Natalie Portman verfilmten Roman »Love and Other Impossibile Pursuits« sowie zahlreiche Essays. Mit ihrem Mann und vier Kindern lebt sie in Berkeley, Kalifornien.

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

EINLEITUNG

Am Morgen nach unserer Hochzeit lagen Michael und ich in einem Meer von weißem Laken in unserer Hotelsuite und taten, was frischverheiratete Paare auf der ganzen Welt tun: Wir zählten unsere Beute. Ich sah die Schecks durch und fragte »Was haben die Leute eigentlich immer mit der Zahl Achtzehn und dem Vielfachen von ihr? Vierundfünfzig Dollar. Neunzig. Wow, hier ist mal einer über achtzig.«

»Das Leben«, sagte mein frischgebackener Ehemann.

»Das Leben?«

»Du weißt schon, chai . Hast du von deinen Großmüttern nicht auch immer Schecks über Summen bekommen, die sich durch achtzehn teilen lassen?«

Eine Oma, erinnerte ich mich, hat mir immer einen knisternden Fünf-Dollar-Schein in einer Geburtstagskarte geschickt. Die andere hat meistens Kettenanhänger mit jüdischen Symbolen geschenkt, die etwa ab dem dreizehnten Geburtstag schnurstracks in meine Wäscheschublade wanderten und diese fortan nie wieder verließen.

Er erklärte: »Das ist Gematrie. Alte jüdische Zahlensymbolik. Jeder hebräische Buchstabe hat einen Zahlenwert. Man schreibt das hebräische Wort für Leben, chai, mit den Buchstaben chet und yud. Chet entspricht der Zahl Acht, yud der Zahl Zehn. Achtzehn steht für das Leben.«

In meiner Wäscheschublade lagen eine ganze Menge miteinander vertüddelter goldener und silberner Ketten mit diesem Wort. Eine, mit etwa fünf Zentimeter hohen Buchstaben, hatte in der achten Klasse den Ausschnitt meines tannengrünen Kapuzenpullovers geziert und perfekt mit dem Ton meiner Zahnspange korrespondiert. Zwar hatte ich immer gewusst, dass chai, das Leben, ein Symbol für Glück ist, aber das mit der Achtzehn hatte mir nie jemand erklärt.

Seit diesem Hochzeitsmorgen vor fünfzehn Jahren haben wir noch so einige Schecks über Vielfache von Achtzehn bekommen, später auch die Kinder zu ihren Geburtstagen. Metaphern für Leben und Glück, auch wenn man das Glück in letzterem Fall schnell in Spider-Man-Figuren, Polly Pockets oder Berge von Süßigkeiten umtauschen kann.

Wenn man Kinder hat, wird die Achtzehn schnell zu einer magischen Zahl. Mit achtzehn sind sie volljährig, dürfen wählen, verlassen die High School und gehen zum College. Vor dem Gesetz sind Achtzehnjährige erwachsen. Ich weiß noch genau, wie ich das damals meiner Mutter unter die Nase gerieben habe, man hat den Kindern nichts mehr zu sagen und ist vor dem Gesetz nicht mehr für sie verantwortlich.

Juristisch mag das vielleicht so sein, aber wenn es nach dem Herzen geht, gelten ganz andere Gesetze. Und die sind viel wichtiger. Die eigenen Kinder bleiben die eigenen Kinder, und man trägt die Verantwortung für sie, bis sich das Verhältnis im Alter irgendwann umkehrt.

In diesem Buch geht es um den Versuch, eine gute Mutter zu sein, und das in einer Welt, die uns dauernd das Gegenteil vermitteln möchte. Und weil es um mich und meine Erfahrungen als Mutter geht, geht es auch um das größte Glück meines Lebens - meine vier Kinder und meinen Mann.

Meine Kinder haben mir erlaubt, dieses Buch zu schreiben. Ich sage ihnen immer, was ich schreibe und versichere mich bei ihnen, dass sie sich nicht vorgeführt fühlen. Wenn sie Bedenken hatten oder ich selbst unsicher war, habe ich mich oft entschlossen, bestimmte Geschichten nicht zu erzählen oder ein Thema nicht zu vertiefen. Ich bin überzeugt, dass ich meine Kinder mit diesem Buch nicht hintergehe. Trotzdem, sie sind unter achtzehn und eines von ihnen kann noch nicht einmal lesen. Ihre Erlaubnis allein kann das Projekt nicht rechtfertigen.

Die Rechtfertigung liegt vielmehr darin, dass ich in diesem Buch meinen Auffassung vom Muttersein darlege, um nicht zu sagen: meine Philosophie. Ich glaube, Mütter sollten die Wahrheit sagen, auch wenn - nein: gerade wenn die Wahrheit schwierig ist. Vorzugeben, es sei alles in Ordnung, und auch die Kinder dazu anzuhalten, ist immer leichter und kann sich vorübergehend sogar richtig anfühlen. Aber Verstecken führt zu Scham, und Scham ist die schmerzhafteste aller Wunden. Nur wenn man sich einem Problem stellt, wird es bezwingbar. Hat man hingegen ein Geheimnis, kann man bloßgestellt und verletzt werden.

Viele Mütter leiden heute unter der Sorge, eine schlechte Mutter zu sein. Sie haben Angst, ihren Kindern nicht gerecht zu werden und schämen sich, ihren eigenen Idealen nicht zu entsprechen. Ich möchte diese Angst ergründen. Ich möchte die Steine umdrehen und die Spinnen darunter betrachten. Indem ich meine Erfahrungen als Mutter aufrichtig und ehrlich darlege, kann ich meinen Lesern und meinen Kindern hoffentlich zeigen, dass die Wahrheit sogar die vermeintlich schlimmsten Sünden tilgen kann.

Im Moment ist Sophie dreizehn Jahre alt, Zeke ist gerade elf geworden, Rosie ist sieben und Abraham, den wir meist Abie nennen, ist fünf. Alle zusammen sechsunddreißig. Ein Vielfaches von achtzehn.

Mein Glück, meine Lieben, mein chai .

BÖSE MÜTTER

Meine erste böse Mutter erwischte ich im Frühjahr 1994 in einer Straßenbahn in San Francisco. Sie saß auf der Sitzkante und hielt ihre kleine Tochter zwischen den Knien. In ihrem Mund steckten zwei Haarspangen, um die Finger der einen Hand war ein Gummi gespannt, und mit der anderen Hand bürstete sie dem Mädchen das lange, dunkle Haar und versuchte, es zu einem ordentlichen Pferdeschwanz zu binden. Was ihr allerdings nicht gelang. Kaum hatte sie die Haare auf einer Seite glatt gebürstet, rutschten die auf der anderen Seite wieder aus ihrem Griff, strich sie die vorderen Haare zusammen, fielen sie hinten wieder raus. Der Zug schaukelte und ruckelte, und das kleine Mädchen verlor immer wieder das Gleichgewicht. Als der Fahrer etwas zu scharf um die Kurve fuhr, stolperte es vorwärts, so dass der Mutter der gesamte Pferdeschwanz aus der Hand glitt. Genervt griff sie ihrer Tochter ins Haar und zischte »Jetzt halt doch mal still.«

Ich war in diesem Moment so überzeugt, dass ich niemals so ruppig zu meiner Tochter sein würde, wenn ich ihr eines Tages die Haare kämmte, dass ich mich vorbeugte, die Frau anschaute und für jeden vernehmbar sagte: »Lady, das haben wir gerade alle mitbekommen.«

Wir kriegen immer alles mit: die Mütterpolizei ist im Dauereinsatz. Manchmal lässt sie Mütter auffliegen, die von wirklich grausamen Dämonen besessen sind, wie Andrea Yates, die ihre fünf Kinder in der Badewanne ertränkt hatte und wegen Unzurechnungsfähigkeit nicht schuldig gesprochen wurde. Dann wieder stecken rassistische Gründe hinter der Verurteilung bestimmter Mütter, etwa bei der aktuellen Hysterie um illegal in den USA lebende Frauen, die sogenannte Ankerkinder bekommen, um nicht ausgewiesen zu werden. Und manchmal ist das Verbrechen so irrwitzig, dass man vor lauter Grauen geradezu staunt, wie im Fall der Prostituierten Wendy Cook aus Saratoga Springs, die während des Stillens vom Bauch ihres Babys Kokain schnupfte. (Und ich war schon stolz darauf, beim Stillen lesen zu können!)

Sobald eine böse Mutter aus dem Blickfeld gerät, nimmt eine andere ihren Platz vor dem Gericht der öffentlichen Meinung ein. Vor nicht allzu langer Zeit etwa das Popsternchen Britney Spears. Ihr Sündenregister ist lang und bunt, auf der Liste stehen Einweisung in eine psychiatrische Klinik, Verlust des Besuchsrechts, nachdem sie nicht zum gerichtlich verordneten Drogentest erschienen war, Autofahren mit dem kleinen Sohn auf dem Schoß oder über die Füße von Fotografen und Hilfssheriffs.[...]

‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de