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am 18. März 2014
Da die bisherigen Rezensenten schon viel über den Inhalt des Romans schrieben, beschränke ich mich darauf, die Neuübersetzung zu bewerten. "Böse Geister" (früher: "Die Dämonen"; oder: "Die Besessenen", oder auch: "Die Teufel") wurde von Swetlana Geier 1998 neu übersetzt und ihre Übersetzung überzeugt mich auf ganzer Linie. Die alten und älteren Übersetzungen ins Deutsche (es gibt, soviel ich weiss, über 10 unterschiedliche Versionen) sind jeweils spürbar ihrer Zeit verhaftet (was ja nicht unbedingt ein Nachteil ist). Aber manche sind behäbig, schaffen es nicht einen flüssigen Text herzustellen oder sind so holprig, dass man bei der Lektüre die ganze Zeit bemerkt, dass es sich um eine Übersetzung handelt. Manche wiederum sind zu manieriert.
Swetlana Geier dagegen gelingt etwas Wunderbares: Sie liefert einen flüssigen, soghaften Text, der einerseits unserer heutigen Lesegewohnheit entspricht und andererseits nie peinlich modernisiert, sondern dem Leser historisches Flair vermittelt. Die historisch-politischen Begriff werden nicht versucht gewaltsam in die Gegenwart zu übertragen, vielmehr wird das Zeitgefühl von damals wiederbelebt. Das ist keine geringe Leistung. Auch ist wichtig, dass man gelegentlich bei den alten Ausgaben auf gekürzte Textfassungen stößt, ohne dass dies explizit vermerkt würde. Bei dieser Übersetzung hat man den gesamten, vollständigen Text.
Besonders lobenswert: Der Übersetzung sind Anmerkungen zu schwierigen Textstellen beigegeben, die sehr zum Verständnis beitragen (z.B. bei den vielen biblischen Anspielungen oder noch besser: sogar das Gemälde von Claude Lorrain "Acis und Galatea" ist abgedruckt!!!). Zudem werden alle französischen Textstellen, von denen es ja einige gibt, im Anhang übersetzt. Und schließlich gibts sogar ein Namesverzeichnis der wichtigsten Personen, auch das ist sehr hilfreich bei dem opulenten Personal, das im Roman auftritt.
Trotz des Umfangs ist die Gestaltung sehr lesefreundlich (962 Seiten nicht zu klein gedruckt).
Kurz: Wenn eine Übersetzung, dann diese!
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am 25. Oktober 1999
"Böse Geister" ist einer der größten und wichtigsten Romane aller Zeiten. Die Facetten des Romans sind zu komplex und miteinander verwoben, um sie im einzelnen zu beleuchten. Denn es gibt im eigentlichen Sinne keine Hauptperson. Gleich mehrere Charaktere werden um den ideellen Mittelpunkt gruppiert. Beherrschendes Thema ist das Streben nach Freiheit, sowohl politisch in Form des Liberalismus als auch persönlich in Form des Selbswillens. Letzendlich vergeblich versuchen die Personen auf verschiedene Art und Weise, sich von so empfundenen Zwängen zu befreien.
Die Genialität Dostojewskijs liegt darin, daß er den gesamten Menschen widerspiegelt und nicht einen ausgewählten Ausschnitt des Lebens. Indem er politische und persönliche Interessen verknüpft, deckt er die wahren Dilemmata der Personen auf. Dieses intellektuelle Anliegen inszeniert Dostojewskij auf äußerst spannende Art und Weise. Die Handlung hat ein atemberaubendes Tempo - einmal begonnen zu lesen, kann man das Buch kaum beiseite legen. Dostojewskij beherrscht die Menschenführung wie kaum ein anderer. Derart handlungstriebende Dialoge selbst mehrerer Personen gleichzeitig habe ich in ähnlicher Art und Weise lediglich bei William Gaddis gesehen.
Sowohl die Handlung als auch die Sprache sind klar und präzise. Kein Handlungsstrang ist für den Gesamtroman unwichtig. Dostojweskij verliert eine einmal eingeführte Person, meist bis zu ihrem mehr oder weniger gewaltsamen Tod, nicht aus den Augen. Damit ergibt der Roman ein abgeschlossenes Ganzes an dem nichts fehlt oder etwas zu viel ist. Genauso verhält es sich mit der Sprache. Die klare knappe Sprache verdichtet das Gesagte auf den Kern seiner Aussage. Dank sei der Übersetzerin, diese Sprache Dostojewskijs ins Deutsche übertragen zu haben.
Insgesamt sind die "Bösen Geister" ein Roman von unvergleichlicher Dichte. Die Handlung ist mitreißend. In geradezu seherischer Art und Weise hat Dostojewskij die politischen und menschlichen Entwicklungen unseres Jahrhunderts präzise vorhergesagt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema "Freiheit" erfolgt auf höchstem Nieveau unter Einbeziehung der verschiedensten Denkweisen. Jede Seite des Romans ist mehr wert, als das Buch eigentlich kostet!
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am 2. September 2013
Es ist schwierig für ein solches Buch eine kritische Rezension zu schreiben. Es gibt Literatur, die sich abhebt oder inzwischen so abgehoben ist, dass sie sich einer nachgehenden und kritischen Besprechung weitgehend entzieht. Ich bin sehr froh, es jetzt gelesen zu haben, um in meinem weiteren Leben, so hoffe ich jedenfalls, davon zehren zu können. Es hat so viele verschiedene Ebenen und Schichten, dass man sie bei erstmaligen Lesen gar nicht ergreifen kann.

Da begegnet einem Psychologie, Theologie, Politik, Symbolik, Individualethik und Sozialethik. Und eine ganz dunkle Vision voller Sozialdarwinismus, wenn darüber nachgedacht wird, wer bei einem politischen Umsturz eigentlich das Recht auf Leben behält oder welche über- oder untergeordnete Rolle in einem neuen Staatssystem erhält. Die Idee von eingeschworenen Fünfer-Gruppen, die übers ganze russische Land verteilt erst mal Terror verbreiten, um aus der entstandenen Unruhe heraus Anarchie zu betreiben, schaut beklemmend weit voraus bis in faschistoide Denkmuster des 20. Jahrhunderts. Da tut es einmal gut, wenn in kauzig-heiterer Manier bei einer Abendgesellschaft erst einmal darüber nachgedacht wird, ab wann eine Sitzung eigentlich eine Sitzung ist und ob da Beschlüsse gefasst werden dürfen und wie ernst das überhaupt zu nehmen ist.

Ich tue mir schwer mit dem Begriff: Modern! Deshalb nenne ich diesen Roman, so sehr es mir hier auf der Zunge liegt, lieber brisant. Brisant bis zum heutigen Tag. Denn manches – und da denken wir an manche Wirrköpfe, die ihr Heil nur im Zerstören sehen - ist aktuell geblieben. Darauf wird auch im wichtigen Nachwort eingegangen. Ich habe das gerne gelesen, da auch hier noch einmal Deutungsmuster des Buches vorgestellt werden.

Ich habe mir beim Lesen Zeit gelassen und es hat nicht geschadet, eher im Gegenteil. Die Namen der handelnden Personen konnten mich ab und zu verwirren. Da wurde es tatsächlich schwer. Die Übersetzung kann ich nur mitfeiern. Ohne sie wirklich beurteilen zu können, da ich des Russischen nicht mächtig bin. Das Buch ist erstaunlich frisch und flüssig geschrieben und übersetzt. War ich schon bei den „Brüdern Karamasow“ tief berührt und hat mich „Schuld und Sühne“ vor vielen Jahren schon gepackt, so ist nun „Böse Geister“ ein Roman, bei dem ich nur die Stunde preisen kann, als ich ihn begann.
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am 26. August 2015
Dostojewski nahm den um sich greifenden ideologischen Wandel am Vorabend der Revolution sowie einen in diesem Dunstkreis tatsächlich vorgefallenen Mord an einem Studenten (Netschajew an Iwanow) zum Anlass, diesen Roman zu schreiben. Aber dieser Roman geht weit über eine bloß romanhafte Abbildung der damaligen Zeit hinaus: Die Triebfeder zu dem Handeln sucht der Autor im Innersten seiner Protagonisten, und die Triebfeder zum Bösen entpuppt sich als erschreckende Charakterfäulnis mannigfaltiger Art (deswegen auch meine Verwendung des Buchtitels von v. Arburg u.a., der hier meines Erachtens gut passt). Die einzelnen Protagonisten leiden an verschiedenen inneren Schwächen oder Bösartigkeiten, welche der Handlung Antrieb und Gestalt geben.

Die Protagonisten werden im ersten von drei Teilen vorgestellt, jedoch nicht in einer schwerfälligen oder langweiligen Beschreibung, sondern als ein sich immer mehr zuspitzendes Netz aus Intrigen, Nöten, Lügen sowie sonstigen personellen Spannungen, in welchen sich die Protagonisten formen und ausrichten. Insbesondere der von Zerstörungslust innerlich zerfressene und nach Antworten suchende Stawrogin, sein absichtlich (zer)störendes Verhalten sowie die Frage nach dem Hintergrund von allem zeichnen den inneren roten Faden des ersten Teils. Zum zweiten Teil stößt dann Piotr als Gestaltender hinzu, ein respektloser und anarchistischer Egoist (aber wie Stawrogin aus gutem Hause), der vor nichts zurückschreckt, um seine Umsturzphantasien unbemerkt austoben zu können. Während in Stawrogin das Böse wie ein Dämon wirkt und sich widerspiegelt, den er nicht austreiben kann, ist Piotr einfach nur verlogen, niederträchtig, banal-bösartig. In diesem zweiten Teil tritt das Böse nun sehr konturiert und sehr deutlich zu Tage, das morsche Gebälk wird dem Leser ungeschminkt sichtbar, durch Darstellung der Psychologie, durch Darstellung der Taten von Stawrogin und Piotr, durch Darstellung des Milieus, welches nach und nach dem Bösen nachgibt sowie jeden inneren Halt verliert. Im dritten Teil entpuppt sich das Böse und Schwache aus den Protagonisten mit Skandalen, Verbrechen, Verzweiflung, Wahnsinn und weiterem, der dritte Teil ist das Feuerwerk menschlicher Schlechtigkeit und ihrer Folgen. Nur der den Rahmen gebende Stepan - ein weichlicher Träumer - findet kurz vor Schluss die Lösung aus der Not, eine Lösung, die man eventuell als Antwort auf Stawrogins Fragen ansehen kann.

Dostojewskijs Roman bleibt düster. Zu den bösen Geistern gibt es hier keinen Gegenpol wie Fürst Myschkin oder Aljoscha oder Sophia/Sonja, keinen Halt, an dem sich der Fallende stützen kann. Geradezu kafkaesk ist manch ein Schicksal im Buch, manch endgültige Sturz in das sinnlose Nichts; die ansonsten bei Dostojewskij sonst golden und warm einströmende Abendsonne fehlt in diesem Werk. Aber es ist ein ausgezeichnetes Werk, fesselnd, aufwühlend, sehr genial. Die frühen Antizipationen (z.B. wenn Dascha zu Stawrogin sagt, dass er sie am "Ende" rufen wird) zeigen, dass der Autor die Figuren innerlich zu Ende gezeichnet hat, bevor er die Feder zum Schreiben ergriff. Die Intensität dieses Epos ist daher aus einem Gus. Und die Bezüge zur heiligen Schrift geben eine weitere Interpretationsebene. Ein ganz großes Werk, allerdings fast ohne Lichtblick.

Die Übersetzung ist ein Traum. Schön ist auch, dass die zwei Gemälde, von denen im Roman die Sprache ist, im Anhang abgedruckt sind. Daneben haben wir Erläuterungen, Übersetzungen sowie eine Auflistung der wichtigsten handelnden Personen im Anhang.
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am 23. Juli 2004
Dostojewskij verwebt Handlungstränge und Personen, Vergangenheit und Gegenwart, Denkweisen und Beziehungsnetze, Wahrheit und Betrug, und alles steht unter Hochdruck wie ein Dampfkessel, der dann auch explodiert. Er zeichnet anhand einer Stadt ein raffiniertes, pessimistisches Epochenbild, obwohl er gegen Ende anmerkt, nach dieser (erzählten) Geschichte hätte sich die Stadt beruhigt.
Für mich steht nicht Nikolaj im Zentrum, sondern seine Mutter Warwara Petrowna Stawrogin. Von Anfang bis Ende kehrt die Handlung immer wieder zu ihr zurück und sie lebt, während alle andern tot sind, zuvorderst der vielverehrte Stepan, der altliberale Intellektuelle und Nikolai, ihr geheimnisumwobener und weitgereister Sohn, der Bürger des Kantons Uri in der Schweiz.
Es ist nicht leicht, immer die Übersicht zu bewahren. Es empfielt sich bei dieser Vielstimmigkeit, das Namenverzeichnis der wichtigsten Personen und Personenkreise auf S. 962 bei jedem Zweifel zu konsultieren.
Es ist übrigens eine sehr gepflegte, solid gebundene Ausgabe - keine Selbstverständlichkeit mehr! - , die z.B. in den Anmerkungen Bilder aufweist und so jeden Cent wert ist.
Dostjewskij gehört zu den Grössten.
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am 2. Dezember 2011
Die Charaktere sind komplex und die Handlungsfaeden sind verwoben und nicht immer leicht zu verfolgen, werden aber auf den letzten 100-200 Seiten perfekt zusammengefuehrt und abgeschlossen. Was mich an diesem Werk besonders beeindruckt hat und es heute noch lesenswert macht, ist die beinahe gespenstische Beschreibung der Ideologie des Untergrunds. Es gibt in der deutschen Literatur den ein oder anderen duesteren Vorboten spaeter tatsaechlich eingetretener Ereignisse (etwa im Wintermaerchen), aber kein Werk hat im Ansatz so konkret die kommenden Grausamkeiten vorhergesagt wie dieses Buch. Kann es denn sein, dass so lange vor der russischen Revolution bereits von Umerziehungslagern und Massenmord zum Zwecke der Verwirklichung der "perfekten Gesellschaft" die Rede ist? Und in der Baader-Meinhof Gruppe mag es manchmal so zugegangen sein wie in der beschriebenen "Fuenfergruppe". Ich bin kein grosser Literaturkenner, aber als ich dieses Buch zuende gelesen hatte, wunderte es mich nicht mehr, dass Dostojewski zu allen Zeiten wegen seiner bleibenden Aktualitaet gelesen wird.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2009
Dostojewskijs Roman hat als Haupthintergrund die Umtriebe der Nihilisten, einer revolutionären Bewegung im Russland des 19. Jahrhunderts. Hierbei ist deren Ziel die Vernichtung der existierenden Ordnung um einen Neubeginn zu starten.
Eine der Hauptfiguren der Erzählung hat so eine Revolutionszelle aufgebaut, welche sich in der Gesellschaft infiltriert, um diese auszuhebeln. Die Mitglieder der Organisation sind teilweise zwielichtige Charaktere, andererseits aber auch ehrliche Personen. Die Gruppierung bewegt sich so zwischen dem kriminellen Milieur und den oberen Kreisen.

Während der Erzählung lässt Dostojeskij den Leser des öfteren im Dunkeln tappen, bevor man nach und nach eingeweiht wird. Dadurch wirkt der Roman phasenweise unübersichtlich, bevor der Schleier gelüftet wird.

Lesern welche Dostojewskij neu entdecken möchten würde ich daher dieses Buch weniger empfehlen, sondern eher zum Roman Verbechen und Strafe (trug früher den Titel Schuld und Sühne) raten.
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am 18. August 2004
Als begeisterter Leser von Swetlana Geiers Neuübersetzungen konnte ich es kaum erwarten, nach "Verbrechen und Strafe" und dem "Idioten" dieses Werk in Händen zu halten. Wie üblich wurde ich durch Sprache, Personenzeichnungen und Dialoge schnell in den Bann dieses Buchs gezogen. Die Charaktere sind komplex und komplett gezeichnet, das Milieu ist brillant geschildert und die Entwicklung der Handlung wird sorgfältig vorangetrieben.
Was mich bei fortschreitender Lektüre aber immer mehr gestört hat ist der unmotivierte Ausbruch der Hysterie, der mit einem gewaltigen (meiner Meinung nach übertriebenen) Rhythmuswechsel einher geht: Auf den letzten 200 Seiten des Buches passiert praktisch alles im Rausch, was in den 800 Seiten vorher behutsam aufgebaut wurde.
Man mag dies nun als eine gelungene Katharsis ansehen, die dem Geschehen überdies eine gigantische Fallhöhe verleiht. Ich für meinen Teil finde die Entwicklung aber zu willkürlich vorangetrieben und das Ausbrechen der "Bösen Geister" (also der Massenhysterie) bei Charakteren wie von Lembke oder Lisaweta erscheint mir reichlich unmotiviert und überzogen - gerade weil ein überzeugendes Grundmotiv dafür fehlt. Sicherlich werden die Kräfte des Liberalismus, das Streben nach Individualität usw. als Ursachen bemüht, aber können jene wirklich dafür stehen, daß kontrollierte Wesen über Nacht "den Kopf verlieren"?
So lesenswert und facettenreich dieses Buch auch sein mag, es wird für mich immer im Schatten der stimmigeren Werke D.s, wie eben dem genialen "Idioten" oder "Verbrechen und Strafe" stehen.
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am 16. September 2008
Mit den Bösen Geistern (oder Dämonen) hat der Autor einen Roman geschaffen, der besonders den selber etwas boshaft Verschmitzetn unter den Lesern große Freude bereiten wird. Wenn man sich den Luxus gönnen möchte, den Fokus des Textes, nämlich die Beschreibung der Nihilisten auch mal großzügig aus den Augen zu verlieren, so wird man nicht umhin kommen, sich an den boshaft witzigen Teilen - besonders den zahlreichen, üppig inszenierten Skandalen großartig zu amüsieren und mit teuflich hochgezogenen Augenbrauen in das Buch hineinzugrinsen.
Der politisch korrekte Leser findet aber selbstverständlich genug ernsthafte Substanz und kann leicht darauf verzichten, sich in derart niederen Späßen zu verlieren ...
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am 10. April 2011
Fühlbar ist die 'Russische Seele'in der Übersetzung von Svetlana Geier.Erkennbar ihre Sprachkunst und Kultur beider Sprachen.Das Lesen dieses Buches bereitet Genuss.
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