Aus der Amazon.de-Redaktion
Oft erweisen sich aber die komischen Nebenfiguren als die erfolgreichsten, und das kalauernde Elchpaar namens Benny und Björn wird sicherlich viele Fans gewinnen können. Die Songs von Phil Collins sind wie üblich eher nebensächlich, wobei die handgezeichneten Animationen eindrucksvoll daher kommen (die wenigen eingebauten Computeranimationen geraten ein wenig mit dem allgemeinen Look des Films aneinander). Die Mammuts werden Kindern sicher gut gefallen, leider gibt es aber keine Säbelzahntiger. --Bret Fetzer
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Tontechnisch ein Hochgenuß, bildtechnisch auf höchstem Niveau und auch noch freundlich ausgestattet.
Bild: Die Optik gibt sich fehlerfrei und zeigt ruckelfreie Kamerabewegungen ebenso wie fast komplett rauschfreie Abbildungen von monochromen Flächen (00.42.35, Himmel). Natürlich ist das vollständig computergenerierte Bild in Kontrastfragen absolut perfekt und läßt Schneeszene genauso plastisch aussehen (01.05.48) wie Nachtszenen. Die Schärfe könnte trotz allem noch einen Tick - einen sehr kleinen Tick - konturierter sein, aber das sind marginale Nörgeleien.
Ton: Die Perfektion des Sounddesigns zeigt sich auch in einer glasklaren und wunderbar obertonreichen Stimmabbildung. Die Direktionalität ist bestechend scharf, wenn etwa ein Lavafeld mit seinem Glucksen und Zischen vor einem auftaucht, möchte man schnell nach Asbest-Stiefeln greifen (00.48.29). Ungewöhnlich transparent und umfassend wirkt auch die Musikmischung, die besonders in ihren perkussiven Teilen prachtvoll klangraumfüllend ist (01.13.56, Eskimo-Fest). Fabelhaft.
Extras: Allerlei familiengerechte Spielereien und etwas an produktionstechnischen Hintergründen, sowie Musik und ein etwas alberner Audiokommentar sind eine nette Ausstattung, nur der Kino-Trailer wäre noch freundlich gewesen... --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Angesiedelt ist die Story im Nordwesten Amerikas vor 10.000 Jahren. Zunächst wird das Alltagsleben der drei indianischen Brüder Sitka, Denahi und Kenai im regulären Leinwandformat skizziert. Hitzkopf Kenai (im Original von Joaquin Phoenix gesprochen) ist der jüngste der Drei. Als er bei seiner Zeremonie, die seine Wandlung zum Mann einläutet, eine Bärenfigur als Symbol für Liebe als Totem erhält, ist er enttäuscht. Als dann auch noch ein Grizzly die Fischbeute der Brüder klaut, führt dies zu tragischen Ereignissen, bei der der Älteste, Sitka, selbstlos sein Leben opfert. Kenai rächt sich, indem er den Bär erlegt. Doch danach wird er durch den magischen Einfluss von Sitkas Seele selbst in einen Bären verwandelt.
Sobald der Film nach etwa 25-minütiger Laufzeit zu Kenais neuer Perspektive als Tier umstellt, wird Breitwandformat eingesetzt. Die Farbenpracht der wunderschönen Naturumgebung mutet nun noch leuchtender und lebendiger an. Um sich von dem 'Fluch' zu befreien, muss Kenai sich dorthin begeben, wo 'die Lichter, die Erde berühren' - was den Zeichnern Gelegenheit gibt, atemberaubende Bildern von tanzenden Nordlichtern auf die Leinwand zu zaubern. Unterwegs trifft Kenai auf das verlassene Grizzlyjunge Koda, das er nur widerstrebend als Weggefährten akzeptiert, von dem er in einer Reihe von Abenteuern aber schließlich so manch wichtige und zukunftsweisende Lektion lernt.
Nach dem im Off stattfindenden tragischen Tod (eine Disney-Tradition, die schon seit 'Bambi'-Tagen zum Einsatz kommt) von sowohl Sitka als auch dem Bären, wird in Form von zwei holzköpfigen Elchen (im Original ziehen Rick Moranis und Dave Thomas ihre McKenzie-Brüder-Routine durch) willkommener Comic Relief eingebracht. Auch Koda ist in seiner aufgedrehten Art ein sympathisch-herziger Ausgleich zu den ernsteren Tönen. Die Songs von Phil Collins, der schon die Musik für 'Tarzan' beisteuerte, werden vorrangig für ansehnliche Montagen anstatt für von den Figuren vorgetragenen Musicalnummern eingesetzt, was sich als gelungene kreative Entscheidung erweist. Der kulturelle Hintergrund erinnert zwangsläufig an 'Pocahontas' (ohne allerdings jemals so bleischwer zu wirken wie dieser Film von 1995), sowie man die sprechenden Tiere und das Coming-of-Age-Element bereits aus 'Der König der Löwen' kennt. Dennoch ist 'Bärenbrüder' trotz oder gerade wegen eines gewissen 'Greatest (Disney-) Hits'-Feelings qualitätsreiche Unterhaltung, an der sich die ganze Familie erfreuen kann - und wird. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Aus der neuen Sicht sieht die Welt gleich ganz anders aus: Um sich auf vier Tatzen zurecht zu finden und wieder ein Mensch werden zu können, muss Kenai sich mit einem vermeintlichen Erzfeind anfreunden, dem jungen, bezaubernd putzigen Bären Koda, der stets ohne Punkt und Komma plappert und der auf der Suche nach seiner Mutter ist.
Gemeinsam macht sich das ungleiche Paar auf den Weg: Kenai, um seine Menschengestalt wieder zu erlangen, Koda, um beim sagenumwobenen jährlichen Bärenfest Salmon Run seine Mutter wieder zu finden. Und ausgerechnet der liebenswerte und tolpatschige Koda bringt dem zornigen Kenai während ihrer abenteuerlichen Reise bei, was Freundschaft, Bruderliebe und Toleranz