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Vor langer Zeit war Morris Buttermaker mal ein richtig guter Baseball-Spieler und die Hoffnung der Major League. Doch jetzt schlägt er sich stets leicht alkoholisiert und schlecht gelaunt durchs Leben. Weil er dringend Kohle braucht, lässt sich Morris auf einen Trainerjob ein. Doch die "Bären" sind eine absolute Gurkentruppe und ihr Coach ein Weiberheld und Großmaul, der seine besten Tage längst hinter sich hat. Als Buttermaker aber vom Coach Trainer eines rivalisierenden Teams beleidigt wird, packt den Grummel-Trainer der Ehrgeiz.
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Wunderbar geradliniges Remake von Michael Ritchies gleichnamiger Sportkomödie aus dem Jahr 1975. Ein cooles, politisch höchst unkorrektes Hohelied auf alle vermeintlichen Verlierer, verantwortet von Richard Linklater ("School of Rock"). Und mittendrin "Bad Santa" Billy Bob Thornton, der als Hauptdarsteller die Idealbesetzung ist. Aber auch Marcia Gay Harden und Greg Kinnear als Thorntons aalglatter, widerlich smarter Gegenspieler trumpfen mächtig auf. Frecher Witz und derber Humor - nicht nur für Baseball-Anhänger.
Blickpunkt: Film
'Die Bären sind los!' - Jetzt aber wirklich! Oft kopiert (siehe bereits allein dieses Jahr 'Kicking & Screaming' und 'Rebound'), erfährt der Goldstandard der Underdog-Sportkomödie (1976) nun von 'School of Rock'-Regisseur Richard Linklater sein offizielles Remake. Die ursprünglich von Walter Matthau eingenommene Rolle des versoffenen Baseball-Coachs eines lausigen Kinderteams ging gut gewählt an Billy Bob Thornton. Denn Thornton zieht eine lässig-lustige One-Man-Show durch, wobei der teils etwas krude Humor wohl an den kleineren Zuschauern vorbeigehen wird.
Der einstige Indieregisseur Linklater ('Before Sunrise') begibt sich wie mit 'School of Rock' auf konventionell-kommerzielles Terrain. Die Story ist ebenfalls ähnlich: Ein erwachsener Tunichtgut schwingt sich widerwillig zum Mentor einer Gruppe von jungen Losern auf und kann dadurch seinem eigenen Leben einen neuen Sinn verleihen. Für das Drehbuch hielten sich Glenn Ficarro und John Requa, die Thornton bereits seinen misanthropischen 'Bad Santa'-Part auf den tätowierten Leib schrieben, eng an die Originalvorlage. Ihr Protagonist Morris Buttermaker, ein ehemaliger Major-League-Spieler, ist diesmal nicht als Poolreiniger, sondern zwecks unappetitlicher Schauwerte als Exterminator von Ungeziefer tätig. Den Nebenjob als Coach für die miserable Mannschaft der Bears nimmt der Alki mit trockenem Humor wegen der Kohle an. Das Team besteht aus der gewohnten Regenbogenkoalition von Rabauken, die unter anderem den couragierten Raufbold, den coolen Rebellen, den schlagfertigen Fettmops, den bebrillten Computernerd, das schüchterne Muttersöhnchen und selbst einen Naseweis im Rollstuhl umfasst. Zunächst frönt Buttermaker auf dem Spielfeld nur seinem Bier und klopft markige Sprüche, während seine Spieler noch nicht mal die Grundprinzipien des Sports intus haben. Die Kehrtwendung tritt ein, als Buttermaker sich mit dem selbstgefälligen Trainer (Greg Kinnear) eines rivalisierenden Teams anlegt. Fortan wird ernsthaft trainiert und dank der Rekrutierung von zwei 'Geheimwaffen', der talentierten Pitcherin Amanda (Sammi Kane Kraft löst am Wurf-Diamond Tatum O'Neal ab) und Bad Boy Kelli, beginnt die Mannschaft ihren unaufhaltsamen Aufstieg, der sie bis zum Meisterschaftsspiel führt.
Thornton bringt nonchalant Nuancen seines anarchistischen 'Bad Santa' und seines Coach aus 'Friday Night Lights' ins Spiel. Sein Buttermaker ist ein charmanter Hallodri, der bei der Damenwelt prächtig ankommt. Damit zieht er nicht nur die Sponsorenschaft des lokalen Stripclub an Land, sondern kann auch bei der Mutter (Marcia Gay Hayden) eines seiner Schützlinge landen. Amüsant sind die meist lautstarken Interaktionen zwischen Coach und seinen renitenten und fluchenden Spielern. Wenn sie sich nicht auf dem Spielfeld (schon mal skurril wie im Original zu den Klängen von Bizets 'Carmen', die auch in 'Bad Santa' zu ihrem Recht kam) ins Zeug legen, wird dem Trainer bei seinem oft 'haarigen' Job (Rattenfallen aufsammeln, etc.) geholfen, aber auch gemeinsam in seiner Stammkneipe 'Hooters' mit den großbusigen Barmädels gefeiert und bei Eric Claptons 'Cocaine' mitgesungen. Lediglich beim Endspiel, inklusive der obligatorischen Egomanie-Attacke Buttermakers, die es zu überwinden gilt, bevor er fürs Leben geläutert am Happy End teilnehmen darf, kann selbst Thorntons famoses komisches Timing die Klischeehaftigkeit nicht so recht entkräften. Dennoch eine der unterhaltsameren Varianten des viel bemühten Genres, das allein schon deshalb subversiv ist, weil hier die Verlierer die wahren Gewinner sind. ara.
Der einstige Indieregisseur Linklater ('Before Sunrise') begibt sich wie mit 'School of Rock' auf konventionell-kommerzielles Terrain. Die Story ist ebenfalls ähnlich: Ein erwachsener Tunichtgut schwingt sich widerwillig zum Mentor einer Gruppe von jungen Losern auf und kann dadurch seinem eigenen Leben einen neuen Sinn verleihen. Für das Drehbuch hielten sich Glenn Ficarro und John Requa, die Thornton bereits seinen misanthropischen 'Bad Santa'-Part auf den tätowierten Leib schrieben, eng an die Originalvorlage. Ihr Protagonist Morris Buttermaker, ein ehemaliger Major-League-Spieler, ist diesmal nicht als Poolreiniger, sondern zwecks unappetitlicher Schauwerte als Exterminator von Ungeziefer tätig. Den Nebenjob als Coach für die miserable Mannschaft der Bears nimmt der Alki mit trockenem Humor wegen der Kohle an. Das Team besteht aus der gewohnten Regenbogenkoalition von Rabauken, die unter anderem den couragierten Raufbold, den coolen Rebellen, den schlagfertigen Fettmops, den bebrillten Computernerd, das schüchterne Muttersöhnchen und selbst einen Naseweis im Rollstuhl umfasst. Zunächst frönt Buttermaker auf dem Spielfeld nur seinem Bier und klopft markige Sprüche, während seine Spieler noch nicht mal die Grundprinzipien des Sports intus haben. Die Kehrtwendung tritt ein, als Buttermaker sich mit dem selbstgefälligen Trainer (Greg Kinnear) eines rivalisierenden Teams anlegt. Fortan wird ernsthaft trainiert und dank der Rekrutierung von zwei 'Geheimwaffen', der talentierten Pitcherin Amanda (Sammi Kane Kraft löst am Wurf-Diamond Tatum O'Neal ab) und Bad Boy Kelli, beginnt die Mannschaft ihren unaufhaltsamen Aufstieg, der sie bis zum Meisterschaftsspiel führt.
Thornton bringt nonchalant Nuancen seines anarchistischen 'Bad Santa' und seines Coach aus 'Friday Night Lights' ins Spiel. Sein Buttermaker ist ein charmanter Hallodri, der bei der Damenwelt prächtig ankommt. Damit zieht er nicht nur die Sponsorenschaft des lokalen Stripclub an Land, sondern kann auch bei der Mutter (Marcia Gay Hayden) eines seiner Schützlinge landen. Amüsant sind die meist lautstarken Interaktionen zwischen Coach und seinen renitenten und fluchenden Spielern. Wenn sie sich nicht auf dem Spielfeld (schon mal skurril wie im Original zu den Klängen von Bizets 'Carmen', die auch in 'Bad Santa' zu ihrem Recht kam) ins Zeug legen, wird dem Trainer bei seinem oft 'haarigen' Job (Rattenfallen aufsammeln, etc.) geholfen, aber auch gemeinsam in seiner Stammkneipe 'Hooters' mit den großbusigen Barmädels gefeiert und bei Eric Claptons 'Cocaine' mitgesungen. Lediglich beim Endspiel, inklusive der obligatorischen Egomanie-Attacke Buttermakers, die es zu überwinden gilt, bevor er fürs Leben geläutert am Happy End teilnehmen darf, kann selbst Thorntons famoses komisches Timing die Klischeehaftigkeit nicht so recht entkräften. Dennoch eine der unterhaltsameren Varianten des viel bemühten Genres, das allein schon deshalb subversiv ist, weil hier die Verlierer die wahren Gewinner sind. ara.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Remake der klassischen Baseballkomödie von 1975, in der ein stets mürrischer Baseball-Coach ein Team von jugendlichen Verlierern auf Vordermann bringt.
Kurzbeschreibung
Aus Geldnot nimmt der frustrierte und deshalb eher ungemütliche Kammerjäger Morris Buttermaker einen Job als Baseballtrainer einer Jugendmannschaft an. Der ehemalige Profi-Baseballspieler bringt zwar das nötige Fachwissen mit, doch die jugendliche Chaostruppe erweist sich als echte Herausforderung. Es gelingt ihm das Verliererteam nach und nach in Richtung Tabellenspitze zu führen. Doch nicht nur die Spieler werden zu Gewinnern.
Produktbeschreibungen
Billy Bob Thornton liefert eine wahnsinnig witzige Vorstellung in diesem Humor-Highlight vom Regisseur von School of Rock. Morris Buttermaker (Thornton) - früher professioneller Baseballspieler, jetzt Kammerjäger - rechnet mit leicht verdientem Geld, als er das Training der erfolglosen Juniorenmannschaft Bears übernimmt. Doch was ihn erwartet, übertrifft alles: Ein echter Chaotenhaufen von unfähigen Spielern, die jedes Spiel in einen Albtraum verwandeln. Angestachelt vom arroganten Trainer der Gegner (Greg Kinnear), unter Druck gesetzt von seiner neuen Arbeitgeberin und herausgefordert von den Bears muss Buttermaker jetzt irgendwie die Suppe auslöffeln und seinen Spielern bei etwas fast Unmöglichem helfen: ein Team