Moabit schaffen mit dieser EP genau das, was Fettes Brot mit "Schwule Mädchen" vergeblich versucht haben: Sie verbinden HipHop mit Einflüssen aus Elektrohouse und flechten sogar kurze, gesungene Melodien mit ein, und trotzdem bleibt das Endprodukt ein straighter Track im typischen West-Berlin-Style. Die Texte sind zum Großteil harter Battle, enthalten jedoch auch immer noch eine Botschaft - ungeheuer erfreulich, dass dieses Konzept bei ausnahmslos jedem Lied auf der EP angewandt wurde. Was die Skillz dieser Crew angeht, klappt einem beim ersten Hören doch das eine oder andere Mal verständislos die Kinnlade runter, vor allem was DJ Illvibe angeht. Er versteht es wie kein zweiter, aus englischen und deutschen Cuts vollständige Sätze zu bauen, während er in einer regelrechten Scratch-Orgie über die fiesen Beats rast. Hammer! Ich würde viel darum geben, die Jungs mal live zu erleben. Hoffentlich bauen Moabit ihren gewagten, neuartigen Style noch aus und lassen nicht so lange mit einem Album auf sich warten.