Kurzbeschreibung
Antikisierende Säulen, barocke Putten, Rokokoranken, gotische Türme, Zinnen. Holzloggien, Erker und Jugendstilfenster - was sich wie ein Sammelsurium verschiedener Kunststile liest, gehört zu dem Schönsten, das die ohnehin schon reizvolle Küstenregion Mecklenburg - Vorpommerns zu bieten hat: die Bäderarchitektur. Entstanden vor allem in der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20.Jahrhunderts, zählt sie heute zu den Sehenswürdigkeiten, die Tausende Besucher an die deutsche Ostsee zieht. Fern den in Beton gegossenen Bettenburgen, beherbergen die oft in strahlendem Weiß gehaltenen Gebäude häufig wieder herrschaftlich ausgestattete Hotels, gemütliche Pensionen, Geschäfte, Cafés und Gaststätten. Erstmals ausführlich wird in Bild und Text ein Phänomen beschrieben, welches sich weniger als kunsthistorische Stilrichtung fassen läßt, sondern die Vielzahl und Vielfältigkeit all' jener Bauten bezeichnet, die durch das Badeleben an der Küste entstanden. So beispielsweise die zum Teil in alpenländischer Holzarchitektur errichteten Hotels in Binz und die Anlagen des Fürsten Malte von Putbus in Lauterbach auf Rügen, das geschlossene Ensemble in Heiligendamm und die berühmte Seebrücke von Ahlbeck auf Usedom.