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Aztech
 
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Aztech [Taschenbuch]

Lucius Shepard , Joachim Körber
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 111 Seiten
  • Verlag: Edition Phantasia; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3937897054
  • ISBN-13: 978-3937897059
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,8 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 810.163 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Lucius Shepard
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eddie Poe ist Leiter einer Sicherheitsfirma an der mexikanischen Grenze, die vornehmlich desertierte US-Soldaten beschäftigt, die wegen ihrer Abhängigkeit von der Reflexe verbessernden Droge Samurai kurz Sammies genannt werden. Als Eddie und seine Leute von der High-Tech-Firma Aztech angeheuert werden, um deren Leiter, eine abtrünnige künstliche Intelligenz des US-Militärs, bei einer Zusammenkunft mit dem Boss des Carbonell-Kartells zu schützen, kommt es zu einer blutigen Eskalation. Einer von Poes Sammies zündet ein Mini-Kernkraftwerk, um die Flucht zu bewerkstelligen, und Poe stellt fest, daß seine eigenen Leute sich gegen ihn gewendet haben und die künstliche Intelligenz Montezuma ausschalten wollen ...
Lucius Shepard erlangte zu Beginn der 1980er Jahre literarischen Ruhm mit eindringlichen und bildhaften phantastischen Romanen und Erzählungen, deren komplexe Sprachkunst und psychologische Ausleuchtung oft mit Joseph Conrad verglichen wurden. In vielen seiner Romane verschmil zt er Motive von Science Fiction, Horror und Realismus zu ebenso faszinierenden wie einzigartigen Werken.

Über den Autor

Lucius Shepard, 1947 geboren, begann seine schriftstellerische Laufbahn 1967 mit Gedichtveröffentlichungen im Stil der Beat-Poeten und wandte sich Anfang der 1980er Jahre der Phantastik zu. Er wurde mit dem World Fantasy Award und dem Nebula Award für sein Werk ausgezeichnet. Shepard zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Autoren der USA.Joachim Körber wurde 1958 in Karlsruhe geboren. 1978/79 machte er sich als freier Übersetzer selbstständig. 1984 gründete Körber nach amerikanischem Vorbild zusammen mit Thomas Bürk (der 1993 ausschied) und Uli Kohnle den Verlag Edition Phantasia, um Science Fiction, Horror und Fantasy in gediegenen, numerierten, häufig illustrierten und von den Autoren und Illustratoren handsignierten Ausgaben auf den Markt zu bringen. 1998 erschien sein erster Roman. Daneben war Körber mehrfach in der Rubrik "Bester Übersetzer" für den Kurd Laßwitz Preis nominiert.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch beginnt mit dem Alltagsleben des Eddie Poe, welcher zusammen mit seinem Vater wohnt. Er selbst besitzt ein eigenes Unternehmen, eine Personenschutzfirma. Die Geschichte spiel in naher Zukunft in Mexiko, in einer Stadt, die sich El Rayo nennt. El Rayo zieht sich von der Golfküste bis zum Pazifik und grenzt direkt an die Vereinigten Staaten von Amerika. Das besondere daran ist nur, dass die USA einen gigantischen "Elektrozaun" entlang der Grenze errichtet haben, der jeden, der sich zu nah heran wagt, vernichtet. Wie die Stadt trägt auch der Zaun den Namen "El Rayo". Der Grund, den die Vereinigten Staaten zum Bau anführten, war die allgemein hohe Kriminalität in El Rayo (Drogen, Prostitution, Waffenhandel usw.). Eines Tages erhält Eddie Poe den Auftrag einen Abgesandten der Firma Aztech bei Verhandlungen mit einem der einflussreichsten Kartelle zu beschützen. Zu erwähnen ist hier, dass Aztech eine High-Tech-Firma darstellt, hinter der sich eine dem US-Militär entflohene künstliche Intelligenz versteckt. Doch die Verhandlungen laufen nicht so wie es sich Eddie Poe erhofft hat und ein unheimlicher Trip beginnt.

Mit hat das Buch sehr gefallen, da Lucius Shepard eine ungewöhnliche Art hat seine Geschichte zu schreiben. Besonders gut gefällt mir die Handlung in der Ich-Form Eddie Poes, welche intensiv seine Gedanken und Gefühle wiedergibt. Das und die kurze Textlänge sorgen für ein spannendes Lesevergnügen. Das Buch ist wirklich das beste Beispiel dafür, dass ein Science-Fiction-Thrille keine 800 Seiten benötigt um gut zu sein - und dennoch sind alle Beschreibungen und Dialoge ausführlich, so dass es dem Leser an nichts fehlt. Als einziges muss ich den Preis ein wenig in Frage stellen. 11,90 EUR für ein Buch, welches aus 111 großzügig gesetzten Seiten besteht. Jedoch muss ich gleichzeitig dazu sagen, dass die Edition Phantasia dem Käufer wirklich gute Stories (+ dementsprechende Übersetzungen) und eine hervorragende Buchqualität sprich Buchausstattung bieten.

Für mich stellt dieses Buch den idealen Start der "Phantasia-Paperback-Science-Fiction-Reihe" dar.
Ein spannender Science-Fiction-Thriller gemixt mit einem Hauch von Erotik.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
I believe we can fly 6. Oktober 2004
Format:Taschenbuch
Der 1947 geborene Lucius Shepard ist eines der größten Talente, das die phantastische Literatur in den achtziger Jahren hervorgebracht hat.
Ein Meister der Novelle und Kurzgeschichte mit einem genauen Auge für die Zeitströmungen sind seine oft surrealistischen Texte Spiegel menschlicher Abgründe.
Immer wieder - wie auch in dieser Novelle - zieht es seine gebrochenen Helden nach Latein- oder Mittelamerika. Brutal karrikiert und verzerrt er den American Way of Life und den amerikanischen Traum. Schon eine seiner ertsne Arbeiten -Das Leben im Krieg- entlarvte die Illusion amerikanischer Großmachtträume als Desillusion. Unter den Notstandsgesetzen der zur Zeit herrschenden amerikanischen Regierung kann ein kritischer Gegenwartsgeist wie Shepard fast nur bei Kleinverlagen publizieren.
In der Postcyberpunk Gesellschaft - Spuren finden sich in den aggressiven Massenmedien und den verzerrten künstlichen Intelligenzen - dieser Novelle herrscht Krieg in Lateinamerika, die Drogenkartelle sind institutionalisiert und arbeiten effektiv als eigenständige Wirtschaftsunternehmen. Die reichen USA - innerlich moralisch zerfallen - agieren hinter den Kulissen auf mexikanischem Terrain. Der Inhaber einer Personenschutzfirma - Eddie Poe - soll den Abgesandten einer künstlichen Intelligenz bei seinen Verhandlungen in Mexiko schützen. Schnell kommt Poe in den Konflikt mit einer brutalen, drogeninduzierten militärischen Einheit, deren Ziel die Ausmerzung aller Feinde der USA ist.

Schrill, gemein, romantisch - viele von Shepards handelnden Personen könnten den Film Nor Krimis der vierziger Jahre entstiegen sein - pointiert und originell entwickelt der Autor die wie eine Fahrt in der Geisterbahn verlaufende Handlung. Er gibt keine Lösungsvorschläge, er sucht keinen Heiland, er beschreibt eine mögliche zukünftige Variante des Lebens an sich und mehr kann der Leser von einem Gegenwartsautoren nicht verlangen.

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Von Jan-niklas Bersenkowitsch TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Mittelamerika in naher Zukunft. Eddie Poe, Personenschützer und Geliebter der Nachrichtensprecherin Guadalupe wird angeworben um den geheimnisvollen Gesandten einer eigenständigen KI bei Verhandlungen mit mächtigen Drogenbossen zu schützen. Den üblichen Konventionen des Science-Fiction Romans entsprechend geht natürlich alles schief und die Verhandlungen enden in einem Massaker.

Poe, Guadalupe der Abgesandte und ein durchgeknallter Sammy, ein mit Drogen vollgepumpter Elitekrieger, fliehen in die Einöde Südamerikas und stehen dort einen wahren Horrortrip durch. Nach und nach kristalliert sich heraus, dass hinter all dem mehr steckt als angenommen und Eddie beginnt an Dingen teilzuhaben, die er sich nicht einmal im Traum hätte vorstellen können.

Lucius Shepars Roman bedient sich aller Klischees des klassischen Cyberpunks. Neben Gewalt und einer angemessenen Portion Sex, werden erneut die Fahnen füpr Zukunftspessimismus und der Angst vor der sich immer rasanter fortentwickelten Technologie geschwungen, gewürzt mit einem leichten Schreibstil, der in sehr langen inneren Monologen des Ich-Erzählers Eddie daherkommt. Shepard macht beim erzählen seiner Geschichte bei weitem nichts neu, aber der schon angesprochene leichte Schreibstil ermöglicht es den Leser das Buch flüssig zu lesen und an einem Nachmittag durchzuhaben, sollte er darauf Wert legen.

Freunde des Cyberpunks kommen wohl auf jeden Fall auf ihre Kosten, Science-Fiction Fans im Allgemeinen erhalten zumindest angenehme Kost zu einem nicht minder angenehmen Preis bei guter Bindung und sauberer Übersetzung.
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