Sorry, aber wieder fünf Sterne! Obwohl ich diesmal durchaus auch Kritikpunkte gefunden habe, überwiegt doch die Begeisterung. Der dritte Teil der Ayla-Geschichte versucht einen Mix aus der Handlungsdichte des ersten und der Harmonie des zweiten Teils zu bilden. Ich halte es für gelungen. Es gibt beim Aufeinandertreffen mit dem Stamm der Mammutjäger einige Reibungspunkte, die dazu führen, daß die Spannung über mehrere Kapitel aufrechterhalten wird. Es hätten nur noch ein paar mehr sein können. Und daß die Autorin die Entzweiung Aylas und Jondalars bis fast auf die letzte Seite ausdehnt, ist schon fast schmerzhaft. Also ich mußte schon mal vorab hinten nachschlagen, wie es ausgeht, sonst hätte mich die Spannung fast zerrissen. Ansonsten fällt auf, daß sich zum Ende des Buches hin die Ereignisse fast überschlagen, wogegen am Anfang selbst Kleinigkeiten ganze ausführliche Kapitel gewidmet wurden. So bleiben am Ende einige Fragen im Unklaren: Wieso zum Beispiel durfte der praktisch mittellose Jondalar seine mit einem extrem hohen Brautpreis bewertete Ayla ganz umsonst mitnehmen? Trotz allem - in der Gesamtheit eine schöne Fortsetzung. Schließlich gibt es ja auch traumhaft schöne Abschnitte, so zum Beispiel die Adoptionszeremonie mit dem anschließenden Geschenkeverteilen - Seiten voller Magie, die ich bestimmt fünfmal gelesen habe. Und da man allgemein dazu neigt, Fortsetzungen von anspruchsvollen Vorgängern schon aus Prinzip runterzuputzen, will ich die paar Kritikpunkte nicht überbewerten. Darum volle Punktzahl!