Ayla und der Clan des Bären, der erste Band dieser Serie war sicherlich eine Sternstunde der Fantasy Literatur. Die Handlung in der Steinzeit anzusiedeln und eine imaginäre Wirklichkeit der Lebensweise, Sitten und Gebräuche der Neanderthaler zu erschaffen, war das Werk eines Genies.
Frau Auel hätte jedoch nicht den Fehler machen sollen, Fortsetzungen zu schreiben. Das einzige, was im ersten Band ein wenig störend war, nämlich die etwas zu ausführliche Beschreibung der Befindlichkeiten der Charaktere sowie Beschreibung von Landschaften usw. hat die Autorin in den darauf folgenden Romanen weiter gesteigert. Im dritten Band hat sie es bis zum Exzess betrieben!
Wir haben hier etwa 150 Seiten Handlung, der Rest ist Beschreibung von Landschaften, Kochrezepten, Herstellung diverser Utensilien, emotionaler Befindlichkeiten der Charaktere und vor allem: Sexszenen.
Das traumhaft schöne Aussehen der Hauptfigur Ayla, ihre überragenden Fähigkeiten, die detaillierte Beschreibung von Sexszenen und der Beschaffenheit von Fortpflanzungsorganen der handelnden Personen liefert jede Menge Stoff für einen Psychoanalytiker, der sich über die Autorin Gedanken machen will.
Hier werden m. E. Minderwertigkeitskomplexe kompensiert und sexuelle Wünsche in den Romanfiguren ausgelebt, leider auf Kosten des Lesers, dem es irgendwann mal auf die Nerven geht, dass der Jolandar einen besonders großen hat und die Ayla zu den wenigen Frauen gehört, bei denen er reinpasst.
Ich bin nicht prüde, aber wenn ich einen Fantasy Roman kaufe und dafür die feuchten Träume der Autorin (die sie alle 20 Seiten hat) in gedruckter Form bekomme, bin ich nicht glücklich darüber.
Wie aus den Rezensionen der folgenden Bände zu lesen ist, werden die Beschreibungen und die Sexszenen noch mehr und die Handlung noch weniger.
Deshalb schließe ich mich dem Wort einer anderen Rezensentin an, die über den vierten Band geschrieben hat: Für mich ist die Reise von Ayla mit diesem Band zu Ende. Für mich bereits mit dem dritten.
Empfehlenswert für jene, die einen langweiligen Pornoroman lesen wollen.