Aus der Amazon.de-Redaktion
Ayla ist eine Angehörige der Cro-Magnon-Menschen, die dem heutigen Homo sapiens schon sehr ähnlich waren, aber die Welt vor 30.000 Jahren noch mit den Neandertalern teilten. In Ayla und der Clan des Bären wurde die fünfjährige Ayla durch einen Erdrutsch zur Waise und vorbeiziehende Neandertaler nahmen das fremdartige Kind auf. Dieser erste Band bezieht einen Großteil seiner Faszination aus der Konfrontation zweier sehr unterschiedlicher, menschlicher Spezies. Ebenso faszinierend ist der beeindruckend recherchierte Detailreichtum, mit der Auel das prähistorische Europa für ihre Leser zum Leben erweckt.
Dem fünften Band kann man dasselbe vorwerfen wie auch schon früheren Bänden: Allzu verliebt ist die Autorin in ihre Heldin, die sich nach ihrer schweren Kindheit jetzt der verzückten Bewunderung ihrer Freunde allzeit sicher sein kann. Darüber hinaus verliert sich Auel oft in detaillierten Beschreibungen und Wiederholungen und vernachlässigt dabei die eigentliche Handlung. Doch ungebrochen ist die Faszination, die Auels Reise in die Urzeit auf uns ausübt: Ayla steht für den Einfallsreichtum und Überlebenswillen unserer Vorfahren, für den Anbeginn der menschlichen Zivilisation.
Nicht zuletzt werden Auels Romane auch als Liebegeschichte geschätzt, die nicht mit Einzelheiten aus dem Intimleben ihrer Titelheldin geizt. Und nach vielen scharfsinnigen Überlegungen der Steinzeit-Medizinerin, wo denn eigentlich die Babies herkommen, können sich alle Fans auf ein ganz besonderes Highlight im fünften Band freuen. --Birgit Will -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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