Die fünfundzwanzigjährige Türkin Ayla lebt in München von ihrer Familie getrennt. Sie arbeitet in einem Kindergarten als Springerin; immer dort wo gerade jemand in Mutterschaft ist. Zu ihrem Vater hat sie ein angespanntes Verhältnis. Ayla lernt den Fotographen Ayhan kennen und zwischen den beiden entwickelt sich langsam und vorsichtig eine Beziehung.
Gleichzeitig nimmt Ayla die junge Mutter Hatice mit ihrer Tochter Elif bei sich auf, weil die sich vor den Verwandten ihrer Familie bedroht fühlt. Ausgerechnet Ayhan ist der Bruder von Hatice. Die Familie übt Druck auf Ayhan aus, die Sache zu regeln und auch sein Zusammensein mit Ayla wird kritisiert.
Die Geschichte wird mit aufbauender Spannung erzählt. Dialoge und schlüssige Handlungen fördern interessante Charakteren zutage. Die Zwangslage der Protagonisten erinnert an eine griechische Tragödie. Gut gewählte Szenarien haben einiges fürs Auge zu bieten und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein anschauliches Gegenwartsdrama gelungen.