Hätte ich doch nur vorher die anderen Rezensionen gelesen. Da habe ich mich heute gefreut, endlich den letzten Teil zu erstehen, hab sogar NICHT auf das Taschenbuch gewartet und stelle fest, dass ich es hätte tun sollen.. Ich hätte sogar darauf verzichten können...
Ich bin auf Seite 200 und fast eingeschlafen. Nichts, aber auch gar nichts Neues ist dabei passiert. Die anderen Bücher haben mich ziemlich fasziniert, auch der Stein des Feuers, den einige ziemlich langatmig fanden.Ich mag diesen Erzählstil, ich mag Beschreibungen von Höhlen, von Malereien, von Festtafeln, von Zubereitungen... Aber ich mag ja auch die seitenlangen Beschreibungen bei Emile Zola oder Balzac, obwohl ich eigentlich für diesen Vergleich gesteinigt werden müßte.
Nur wenn 200 Seiten NUR Bekanntes aufgewärmt wird und nichts, aber auch gar nichts Interessantes passiert, dann hoffe ich, dass es irgendwann nochmal spannend wird. Da latschen sie endlos durch die Gegend, da werden ständig irgendwelche Namen aufgezählt von Personen, die nie wieder (na gut, das weiß ich noch nicht genau)auftauchen und wahrscheinlich unwichtig sind und immer und immer wieder die Verwandschaftsbezeichnungen durchgekaut. Na wenigstens werden Lanoga und Lorala, Janida und Peridal wenigsten am Rande mal erwähnt, obwohl auch da Bekanntes wieder aufgewärmt wurde.
Auf Seite 218 kommt eine Beschreibung von Aylas Hochzeitskleid und da mich das im letzten Buch ehrlich gefesselt hat, bemerke ich jetzt, dass die Beschreibung teilweise Wort für Wort übernommen ist.
Vorher nochmal die ganze Begebenheit mit Ranec, da können wir uns natürlich überhaupt nicht entsinnen... Und jaaaaa, die Mammutoi hatten Rundboote und die Sharamodoi hatten andere und wie die gebaut wurden - die Wiederholung haben wir wahrscheinlich schon im letzten Band überblättert.
Es wird auch nochmal erklärt, wer Rydag ist... Das wissen wir alle aus dem Mammutjäger und wer es vergessen hat, ist auch in den nachfolgenden zwei Bänden immer wieder aufgeklärt worden.
Dann wie ein Mantra immer wieder Aylas Akzent und wieder fast Wort für Wort ihre Begüßung durch Wolf, worüber alle immer wieder aufs Neue erstaunt sind, obwohl das ja schon im letzten Buch zu Liedern und Geschichten verarbeitet wurde.
Aber auf diese Weise kann man ja auch noch 20 Seiten füllen wenn einem nichts mehr einfällt. Ich glaube, ohne Kaffee halte ich das nicht durch. Vielleicht wird es sogar ein Frust-Prosecco.
Nunja, ich lese mal gelangweilt weiter.... Man hofft ja bis zum Schluss...Aber bis jetzt bin ich enttäuscht
Und ich bin durch und füge nochmal etwas hinzu. Schade, schade, schade... bis Seite 800 passierte, sozusagen, nichts... außer das Ayla mal nebenbei in ihrer Steinzeitwonderwomanmanie eine verlorene Seele gerettet hat, der sonst niemand helfen konnte.. Das fand ich auch bei den anderen Bänden stellenweise ein wenig zu dick aufgetragen - die heilige Ayla, Mutter Theresa, Hildegard von Bingen und Catwoman in einer Person, allwissend, alleskönnend, alleserklärend..
Aber das nur nebenbei.
Dabei gibt es durchaus Ansätze, aus denen eine schöne Handlung möglich geworden wäre. Ayla hat nicht gemerkt, dass Jondalar sich abwendet... wundert mich nicht, ich glaube, das hat keiner gemerkt. Wieso ausgerechnet Marona? Hätte man das nicht näher beleuchten können?
Lanidar und Lanoga haben sich zusammen getan. Wird mal so nebenbei im Nebensatz erwähnt. Ich fand sie im davorliegenden Band ganz interessant. Was hätte man daraus für Dramen spinnen können ;-)
Und dann ausgerechnet Laramar, also wirklich... Brukeval verschwindet mal eben so aus dem Stand in die Nacht und ward nicht mehr gesehen..
Besonders die Degradierung von Jondalar zum totalen Statisten hat mich enttäuscht. Nein, ich würd es nicht wieder kaufen und ich werd es wahrscheinlich auch nicht nochmal lesen.