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1.0 von 5 Sternen
Absolute Langeweile, 23. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Axolotl Roadkill (Audio CD)
Aufgrund des goßen Hypes entschloss ich mich das Hörbuch anzuhören. Das Einzige was ich allerdings dabei empfand war Langeweile, da sich die Monologe/Situationen/Episoden krampfhaft dahinzogen. Die enthaltenen Szenen über Drogen, Gewalt, Kindesmißhandlung,... kamen mir dabei immer nur als Möchtegern-Schocker vor, ergaben im Gesamtzusammenhang aber überhaupt keinen Sinn. Ähnlich wie schon in "Feuchtgebiete" hatte ich fast durchgehend das Gefühl, das das einzige Ziel der Autorin war, den Leser mit möglichst vielen Schimpfworten und Ekelszenen zu schockieren, was zumindest bei mir überhaupt nicht funktionierte. Im Gegenteil: ich mußte mich durch das Hörbuch quälen und war froh als es endlich zu Ende war.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Über verdichtete Ereignislosigkeit und semi-adoleszente Sinnsucherei, 20. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Axolotl Roadkill (Audio CD)
Achtung Schwurbel!
Hegemanns Roman beeindruckte mich schon allein deshalb, weil ihr Alter nicht vermuten lässt, dass sie sich in einer Welt einigermaßen zurechtfindet, die irgendwie undurchdringlich und gleichzeitig maximal transparent erscheint und eine Art grundsätzliche Mehrdeutigkeit nicht bestreiten will. Als vorstädtischer Berliner bin ich immerhin noch einigermaßen nah genug am Geschehen, um mindestens zu vermuten, was das in Axalotl Roadkill beschriebene Leben bedeuten könnte. Die im Roman so gerühmten Orte kenne ich ebenfalls und ein Lebensgefühl wie das beschriebene mäandert mal mehr oder weniger diffus bis in die spießbürgerlich-brandenburginischen Vororte Berlins hinein.
In jedem Fall ist der Roman ambitioniert, insofern er auf recht reflexive Weise ein wenig Ordnung in semi-adoleszentes Chaos zu bringen versucht und auch wenn es sich "nur" um eine fiktive Erzählung handelt, kann man klar erkennen, dass da jemand nicht nur sprachlich auf die Suche gegangen ist. Man kann das Büchlein aber auch als das Danach einer weitestgehenden ent-kontrollierten Affektabfuhr lesen. Natürlich sind heute allesamt so abgeklärt, dass sie immer gleich wüssten, was ein "Fuck" bedeutet, wenn es geschrieben steht, aber da gibt es sicherlich Möglichkeiten der Differenzierung.
Übrigens, hier sei die Hörfassung rezensiert, die durchaus verständlich und angemessen durch Birgit Minichmayr vorgetragen wird. Das Ganze ist gekürzt (!), um wieviel Sprachmaterial ist mir unbekannt. Meines Erachtens ist die Auswahl aber durchaus repräsentativ.
Alles in allem hat mir die Sache besser gefallen als ich nach dem üblichen Hype anzunehmen vermochte, gleichzeitig betone ich aber, dass mich ein wiederholtes Lesen sicher nerven müsste.
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