Vorab: Ich kann die schlecht begründete, nicht mit Seitenangaben oder Beispielen belegte Auffassung meiner Vorrezensentin nicht nachvollziehen.
Hier wurde auf 79 Seiten auf Lebensraum, Lebensweise, Entwicklung des Axolotls geschrieben. Auch auf Haltung und Zucht dieses Querzahnmolches (Ambystomaide) wird eingegangen.
Nachdem in der Einleitung auf sein Habitat und sich daraus ergebende Konsequenzen für die Lebensweise eingegangen wird, widmet sich der erste Abschnitt der Geschichte der Axolotlforschung. Der Schreibstil ist leicht verständlich, Fehler sind mir hier keine aufgefallen. Die Angaben zur Zucht und Haltung sind trefflich und auch praktikabel. Wer Zweifel hat, sollte hier mit Hermann (1994, im Literaturverzeichnis bei Wistuba angeführt) vergleichen. Ich habe den Abschnitt jetzt dreimal gelesen und die "vielen falschen Angaben" nicht finden können.
Gefehlt hat mir jediglich ein Beispiel für die Einrichtung eines Axolotlbeckens (Bild). Die Hinweise für die Einrichtung sind aber verständlich beschrieben.
Mit der Behandlung von Krankheiten beim Axolotl (ab S.31) habe ich bisher kaum Erfahrungen und kann daher den Wert der gegebenen Ratschläge nicht beurteilen.
Im Bereich der Systematik haben sich mittlerweile einige Änderungen ergeben, die jedoch teilweise noch unausgegoren sind. Die Anmerkungen zur Morphologie , Färbungsvarianten und Neotonie (ab. S.49) sind im allerwesentlichen richtig, verständlich beschrieben und darüber hinaus auch gut bebildert. Der Autor hat strittige Stellen und von anderen übernommenes Gedankengut auch mit Quellenangaben belegt. Wer daher bei manchen Punkten vergleichen möchte, sollte hier nachschauen. In keiner Weise scheint aber ein solcher Verriss des Buches gerechtfertigt, wie oben geschehen.