Unglaublich wie schlecht dieses Meisterwerk hier wegkommt !!!
Dieser Film ist genial und stylish. Das einzige was man ihm eventuell vorwerfen kann, ist, dass er vielleicht einfach nicht das genretypische Publikum anspricht. Wer hier einen Hool-Film wie Football Factory erwartet wird sicherlich enttäuscht sein, da hier das Thema Hooligans meiner Meinung nach lediglich einen Nebenstrang darstellt. Die Geschichte an sich ist viel komplexer. Sie behandelt neben der Hooligan-Thematik auch das Stil- und Lebensgefühl der späten 70er und der früher 80er Jahre wie z.B. die Kleidung (Adidas Forest Hills, Lois-Jeans, adidas originals Kaputzenparka etc.) die Musik (einer der genialsten Soundtracks aller Zeiten, z.B. The Jam, The Cure, Ultravox, Joy Division und Dalek um nur einige zu nennen). Außerdem geht es in dem Film in erster Linie um eine komplizierte Freundschaft zwischen zwei Jungs aus verschiedenen Schichten - Arbeiterschicht und Mittelschicht, was im England der Thatcher-Ära schon ein Thema gewesen ist. Man sollte diesen Film als ein großartiges Zeitdokument verstehen und nicht einfach als just-another-Hool-Movie ... dann würde es auch nicht zu solch katastophalen Bewertungen kommen.
Fazit: Nicht von den negativen Bewertungen abschrecken lassen. Mit "Awaydays" liegt eine anspruchsvolle Geschichte in genialen, detailverliebten Bildern vor. Allerdings ist bei mir der Funke auch erst nach mehrmaligem Anschauen so richtig übergesprungen, da man beim ersten Mal eben einen klassischen Hool-Film erwartet, was "Awaydays" zum Teil auch ist aber eben nur zum Teil ...