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Moviemans Kommentar zur DVD: Ein Meisterwerk, das hier in hoher Qualität und mit Bergen an Bonus vorliegt
Bild: Das Bild dieser DVD besticht in allen Belangen. Nur ganz selten gibt es Ausschläge nach unten. Bildrauschen ist kaum vorhanden und nur seltenst zu sehen (01:58:29). Ansonsten brilliert das Bild mit lebendigen Farben, die für hohe Plastizität sorgen (00:55:41). Der Kontrast ist hervorragend (Willem Defoe in seiner einzigen Szene hebt sich deutlich von der Nacht ab). Das Bild gestaltet sich detailreich. Bis hin zu den kleinsten Gegenständen und Applikationen kann man hier noch alles genau ausmachen. Besonders deutlich wird dies beim Einzug von Hughes und Anhang im Coconut Grove. Selbst die feinen Muster auf dem Anzug seines Kollegen sind hier noch bestens zu erkennen. Die Schärfe ist auf sehr hohem Niveau und begünstigt dies.
Ton: In Sachen Ton wurde ebenfalls nicht gepatzt. Die Dynamik ist durchwegs gut, die Sprachverständlichkeit zu jedem Moment gegeben, auch in lauten Szenen, in denen Effekte einen dominanten Eindruck erzielen (z.B: 00:05:35 mit den "Hells Angels"-Dreharbeiten oder 00:01:40 mit dem Absturz). Auf den Rücklautsprechern ist der Natur des Filmes entsprechend weniger geboten, aber wann immer es notwendig ist, wird auch auf diese zurückgegriffen.
Extras: Die Extras haben es in sich. Neben einem deutsch untertitelten Audiokommentar von Martin Scorsese gibt es eine zusätzliche Szene, die sich auch im Film selbst gut gemacht hätte, geht es doch um den Wert eines Menschenlebens, und zahlreiche Dokumentationen. Herauszuheben ist hier das vom History Channel produzierte "Moderne Wunder: Howard Hughes" (43 Minuten), das Einblick in das Leben dieses beeindruckenden Mannes gibt. Weitere Highlights sind das Gespräch der Filmemacher mit der Witwe von Howard Hughes und der Abend mit Leonardo DiCaprio und Alan Alda (28 Minuten). Abgerundet wird das alles mit mehreren Featurettes, die sich mit der Musik, den Effekten, den Kostümen, der Austattung und vielem mehr beschäftigen. Die Laufzeit der Extras beträgt über 167 Minuten. --movieman.de
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Blickpunkt: Film
Wie schon bei der 'Alexanderschlacht', aus der sich Scorsese zurückzog, konkurrierten hier mehrere Projekte miteinander, darunter von Christopher Nolan, Michael Mann (der Regie und Star an Scorsese abtrat und nur noch als Produzent auftritt) und von Warren Beatty, der als Idealbesetzung vor Jahrzehnten bereits ein Drehbuch schrieb, dann als legendärer Zögerer aber die Produktion so lange vertrödelte, bis Falten den jungen Hughes unerreichbar machten. Auf diesen aber konzentriert sich John Logans Drehbuch, das einen Zeitraum von 20 Jahren abdeckt und 1947 mit Hughes letztem öffentlichen Großauftritt endet. So spannend auch die folgenden 30 Jahre gewesen wären, in denen Hughes Fox-Star Jean Peters zur Frau nahm, obwohl er bereits heimlich mit RKO-Starlet Terry Moore verheiratet war und er sein Imperium als exzentrischer Einsiedler leitete, interessiert sich Scorsese nicht für das Skandalöse, sondern die Leistung - und als wandelnde cineastische Enzyklopädie natürlich auch für die Glanzzeit Hollywoods.
Nach einem verstörenden Opening aus Hughes' Kindheit, mit dem Scorsese sehr verkürzt den späteren Paranoiker und Phobiker erklärt, aber in der Kontrastierung von Mensch und Raum auch ein Monument von Orson Welles zitiert, steigt man mit den Dreharbeiten zum extrem teuren Regieerstling 'Hell's Angels' mitten in das Leben des 22-jährigen Millionenerben ein. Hier zeigt sich der Pionier, der Außenseiter, der das System herausfordert, aber auch die Eitelkeit eines Mannes, der Sternberg toppen will, im Unterschied zu ihm aber wenigstens sein eigenes Vermögen verschwendet. Als Hughes seine Fluggesellschaft gründet, rückt Hollywood, von einem kleinen Exkurs zum Western 'Geächtet' abgesehen, in den Hintergrund. Der kalifornische Harem, in dem der Frauenmagnet wilderte, aber bleibt präsent. Scorsese beschränkt sich auf Faith Domergue, die Hughes als 15-Jährige kennen lernte, auf Ava Gardner (Kate Beckinsale), die mit Hughes zwischen oder auch während ihren Ehen mit Mickey Rooney und Artie Shaw Stop-and-Go-Affären hatte, und Hughes große Liebe Katharine Hepburn, die Cate Blanchett lebhaft, in eigenwilliger Theatralik, witzig und auch sensibel verkörpert.
Thematischer Schwerpunkt ist aber Hughes' Rolle als Flugpionier, der Geschwindigkeitsrekorde aufstellte, der mit der TWA die Monopolstellung von Pan Am zu brechen versuchte, der von korrupten Politikern sabotiert wurde und von neuen Maschinen nicht nur träumte, sondern sie mit dem ihm eigenen Perfektionismus auch entwarf und bauen ließ. Von den ersten Bildern an untermauern Scorsese, Kameramann Robert Richardson und Produktionsdesigner Dante Ferretti ihren Anspruch, hier ein Porträt von Format auf die Leinwand wuchten zu wollen. Dank dieser Koalition ist 'Aviator' eine Sehenswürdigkeit: prachtvolle Totalen von Filmpremieren, dynamische Nightclubszenen, eine Notlandung im surreal blaugrauen Gemüsefeld, Glamourfotografie und Zitate aus der Technicolor-Ära, ein spektakulärer Crash mitten in Beverly Hills, Alec Baldwins traumhaftes Pan-Am-Büro, aber auch die Sequenzen, die den Absturz des Fliegers, seine Deformation zum paranoiden Sonderling zeigen, dessen Angst vor Keimen zwanghaft und dominant wird. Diese Szenen verleihen der anfangs schwerelosen Aufsteigerbiographie wichtiges Gewicht, lassen DiCaprio stärker in den Vordergrund treten, der dank Make-up, Outfit und Ausleuchtung Hughes immer ähnlicher wird, ihn auch als gequälte Seele begreifbar macht. Nicht zuletzt dank DiCaprio ist 'This Boy's Life' mehr als nur großes Augenkino. kob.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Kurzbeschreibung
Produktbeschreibungen
Ausgerüstet mit einem kleinen Vermögen, das ihm sein Vater vermacht hat, revolutioniert der junge Texaner in den dreißiger und vierziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts Hollywood und wird einer der erfolgreichsten Produzenten und Regisseure der Traumfabrik.
Der waghalsige Pilot und berühmteste Flieger seit Charles Lindbergh ist außerdem eine treibende Kraft der modernen kommerziellen Luftfahrt und gründet die Fluglinie TWA. Hughes ist eine der aufregendsten Persönlichkeiten seiner Zeit, mit einer Aura von Anziehung, Glamour und Geheimnis. Männer bewundern den Milliardär, Frauen liegen ihm zu Füßen, die größten Hollywood-Stars verlieben sich in ihn. Er hat skandalträchtige Affären mit einigen der schönsten Frauen der Welt, wie dem eleganten Hollywood Star Katharine Hepburn in den 30er Jahren und Ava Gardner, der sinnlichen Leinwandgöttin der 40er. Doch Howard Hughes hat nur eine wahre Liebe: das Fliegen - sowie das Streben nach Perfektion.
AVIATOR erzählt auch von Hughes Kampf mit seinen körperlichen Gebrechen und Phobien und mit seinen immer unkontrollierter werdenden, zwanghaften Ausbrüchen, die dazu führen, dass er sich schließlich isoliert und von seinen Mitmenschen und der