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Avenue B [Musikkassette] Doppel-CD

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Produktinformation

  • Hörkassette
  • Anzahl Disks/Tonträger: 2
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Virgin Records America Inc.
  • ASIN: B00005MJIJ
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Audio CD  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

SPEX

Alte Pilger bekennen: Auch mein Leben war wie ein Buch. Mit Ketchup konnte man es gerade noch so runterwürgen. Aber glaubt nicht, dass das alles ein reiner Spaß war. Die letzten großen Tabus im Leben jeder armen Sau wie Du und ich, also auch im Leben Iggy Pops, sind gefallen: Einsamkeit, Chansons, Oden an das »tough little Nazi girl«, Lieder über die Freuden der Freundlichkeit, den Sensenmann und dringend benötigte Wunder. Wenn dieser Weise übers Ficken singt, klingt das, wie wenn Winston Churchill beim Bäcker von der Zeit fantasiert, als er noch Marathonläufer war: bizarr, wehmütig und absolut überzeugend. Vertretene Musikrichtungen: Country, Tango, Fanta Mango, Mick und Muck. Alle Lieder hier drauf sind Folk, wie ein alter Mülleimer Folk ist, der unversehens auf die Straße umkippt, und dann fallen lauter Perlenketten, Goldbarren und leise quäkende, trompetenartige Blasinstrumente raus. Das allgemeine Gefühl, das von dieser Platte ausgeht, ist wohl zu umschreiben mit: »Schubidubidu. Bald bin ich ein Leichnam. Du auch. Scheiße. Schubidubidu. Jesus, du alte Tunte, riechst heute ja wieder ganz schön nach Haifischkotze. Schubidubidu. Und so weiter.« @Normal:Verhält sich zu den Rolling Stones wie ich (wir beide stehen drüber). Iggy Pop betrachtet »würdig Altwerden« als eine Herausforderung durch die ganze übrige menschliche Gattung, und er hat die Probe bestanden. Friede sei mit ihm. ©SPEX

INTRO

Es wird dem guten Ig nicht erspart bleiben, daß "Avenue B' allerorten als altersweises, würdevolles Werk eines endlich doch gereiften Großkopferten diverser vergangener Rock-Epochen goutiert werden wird. Denn: genau das ist es. Der öffentliche Oberkörper, so sehnig, so agil, so immervollepulle, ist scheinbar sanft geworden; die eigene Perspektive mit Fünfzig ist eine andere. Immer noch sexy, der alte Schwerenöter, immer noch ein Voyeur, wie er im Buche steht, aber die Hand am Sack ist weg. Da hat die Nazi-Freundin zwar 'nen klasse Arsch, aber der innere Wert ist, was ihn fesselt, die Leere in ihrem Blick. Schwere letzte Dinge, aufgehängt an durchaus interessanten, superpersönlichen Geschichten, die sich erst durch oberflächlich joviale Beobachtungen zum wahren, introspektiven Kern wühlen müssen. Bücher, Lesen. So was wird wichtig, wenn das Alter dräut. Und im nächsten Song ist Iggy dann endgültig "free', von allem, was an der Ecke feilgeboten wird. Inklusive Weibsvolk. Du meine Güte. Durchaus bewundernd ist sein Gestus, wohlwollend ohnehin. Allein, so ganz verstehen wird er sie nie, die Frauen - und damit findet er sich prompt ab. Hat ja nicht viel Zweck, das, was man liebt, von dem man nicht lassen kann, zu bekämpfen, zu negieren, wie Scheiße zu behandeln. Da konstatiert er lieber, in fast stolzem Ton, daß irgendeine "Miss Argentina' ihn liebt. Obwohl sie die Stones mag. So was belustigt Iggy schon nicht mehr, denn ihr Sohn trägt ein Ramones-T-Shirt. Mit großstädtisch zurückhaltender Grandezza schwirrt und surrt, plinkert und pluckert und tuckert und swingt und jazzt und schweineorgelt sich unser aller Tunichtgut durch leise Songs, die auch einer Entertainer-Version von Leonard Cohen gut zu Gesicht stehen würden. Hier schließt sich der Kreis. Iggy, dessen Tun vom weiblichen Teil der Weltbevölkerung von jeher als diffus sexy, mindestens aber atemberaubend goutiert wurde, kreuzübert zu einer anderen Ikone des gediegenen Älterwerdens und legt sein Wesen wie ein offenes Buch dar. Und ist sexy wie Hölle. Da wird öfter mal gespokenwordet und nur zweimal gerockt im Sinne von früher. Sprengt aber nicht den Kontext, denn ein Grandseigneur des fulminant selbstzerstörerischen Brimboriums darf auch mal Rückschau halten. Im funky-zappeligen Latino-Kracher "Ya Yo Habla Espanol' wird's phasenweise sogar lebensfroh; ansonsten herrscht ernste, karge Nabelschau. Und Herr Don Was, of alle Produzenten-Hansdampfs, läßt ihn machen, beläßt es beim übersichtlichen, nicht überbordenden Sound. Alles andere wäre Tand. Wie die Jugend. Kein Platz für so was auf der Avenue B. Was für ein Husarenstück.

Rembert Stiewe / © Intro - Musik & so
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Kundenrezensionen

4.7 von 5 Sternen
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 26. November 1999
Format: Audio CD
Iggy Pop, schon im 54. Jahr, beweist, Daß seine Tage als "American Caesar" noch nicht gezählt sind, und daß er, im etwaigen Alter meines Vaters, sowohl rocken (Corruption), wie jazzen (I Felt The Luxury), natürlich auch denken (Nazi Girlfriend) und auch reden (She called me Daddy) kann. "Avenue B." ist der Beweis dafür, daß Generationen sich streiten, aber sie alle wollen Iggy, ähnlich wie ein Wein: Je älter, desto besser, aber letztenendes weiß man nur" Weiss oder Rot".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Martin Grosse am 1. Mai 2010
Format: Audio CD Verifizierter Kauf
Nachdem ich Iggy erst vor zwei Wochen in Straßbourg mit den Stooges gesehen habe,und wie immer bei Iggy ein richtig geiles Concert erleben durfte, fiel mir ein, daß in meiner fast kompletten Sammlung von Iggy-Tonträgern noch die Alben "Avenue B" und "Preliminaires" fehlten. Nun ist die Lücke gestopft und schon beim ersten Hören war ich von beiden begeistert. Ich mag den knallharten, lauten und schnellen Sound der Stooges sehr, aber was Iggy mit diesen zwei Soloalben produziert hat, ist einfach nur gorßartig. Da fällt kein Song ab, jeder für sich Kleinod. Für Iggy Fans sind beide Scheiben ein Muss und alle die bei Iggy nur an Alt Punk denken sollten mal reinhören und sich von Iggys wunderbarem Gesang überzeugen lassen. Iggy ist für mich einer der Allergrößten im Popgeschäfft, auch wenn sich das nie in den Verkaufszahlen seiner Werke niedergeschlagen hat. Ich hoffe er wird mindestens 100 Jahre alt und macht noch viele solch genialer Scheiben.
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Format: Audio CD
Iggy Pop ist mit diesem Album mal wieder für eine Überraschung gut gewesen.
Wer hätte gedacht, dass der Indie- Rocker hier ein äußerst ruhiges Album heraubringt, und sich an Stilen ausprobiert, mit denen er bisher kaum in Zusammenhang gebracht wurde?
Aber Iggy zeigt hier, dass er sich nicht in eine Schublade stecken lässt, unberechenbar bleibt, und sich vorbehält, sich und seinen Stil zu ändern, zu entwickeln und weiter zu experimentieren.
Und so versucht sich Iggy hier mit Folk-, Countryklängen, und sogar Jazz (und das gar nicht mal so schlecht). Natürlich auch wieder mit Rock and Roll. Nichts ist Iggy peinlich oder fremd.
Andererseits: zeigt sich darin nicht auch die Vielseitigkeit des talentierten, facettenreichen Künstlers?

Vom Ergebnis waren seine Fans allerdings mehrheitlich nicht besonders überzeugt, was sich auch mal wieder in den eher schlechten Verkaufszahlen niedergeschlagen hat. Die Leute waren verwirrt.
Auch er selbst schien nicht so ganz überzeugt zu sein von der Platte, wovon ja seine Nachfolge- Platte, in der er sich wieder ganz dem Rock and Roll verschreibt, Zeugnis ablegt.

Auch wenn es vllt. Iggy selber nicht ganz der Versuch wert sein sollte; mir gefällt die Platte hier besser als der Nachfolger "Beat 'em up"! Gerade auch wegen seiner ruhigen und nachdenklicheren Art von "Avenue B", das auch Alter und Erfahrung des Künstlers eher gerecht wird.
So darf sich ein älterer Rockmusiker meiner Meinung nach anhören, auch wenn er früher ein reiner ROck and Roller gewesen ist!
Und so finde ich das ALbum gar nicht so schlecht. Ich halte es für ehrlich und passend.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von BSH am 11. Februar 2008
Format: Audio CD
Schon immer gab es auf den meisten Alben von Iggy Pop auch leise Töne zu entdecken. Eine Gitarre, eine Stimme war also nicht die große Überraschung.
Eher ist es der Schwerpunkt der diesmal ganz eindeutig auf leise, nachdenklich, ja sogar traurig und sentimental liegt. Dabei spielt er seine gesanglichen, bzw. sprachlichen Qualitäten voll aus. Wer einmal versucht auch nur mitzusummen ist oft ganz schnell am Ende - zu anspruchsvoll und zu eigenwillig.
Krachen lässt es Iggy lediglich in zwei Titeln, wobei ich auf Iggy's spanisch hätte gut verzichten können. "Corruption" gabs als Videoclip - ich finde, es ist nicht das Sahnestück des Albums und auch nicht repräsentativ.
Außerdem zu hören: viel gesprochene Teile mit einer Sprachmelodie, die fast schon an Gesang grenzt (I felt the luxury).
Ich erinnere mich, dass er in einem Interview gesagt hat, er wollte so was einfach mal machen. Ich denke die Coverversion "Shakin' all over" (~1960 Johnny Kid & the Pirates) gehört auch in diese Kategorie. Könnte sein, der Song hat den damals 13-jährigen James Osterberg mitgeprägt.
Ob die Texte nun neue, interessante Erkenntnisse für den Hörer bringen? Ich glaube kaum, dass es in der Absicht des Schöpfers lag. Ich vermute eher eine gute Portion Egoismus, den sich Mr. Pop inzwischen leisten kann.
Glaubwürdig erzählt uns Iggy was einen Mittfünfziger umtreibt, zieht Bilanz - zum Teil verbittert, zum Teil ironisch - aber immer so, dass man gerne zuhört, so man seine Art mag, auf den Punkt zu kommen. Auf dem Booklet steht: Parental Advisory Explicit Content.
Und da der Mann gelernt hat deutlich zu artikulieren, braucht man noch nicht mal das Booklet.
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