Ob Kunststoffverkleidungen von Hausgeräte, Helmvisiere, Motorrad-Windschield, Cabrio-Heckfenster, Handy-Display etc., nichts zerkratzt so schnell wie Kunsstoff.
Bei der Windschutzscheibe meiner BMW K 1200 GT reicht es das Wasser vom Eimer an der Tankstelle zu verwenden um unzählige Kratzer zu verursachen, die bei direkten Sonnenlicht sichtbar werden und das Licht brechen.
Polycarbonat glatt zu schleifen ist ein undanbarer und schweisstreibender Job. Man hat das Gefühl, dass man einfach nicht voran kommt.
Wenn ich so in meinem Wunderkasten schaue, habe ich sieben verschiedenen Kunsstoffpolituren und keine davon ist ein Wundermittel.
Ich schliesse daraus, dass die Schleifkörper dieser Polituren extrem fein sind, damit sie keine neuen Kratzer verursachen.
Daraus resultiert einen ebenfalls extrem geringen Wirkungsgrad. Dieser Defizit muss durch Bearbeitungszeit ersetzt werden, das ist wohl mathematisch klar und logisch:
Schon Albert Einstein hatte das mit der Formel E =MC² beschrieben, wobei
- E für "Ergebnis" bzw. Arbeitsergebnis
- M für "Materialeinsatz", also die Politur
- C für "Chweiss" , also Arbeitseinsatz steht (Einstein war schlecht in der Schule und arbeitet in der Chweiz).
Diese praktische Entdeckung, die er 1904 beim Putzen von Kochtöpfe machte (1), setzte er 1 Jahr später in einer Physiktheorie um.
Das war aber so abstrakt, dass bis in den dreizigen Jahren hinein nur eine Handvoll Menschen, in der Lage waren, sie zu begreifen.
Das erklärt auch warum bis heute, zahlreiche Menschen immer noch irrtümlich glauben, dass die Politur (M) der entcheidende Faktor ist.
Der entscheidende Faktor ist aber die Arbeit (C), denn sie wirkt sich zum Quadrat auf das Arbeitsergebnis aus.
Sie (die Arbeit) ist eine nicht beliebig dehnbare Konstante. Jeder Mensch weiss aus Erfahrung, dass er ein bestimmtes Arbeitstempo nicht überschreiten kann. Man kann sie aber in der Zeit unendlich fortführen, zumindest bis zum Punkt wo die Kratzer weg sind. (Irgendwann erreicht die Kunststoffoberfläche den Zustand der Singularität wo Licht nicht mehr durch Kratzer ungeordnet reflektiert wird).
Es ist also wissenschaftlich erwiesen, das beim Polieren von Kratzern nicht die Politur sondern die Arbeitszeit zählt.
Wissenschaftliche Experimente unter reproduzierbaren Bedingungen an verschiedenen Orte (Küche, Garage, Werkstatt, Wohnzimmer...an zahlreichen Objekte) haben dieser Erkenntnis seit Jahren eindeutig bewiesen. Ich verweise auf die Publikation dieser Experimente (hier bei bei Amazon unter der Bezeichnung "Rezension" der verschiedenen Polituren).
Autosol ist nicht wesentlich anders aber wesentlich preiswerter als andere Polituren wie Displex oder Poliwatch, daher 4 Sternen.
Gruß
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(1) Zur 100. Geburtstag dieser Entdeckung brachte Lidl 2005 einen Putzpulver namens "Einstein - einfach genial" in die Regalen.