Mit AWII legen John Frusciante,Josh Klinghoffer und Joe Lally die 2. rund 45 Minuten der 2004 Studiojamsessions vor.Stilistisch unterscheidet es sich trotz der Verwandtschaft mit Automatic Writing schon etwas.So ist Hands mit seinen Claps und Johns Gesang recht tanzbar und weniger effektbeladen als man es von Ataxia gewohnt ist.Auch die anderen Tracks sind teilweise etwas schneller und rockiger als auf dem Vorgänger,mit Ausnahme vom Opener Attention,der sehr stark auf Gitarre plus Synth beruht,der Track ist etwas zu lang,da kann sich Frusciante noch so doll die Seele aus dem Leib schreien,und The Empty's Response wo Josh singt,ein sehr ruhiger Track,der fast schon wie ein normaler Song ist,mit cleaner Gitarre,Frusciantesque Soli und ohne Drums.Das Album wurde 2006 von John geremixt und besonders bei Attention wurde viel mit Effekten und Panning gearbeitet,wie man es später bei The Empyrean wiederfinden sollte.
Alles in allem gefällt mir die erste AW besser,aber das ist Geschmackssache.Viele Dinge sind nicht mehr so erfrischend wenn man die erste Veröffentlichung schon kennt bzw. waren bis auf Hands alle Songs schon von Liveauftritten bekannt.Wer Automatic Writing mochte,kann hier aber ruhug zugreifen,neue John Frusciante-Jünger sollten sich lieber erstmal mit Werken wie Shadows Collide With People,The Will To Death,Curtains und The Empyrean vertraut machen,wo der Chilipepper auf konservative Songstrukturen baut.Ataxia ist was für Fans von Improvisation und Experimentierfreudigkeit,wenngleich die "Songs" von Ataxia durch die konstanten Basslinien Lally's nie zu komplex und durcheinander geraten.