Aus der Amazon.de-Redaktion
Mit diesem zerbrechlich wirkenden Album voller sanfter Melodien und Streichersätze setzten R.E.M. nach Out Of Time, ihrem Erfolg aus dem Jahr 1991, mitsamt ihrem stilistischen Schleuderkurs, fort. Durch die tröstende Ballade "Everybody Hurts" wurden sicher unzählige Selbstmordversuche verhindert, während "Man On the Moon", der Tribut an Andy Kaufman (bei dem Michael Stripe Elvis Presley imitiert) und das endlos abrockende "Drive" wohl zu den stärksten Hits des Quartetts gehören. (Die Einleitung "Hey, Kids, Rock And Roll" ist weniger ein Aufruf als ein Ausdruck der Angst.) Man muß das Album ein paarmal hören, bis sich sein Reiz erschließt. Aber dennoch: Automatic ist ein kleines Juwel zwischen den großen Hits Out of Time und Monster. --Steve Knopper
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Das millionenschwere Vorgängeralbum Out Of time war noch lange nicht der musikalische Höhepunkt der vier Südstaatler: Noch ruhiger, noch atmosphärischer und noch subtiler präsentiert das Quartett aus Georgia hier kammermusikalischen Pop. Obwohl Country-Gitarren in Man On The Moon, Sinfonieorchester in Nightswimming und Michael Stipes verfremdeter Gesang in Drive ganz bestimmt keine alltägliche Liaison eingehen, steht Automatic... da wie aus einem Guß und bestätigt auch mit dem neunten Album R.E.M. als Amerikas wichtigste Rockband.
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Nein, die vier Rocker aus Georgia ließen sich vom Erfolg ihres letzten Albums "Out Of Time" nicht in Versuchung führen. R.E.M. gingen nicht auf Nummer Sicher, um an die Hits "Losing My Religion" und "Shiny Happy People" anzuknüpfen. Und nur so bleiben sie sich mit ihrer neuen Platte treu: Denn "Automatic For The People" zeigt, daß die Band noch lange nicht am Ende einer spannenden musikalischen Entwicklung angelangt ist. Bei R.E.M. muß man nach wie vor mit Überraschungen rechnen. So macht sich als erste Reaktion beim Hören eine gewisse Ratlosigkeit breit: Leicht erschließen sich die zwölf neuen Songs nicht. Manches wirkt spröde, manches düster. "Shiny Happy People"? Fehlanzeige. Doch früher oder später platzt der Knoten, und die Schönheit dieser Songs offenbart sich in all ihren schillernden Facetten. Am ehesten erinnert noch "The Sidewinder Sleeps Tonight" an die Hits von "Out Of Time" - ein sicherer Singlehit. Doch genau deshalb wollen Michael Stipe & Co. den Song (noch) nicht auskoppeln. Statt dessen entschieden sie sich für "Drive", ein langsames, ungemein dichtes Stück, das in einem rotierenden Gitarrensolo eruptiert, um dann wieder in brütender Verhaltenheit auszuklingen. Auch ein Glanzlicht und eine wilde Rocknummer ist die Litanei "Ignoreland", in der Stipe mächtig über Präsident Bush und die politische Kultur in den USA herzieht. Die anderen Songs warten dann aber schon mit deutlich differenzierteren Arrangements auf. So schmiegen sich immer wieder warme Orgelharmonien an die Rockgitarren; die Streicher-Einheiten des Atlanta Symphony Orchestra sorgen für intensive Atmosphäre - wie in "Nightswimming", mit seinem Klavier-Oboe-Zusammenspiel vielleicht das überraschendste Stück. Ähnlich intensiv gerieten die melancholische Ballade "Everybody Hurts" und der schräge Rock-Walzer "Try Not To Breathe". Mit "Man On The Moon" schlägt das Quartett Countrysaiten an, und Schlagzeuger Bill Berry greift hier und da zum Akkordeon. Mühelos schaffen R.E.M. den Spagat zwischen Underground-Credibility und Musik im Konzertfrack. ** Interpret.: 09-10
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Kurzbeschreibung
Drive, Everybody Hurts, Man On The Moon, Nightswimming,...
Produktbeschreibungen
WARNER, 45055-2, 12 Track