die perfekte platte gibt es wahrscheinlich nicht. aber es gibt platten, die sehr nahe an diese perfektion heranreichen. "automatic" ist so eine.
sie erfüllt alle kriterien, die einen meilenstein der musikgeschichte ausmachen: wunderschöne songs, tiefgründige lyrics, perfekte arrangements (für die in diesem fall übrigens led zeppelin bassist john paul jones verantwortlich zeichnet!), athmosphärische dichte, totale absenz von füllmaterial, keine zugeständnisse an den mainstream (man erinnere sich was zu der zeit sonst so in den charts war) und so weiter.
ausserdem beeinflusste R.E.M. nicht zuletzt mit diesem werk generationen junger aternative rock- und grungebands, wie beispielweise nirvana (als man kurt cobain kurz nach seinem freitod auffand, befand sich "automatic" in seinem cd-player), pearl jam, counting crows, matchbox 20, death cab for cutie, smashing pumpkins oder coldplay, um nur ein paar zu nennen.
obwohl das album vor superhits nur so strotzt - man on the moon, evrybody hurts, drive, the sidewinder sleeps tonite, nightswimming - sind es für mich vor allem die oft übersehenen songs wie "try not to breathe", "find the river"(die untergegangene 6. single) oder "sweetness follows", die es so unglaublich stark und kohärent machen
R.E.M. zemetierten mit diesem album ihren damaligen status als "größte rockband des planeten", den sie sich auf die harte tour über ein jahrzehnt hinweg erarbeitet hatten. allerdings auch einen status, den sie laut gitarristen peter buck, niemals erreichen wollten.
na ja, dann hätten sie doch einfach schlechtere platten herausbringen müssen! doch ich glaube, dass selbst der parade independent rocker buck inzwischen damit leben kann.