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Automat Supérieur

Sixxxten Audio CD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (11. November 2011)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Redfield Records (Alive)
  • ASIN: B005QSMLWG
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 98.729 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

1. Der sympathische Prototyp
2. Wodka Hypnotika
3. Bilder von Bergen
4. Commodore Jihad
5. Automat Supérieur
6. Der goldene Roboter
7. Grad im Wald
8. Geist
9. Blut rein / Blut raus
10. Gedicht für Egoisten
11. Der 3. Raum
12. Kalte Stadt

Produktbeschreibungen

Melodie & Rhythmus (11/2011)

“Apokalypse am Tor zur Welt. Sixxxten entfachen mit »Automat Supérieur« ein wahres Fegefeuer. (...) Dissonanzen kriechen wie ein gewaltiges Trashrock-Monster aus den Boxen, das mit Elektro- Schrott gefüttert wird. Angetrieben wird es von Klänhardts manisch-greller, gehetzter Stimme, die, bei intensiverem Hören, den Himmel der malerischen Hafenmetropole in ein glutrotes Fegefeuer zu tauchen vermag. Die Band brennt nach Veränderung der Dinge, das hört man in jedem destruktiven Harmoniezipfel. (...)” (5 von 5 Sternen)

Kurzbeschreibung

Nach vier Jahren Existenz der Band und dem von der Presse für sehr gut oder auch für sehr schlecht (dazwischen wenig) befundenen und Bitzcore veröffentlichten Album Jugend Violencia (2009), zahllosen Konzerten und Basisarbeit auf jedem Acker, reichlich dekadenter Pose und über 40.000 Myspace-Freunden, die gar keine sind, wurde nun endlich ein neues Werk des Vierers aus Hamburg/Bremen aufgenommen. Entstanden ist die Platte unter Führung von Gregor Hennig, seines Zeichens Schlagzeuger und Knöpfedreher der legendären Bremer Hip/Hop/Core Band Saprize und Haus und Hof Produzent vom dahingeschiedenen Hamburger Label L'age-d'or (Lado), sowie diversen Platten von den Sternen, Trashmonkeys, Bernd Begemann, Superpunk und zahllosen skurrilen Undergroundperlen der goldenen 90er Jahre und der Neuzeit. Wichtig war es dieses Mal, sich nicht aus dem Kosmos Hamburg rauszubewegen. Wichtig war es jedoch auch, etwas zu schaffen, dass nicht bereits im Keim von Hamburger Musikklischees erstickt wird.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Erinnert sich noch jemand an die große Zeit der sogenannten "Hamburger Schule"? Das passierte im letzten Jahrzehnt und ehrlich gesagt, habe ich gar nicht mehr damit gerechnet, mich noch einmal mit, grob gesehen, ähnlicher Musik zu befassen. SIXXXTEN verstehen es, auf ihrer aktuellen Scheibe "Automat Supérieur" dieses Klischee der intellektuellen Studentenkapelle zu durchbrechen.
Geboten werden zwar deutsche, durchaus anspruchsvolle aber niemals abgehobene Texte. Dazu gibt es als Basis die Art Alternative Rock, wie er oft in den letzten Jahren gespielt wird. Durch die vielen Stakkato-Klänge im Gesang und bei den Gitarrenriffs, kann das erste Hören in gewisser Weise als Arbeit beschrieben werden. Im Nachhinein hat sich das aber gelohnt, denn nach und nach lassen sich richtige, kleine Perlen unter den dreizehn Stücken des Albums ausmachen.
Denn was SIXXXTEN von vielen ähnlich gelagerten Bands unterscheidet, ist der relativ rotzige Sound. Das liegt an den analogen Aufnahmen, welche grundsätzlich genau mein Ding sind. Weiter lässt sich auf der Scheibe neben interessanten Noise Rock-Quietschereien, eine dicke Portion punkiger Rock 'n Roll entdecken. Die schriftliche Verbeugung vor Bon Scott auf der Innenseite der CD-Hülle deutet bereits dezent darauf hin. Stücke wie "Wodka Hypnotika" oder das vorletzte "Kalte Stadt" glänzen mit tollen, auf den Punkt gespielte Gitarrenriffs. Da passen auch die zunächst ungewohnten deutschen Texte, welche teils angenehm aggressiv aus dem Sänger herausplatzen. Der absolute Höhepunkt ist das Stück "Geist", welches wirklich düster rüberkommt und schnell zum Ohrwurm heranwächst. Zu Abzügen führen das ein oder andere etwas schwächere Lied und die relativ kurze Spielzeit.
Trotzdem gefällt mir das Album der Nordlichter recht gut und selbst nach mehreren Durchgängen lässt sich immer wieder Neues entdecken. Auch wenn es bei dieser Veröffentlichung von SIXXXTEN nicht zum ganz großen Wurf reicht, besser als die Musik der Bands aus der Zeit der oben genannten, klassischen "Hamburger Schule", gefällt sie mir allemal.
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Coole Sache! 15. November 2011
Von Mario Karl TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Die drei X im ursprünglich skandinavischen Männernamen Sixten stehen wohl für jede Menge Schmutz. Denn genau das gibt es hier: schmutzig klingende deutsche Rockmusik. Kein Punk, kein Metal und erst recht kein deutschtümelnder Langweilerpop, sondern einfach nur unpeinlicher und null anbiedernder Rock der rollt - und das möglichst dreckig. Eine Verwandtschaft mit ihren Labelgenossen von der Dampfmaschine ist durchaus vorhanden, auch wenn sich Sixxxten um ein Vieles grooviger und weniger offensichtlich schweißtreibend präsentieren. Textlich dafür umso düsterer. Zynische, sozialkritische Beobachtungen stehen bei den teils fragmentartigen Texten nicht selten auf der Tagesordnung. Verpackt werden sie aber recht unkonventionell und eigensinnig. Wie heißt es in der Selbstbeschreibung so schön? "Apathisch und doch genau das Gegenteil. Kein Geschrei. Viel mehr ernstgemeinte Ablehnung. Keine Hymnen für das Wir-Gefühl." Das passt, meine Herren!

Recht eigen klingt auch irgendwie die Musik. Zwischen all den deftigen Riffs findet man auch die Attitüde des Punk sowie das Adrenalin des skandinavischen Schweinerocks der ausgehenden 90er. Ganz ungehemmt werfen Sixxxten auch mal das eine oder andere elektronische Element oder einen Synthie in die Runde, so dass die Musik durchaus richtig tanzbar wird. An sich vielleicht nicht wirklich originell, dafür ziemlich cool. Das Adjektiv cool gilt für den Gesang jedenfalls nicht. Der klingt meist recht aufgedreht, ungemütlich und angepisst, fügt sich aber bestens in die rotzige Chose ein.

Die Songs selbst sind durchgehend gut hörbar, auch wenn nicht alle astreine Hits sind. Die Band will das auch gar nicht und trotzdem ist ihnen dieser "Faux pas" ein paar mal vollauf gelungen. Wenn Sixxxten bei "Commodore Jihad" den Bass schön tuckern lassen, beim Titeltrack die Gitarre auch mal funkig pflügen darf, das Quartett beim "Grab im Wald" mit einem fröhlichen Mitsingrefrain um sich wirft oder "Wodka Hypnotika" das Album astrein nach vorne drückt kommt Freude auf. Ganz unverbraucht und frisch klingend ist der Band mit ihrem Zweitling Automat Supérieur ein ziemlich unterhaltsames Album gelungen. Keine Liebe auf den ersten Blick zwar, aber hat hier jemand Langzeitwirkung gesagt?
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