Die Autobiographie eines Yogi ist ein wunderbares, spirituelles Juwel, das Einblicke in das Leben eines echten (Bakti-)Yogi vermittelt wie kaum ein anderes. Hier erfährt man viel über die Magie, Religiosität und Spiritualität Indiens, viel über das Wesen Indiens.
Es ist ein faszinierendes Buch voll unbändiger Fülle - und einem unglaublichen Gottvertrauen. Es wirkte auf mich manchmal auch exotisch und dann doch so vertraut. Die Sprache ist hie und da etwas blumig - wird aber besonders dann glasklar, wenn Yogananda seinen Meister Sri Yukteswar zitiert.
Gerade auch der Kriya-Yoga und der Meister Babaji wurden durch diese Autobiographie einer breiten Öffentlichkeit im Westen erstmals zugänglich, nachdem die tiefe Lehre des Vedanta schon zuvor vom genialen Vivekananda in den Westen gebracht wurde.
Vielleicht wirkt Yogananda manchmal etwas moralisch - doch letztendlich ist immer seine Wärme, sein Lächeln und seine vertrauensvolle Liebe spürbar.
Jedenfalls sprengt das Buch den Glauben an die Grenzen dessen, was man für möglich hält - und der Glaube an Wunder, aber viel mehr an Gott kann durch Yoganandas spirituellen Klassiker zutiefst gestärkt werden.